Speerwerfer Julian Weber hat bei seinem ersten Wettkampf des Jahres am Donnerstag in Luzern mit 87,04 Metern überzeugt. 400-Meter-Läufer Jean Paul Bredau lief in 45,27 Sekunden auf Rang vier. Die DLV-Sprintstaffel der Männer testete erfolgreich für die EM.
„I´m back!“ Mit diesen Worten hatte Speerwerfer Julian Weber (USC Mainz) am Sonntag seinen verspäteten Saisoneinstieg nach Verletzungsproblemen angekündigt. Am Donnerstag beim Silber-Meeting des Weltverbandes World Athletics „Spitzen Leichtathletik“ in Luzern (Schweiz) ließ der 31-Jährige diesen Worten Taten folgen. Nach einem ersten Versuch zum Reinkommen auf 81,70 Meter fiel schon im zweiten Durchgang die Direkt-Norm (83,00 m) für die Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) mit einer Steigerung auf 83,94 Meter. Im dritten Versuch flog das 800-Gramm-Gerät dann auf 87,04 Meter, der Europameister von 2022 war wieder zurück auf dem Niveau seines starken vergangenen Jahres und verzichtete auf weitere Würfe.
„Ich bin einfach froh, dass es so gut geklappt hat“, erklärte der Tagessieger erleichtert am Stadion-Mikrofon, der damit gleich wieder die Führung in der europäischen Bestenliste übernahm. Es war sein erster Start seit dem WM-Finale von Tokio (Japan), in dem er im vergangenen September nach einem Infekt in der unmittelbaren Vorbereitung Rang fünf (86,11 m) belegt hatte. Thomas Röhler (LC Jena) erzielte als Vierter des A-Wettbewerbs 80,30 Meter.
In der B-Gruppe am Nachmittag schleuderte Max Dehning (LG Offenburg) seinen Speer auf 75,20 Meter. Bei den Frauen in der B-Gruppe gelang Julia Ulbricht (1. LAV Rostock; 60,03 m) der dritte 60-Meter-Wurf ihrer Karriere. Die 25-Jährige kam damit bis auf einen halben Meter an ihre deutsche Jahresbestleistung (60,58 m) aus Osterode heran.
Marlene Meier lässt Rosina Schneider knapp hinter sich
Sein nächstes starkes Rennen über 400 Meter lieferte Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg) ab. Der Deutsche Meister lief in 45,27 Sekunden auf den vierten Rang - und dicht an seine Saisonbestzeit (45,04 sec). Der Sieg ging an den Südafrikaner Lythe Pillay (44,88 sec). Über 800 Meter der Frauen wurde Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt; 2:01,79 min) Fünfte, es gewann Kelly-Ann Beckford (Jamaika; 2:00,53 min). Alica Schmidt (SCC Berlin) kam im B-Lauf nach 2:04,75 Minuten als Neunte ins Ziel.
Gleich drei DLV-Hürdensprinterinnen führten den B-Lauf über 100 Meter Hürden an. Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen; 13,01 sec) setzte sich knapp vor Rosina Schneider (TV Sulz; 13,03 sec) durch, als Dritte folgte Ricarda Lobe (MTG Mannheim; 13,27 sec). Das A-Finale entschied Demisha Roswell (Jamaika; 12,55 sec) für sich. Bei den Männern lief Gregory Minoué (Tracksrunner Bonn) als Dritter des B-Finals 13,66 Sekunden.
Beim Weitsprung-Sieg der US-Amerikanerin Sophia Beckmon (6,85 m) erreichte Mikaelle Assani (Karlsruher SC) mit 6,48 Metern als Dritte das Podest.
Sieg für DLV-Sprintstaffel der Männer
Einen erfolgreichen Staffeltest mit einem Sieg über 4x100 Meter in 38,39 Sekunden absolvierten Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Marvin Schulte (ASV Köln), Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) und Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV). Die Frauenstaffel mit Philina Schwartz (Berlin Athletics), Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Sina Kammerschmidt (MTG Mannheim) kam nach einem überlaufenen zweiten Wechsel nicht ins Ziel.
Wegen eines starken Regenschauers wurde das Meeting zwischenzeitlich für eine halbe Stunde unterbrochen. Als der Regen schon losging, wurden die B-Läufe über 200 Meter ausgetragen, für die eigentlich auch Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen) und Robin Ganter (MTG Mannheim) vorgesehen waren, die aber auf einen Start verzichteten.