| Walldorf

Anjuli Knäsche veredelt Bestleistung mit EM-Norm

© Jan Papenfuß
Die „BW Finals“ in Walldorf hat Anjuli Knäsche für einen Höhenflug genutzt. Die Stabhochspringerin meisterte am Sonntag erstmals in ihrer Karriere 4,60 Meter und erfüllte damit die EM-Norm. Schon am Samstag hatte die 32-Jährige Grund zur Freude, als ihr Schützling Gold bei der U18-EM gewann. Auch zwei Kugelstoßerinnen und ein 800-Meter-Spezialist überzeugten in Walldorf.
Martin Neumann

Vor zehn Jahren meisterte Stabhochspringerin Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) erstmals 4,55 Meter. Nach dem zwischenzeitlichen Karriereende und dem Comeback sprang sie diese Höhe noch dreimal. Doch höher sollte es nicht gehen: bis Sonntagmittag. Da überflog die 32-Jährige bei den „BW Finals“ in Walldorf im zweiten Versuch 4,60 Meter. Die zehn Jahre alte Bestleistung war Geschichte. Gleichzeitig erfüllte Anjuli Knäsche damit exakt die geforderte Höhe für einen EM-Start Mitte August in Birmingham.

Für die Stuttgarterin endet damit ein perfektes Leichtathletik-Wochenende. Denn am Samstag gewann der von Anjuli Knäsche trainierte Stabhochspringer Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen) mit neuer Bestleistung von 5,15 Metern den Titel bei den U18-Europameisterschaften in Rieti. Am Sonntag zog sie mit neuer Bestleistung nach.

Starke Nina Ndubuisi, schneller Alexander Stepanov

Ganz stark präsentierte sich in Walldorf auch Kugelstoßerin Nina Ndubuisi (SG Schorndorf). Die U23-Europameisterin steigerte ihre Saisonbestleistung auf 18,62 Meter und gewann damit vor Alina Korecki (VfB Stuttgart), die auf 18,30 Meter kam. Beide übertrafen damit erneut die EM-Norm für Birmingham. Bei den Männern gewann Tizian Lauria (VfL Sindelfingen) mit 19,43 Metern.

Einen erfolgreichem Tempotest absolvierte Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen). Eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften lief der 800-Meter-Spezialist die 400 Meter so schnell wie noch nie. Die Uhren blieben nach 46,46 Sekunden stehen. Damit verbesserte der 21-Jährige seinen Hausrekord um knapp vier Zehntelsekunden. Bei den Frauen liefen Luisa Herrfurth (LAV Stadtwerke Tübingen; 53,60 sec) über 400 Meter und Melanie Böhm (VfL Sindelfingen; 57,10 sec) über 400 Meter Hürden schnelle Zeiten. Speerwerfer Nick Thumm (VfB Stuttgart; 77,99 m) verpasste die 80-Meter-Marke knapp.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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