Barbara Gähling krönte den ersten Tag der Deutschen Masters-Meisterschaften in Mönchengladbach mit einer neuen Weltbestmarke. Sie verbesserte am Freitag ihre eigene Deutsche W60-Bestleistung sowie den W60-Weltrekord über 300 Meter Hürden um fast eine Sekunde.
Barbara Gähling (LT DSHS Köln) ist glänzend in die Deutschen Masters-Meisterschaften in Mönchengladbach gestartet. Die W60-Athletin gewann die 300 Meter Hürden am Freitag in Mönchengladbach mit herausragenden 46,64 Sekunden und verbesserte damit ihren erst im vergangenen Jahr aufgestellten Weltrekord sowie die Deutsche W60-Bestleistung von 47,63 Sekunden um fast eine Sekunde. Bereits in den Altersklassen W50 (44,90 sec) und W55 (46,74 sec) hatte Gähling die Weltbestmarken über diese Distanz gehalten. „So habe ich mir den Auftakt zur Deutschen Meisterschaft gewünscht!“, sagte Barbara Gähling. Mit ihrem eindrucksvollen Weltrekord setzte die Kölnerin das erste Glanzlicht der Titelkämpfe und unterstrich einmal mehr ihre Ausnahmestellung im internationalen Masters-Hürdensprint. Das war erst der Auftakt. Gemeldet ist die Top-Athletin in den kommenden zwei DM-Tagen noch in sieben weiteren Disziplinen: 200 Meter, 400 Meter, 80 Meter Hürden, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen und Speerwurf.
Über die Hürden überzeugten neben der Kölnerin weitere Favoriten mit neuen Bestzeiten: In der W35 siegte Elisa Schöne (LAC Passau) über 400 Meter Hürden in 65,94 Sekunden deutlich vor der Konkurrenz. Daniela Kliche (LG Neiße) war die Schnellste über 400 Meter Hürden in der W45, sie setzte sich in 74,49 Sekunden durch. In der W55 ging der Sieg über 300 Meter Hürden an Heike Hesse (LG Nord Berlin) in 54,32 Sekunden. 200 Meter Hürden absolvierte Christine Kaiser (LG Neiße) in der W70, sie durfte über den Titel in 40,46 Sekunden jubeln. In der M50-Konkurrenz verbesserte Tim Ahrens (LAG Mittlere Isar) seine Bestzeit über 400 Meter Hürden auf 60,88 Sekunden. Fotofinish in der M70: Wolfgang Kreemke (ESV Lok Potsdam) siegte über 300 Meter Hürden in 51,36 Sekunden hauchdünn vor Detlef Döpping (Gothaer LAC; 51,37 sec). Souverän zum Sieg über 300 Meter Hürden: Das gelang Friedhelm Unterloh (STV Hünxe) in 61,08 Sekunden in der M75.
Elisa Schöne mit Gold-Double an DM-Tag eins
Vergeben wurden die DM-Titel über die erste Mittelstrecke. Auf den 1.500 Metern glänzten Athleten, die zuvor in anderen Disziplinen schon erfolgreich unterwegs waren. Wie zum Beispiel Elisa Schöne, die in der W35 in 4:48,91 Minuten Gold gewann und zuvor bereits den Titel über 400 Meter Hürden geholt hatte – ein bemerkenswertes Meisterschafts-Doppel. Knappe Entscheidung in der W40: Das Duell um den Titel entschied Alexandra Müller-Scholz (LG Göttingen) in 4:54,36 Minuten knapp vor Anna-Sabrina Lingenau (LAZ Mönchengladbach), die in neuer Bestzeit von 4:55,00 Minuten auf Platz zwei lief. Franziska Brünner (LC Jena) war in der W45 in 5:09,29 Minuten erfolgreich. Zu einer Top-Zeit lief Tanja Saretzki (LG Hohenfels) in der W55, die sich auf 5:12,78 Minuten steigerte. Eine neue Bestzeit stand für Elke Bussmann (OSC Damme) in der W60 mit 5:41,03 Minuten im Protokoll.
In der M35 setzte sich Kilian Schwarzensteiner (SWC Regensburg) in starken 4:07,46 Minuten durch. In der M60 war es Johannes Ritter (TV Refrath; 4:43,31 min), der Burkhard Wrenger (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen; 4:45,16 min) in Schach hielt. 28 Hundertstelsekunden trennten Gold und Silber in der M65: Gert Schmidt (TVL Freiberg) hatte in neuer Bestzeit von 5:21,52 Minuten das bessere Finish vor Carsten Scheller (TSV Burdorf), der in 5:21,80 Minuten mit neuem Hausrekord den zweiten Platz belegte. Innerhalb von zwei Stunden holte Wolfgang Kreemke nach seinem Gold über 300 Meter Hürden auch den Titel über 1.500 Meter in der M70 in neuer Jahresbestzeit von 5:27,68 Minuten.
Höhenflüge von Ritte und Herrmann
Im Stabhochsprung sorgten vor allem Christina Ritte (Sportclub Krefeld) und Bianka Herrmann (SG Vorwärts Frankenberg) für Glanzpunkte. Christina Ritte gewann die W40 mit starken 3,10 Metern und distanzierte die Konkurrenz um einen halben Meter. Bianka Herrmann entschied die W45 mit 3,00 Metern für sich, während ihre Mutter Petra Herrmann die W65 mit 2,50 Metern gewann. Im Weitsprung setzte Wolfgang Ritte (Sportclub Krefeld 1905) die ersten Sprünge der Sommersaison in die Grube, der weiteste gelang ihm im fünften Versuch auf 4,49 Meter, mit dem er Gold in der M70 holte. Für Friedhelm Unterloh gab es nach seinem Sieg über 300 Meter Hürden den zweiten Titel im Weitsprung, er steigerte seine Jahresbestweite in der M75 auf 4,04 Meter.
Drei Zentimeter lagen zwischen Gold und Silber: Im Kugelstoßen der W70 wuchte Beate Göbe-Blödorn (Leichtathletik-Club Lübeck) ihr Arbeitsgerät im zweiten Versuch auf 9,05 Meter. Gefährlich nahe kam ihr Astrid Reinhold (Möllner SV), die sich nach 9,00 Metern im zweiten in der dritten Runde auf 9,02 Meter steigerte. Mit persönlicher Bestleistung von 8,76 Metern verließ Evi Stadler (LG Oberland) den Kugelstoßring in der W75. Im Hammerwurf ragten vor allem Eva Nohl (TSV Langenzenn) und Basilius Balschalarski (TuSpo Borken) heraus. Eva Nohl dominierte die W75 mit 39,54 Metern und einem Vorsprung von mehr als elf Metern auf die Zweitplatzierte. Basilius Balschalarski gewann die M80 mit 37,87 Metern.
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