Die 126. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften stehen vor der Tür. Die Stabhochsprung-Entscheidungen fallen bereits am Donnerstag und Freitag bei "Die Finals" in Hannover. Am Samstag und Sonntag ist das Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid Austragungsort aller weiteren Entscheidungen. Wir blicken für Sie voraus und verraten, welche Athletinnen sich im Rennen um die Medaillen und EM-Tickets die besten Chancen ausrechnen können.
100 Meter
Erfahrung vs. Aufsteigerinnen
Mit den bisher schnellsten Zeiten in diesem Sommer reist Rebekka Haase ins Lohrheidestadion. Die 33-Jährige vom Sprintteam Wetzlar stand bei Deutschen Meisterschaften schon zehnmal ganz oben auf dem Podest, über 100 Meter allerdings noch nie. Kann sie ihre Titelsammlung erweitern? In den vergangenen vier Jahren hieß die Siegerin in dieser Disziplin immer Gina Lückenkemper (SCC Berlin). Die Titelverteidigerin hat mit einer Saisonbestzeit von 11,21 Sekunden noch nicht zu ihrer Topform gefunden. Bei einer Meisterschaft ist aber immer mit einer Steigerung der Europameisterin von 2022 zu rechnen.
Neben den beiden Athletinnen, die seit zehn Jahren den deutschen Frauensprint mitprägen, hat die nachkommende Generation schon angesetzt, in ihre Fußstapfen zu treten. Bei der Hallen-DM über 60 Meter siegte Philina Schwartz (Berlin Athletics) vor Sina Kammerschmidt (MTG Mannheim) und Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01). Das Trio hat Aussichten, auch im Freien erstmals auf dem Podest zu stehen. Dafür haben sich auch Chelsea Kadiri (Sprintteam Wetzlar), die sich in Wetzlar auf 11,17 Sekunden gesteigert hat, und U20-Athletin Emma Goretzka (LAC Berlin; 11,19 sec) in Position gebracht.
Titelverteidigerin: Gina Lückenkemper (SCC Berlin; 11,17 sec)
Jahresbeste: Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar; 11,04 sec)
EM-Norm von EA: 11,18 sec
200 Meter
Titelverteidigerin rechtzeitig in Schwung
Geduld und Vertrauen waren zu Beginn der Freiluftsaison von Sophia Junk (LG Rhein-Wied) gefragt. Denn die 27-Jährige wurde von einer Verletzung ausgebremst. Die ersten Rennen waren dementsprechend noch ein Herantasten an die volle Belastbarkeit und keine Jagd nach Bestzeiten. Zwei Wochen vor dem DM-Wochenende in Wetzlar meldete sich die Titelverteidigerin dann auf ihrem Level aus dem vergangenen Jahr zurück. Ein Befreiungsschlag, genau wie ihr erster nationaler Titel im Vorjahr in Dresden. Als Jahresschnellste ist die WM-Halbfinalistin wieder erste Anwärterin auf Platz eins.
Aber auch die Konkurrenz hat schon starke Rennen abgeliefert. U20-Europameisterin Judith Bilepo Mokobe (USC Mainz) steckt die US-Collegesaison in den Beinen, in der sie ihre ersten Zeiten unter 23,00 Sekunden erreichte und ihre Bestzeit bis auf 22,90 Sekunden steigerte. Auch zurück auf deutschem Boden überzeugte die 19-Jährige schon als Deutsche U23-Meisterin. Holly Okuku (GSV Eintracht Baunatal) bringt aus den USA eine Saisonbestzeit von 22,87 Sekunden mit.
Im Finale von Wattenscheid dürfte auch die EM-Direkt-Norm von 22,85 Sekunden eine Rolle spielen. Denn wer diese erfüllt hat und einen der ersten beiden Plätze belegt, kann für die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) planen. Außer Sophia Junk hat noch niemand diese Direkt-Norm unterboten. Talea Prepens (TV Cloppenburg; SB 22,86 sec) war jedoch schon nah dran, Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen) machte einige Male der zu starke Rückenwind einen Strich durch die Rechnung. Die beiden standen im vergangenen Jahr mit auf dem DM-Podest. Der 23,00-Sekunden-Grenze angenähert hat sich auch die Deutsche Hallenmeisterin Svenja Pfetsch (Munich Athletics; 23,14 sec).
Titelverteidigerin: Sophia Junk (LG Rhein-Wied; 22,82 sec)
Jahresbeste: Sophia Junk (LG Rhein-Wied; 22,76 sec)
EM-Norm von EA: 22,85 sec
400 Meter
Seriensiegerin aus der Halle nimmt Kurs auf Gold im Freien
Die Deutsche Hallen-Meisterin hieß in den vergangenen drei Jahren immer Johanna Martin (1. LAV Rostock), im Freien gewann in dieser Zeit immer Skai Schier (SCC Berlin) den Titel. Die Berlinerin musste ihren Start in diesem Jahr nach einem Muskelfaserriss absagen. Damit deutet alles darauf hin, dass Johanna Martin auch erstmals im Freien ganz oben auf dem nationalen Podest in der Frauenklasse stehen kann. Zumal die 20-Jährige ihre Bestzeit auf 50,57 Sekunden gesteigert hat, damit die schnellste Zeit einer DLV-Athletin seit 2001 lief und auch die Direkt-Norm (51,20 sec) für die EM erfüllte. In diese nächste Leistungsklasse ist die Zweite der U20-EM übrigens auf der Wattenscheider Bahn gelaufen, als hier Anfang Juli schon die U23-DM ausgetragen wurde.
Weitere Kandidatinnen für eine Medaille sind Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg) und Irina Gorr (TSV Gräfelfing), die in der laufenden Saison auch schon unter 52,00 Sekunden geblieben sind. Neben dem Podest geht es auch um eine Empfehlung für die EM-Staffel. In der standen in der Vergangenheit auch schon Annkathrin Hoven (TSV Bayer 04 Leverkusen), Mona Mayer (Munich Athletics) und Luna Bredau (VfL Wolfsburg).
Titelverteidigerin: Skadi Schier (SCC Berlin; 51,90 sec)
Jahresbeste: Johanna Martin (1. LAV Rostock; 50,57 sec)
EM-Norm von EA: 51,20 sec
800 Meter
Oben angekommen, um zu bleiben
Gold abgeräumt hat zuletzt im Vorjahr in Dresden Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt). Die Aufsteigerin des vergangenen Jahres hat sich inzwischen in der nationalen Spitze etabliert, nach ihrem College-Abschluss kann sich die 24-Jährige noch mehr auf den Sport konzentrieren und schon im ersten Sommer nach dieser Umstellung stellt sich die nächste Steigerung ein. Dreimal ist die Titelverteidigerin in diesem Sommer schon unter 2:00,00 Minuten gelaufen und hat ihre Bestzeit dabei auf 1:58,99 Minuten gesteigert. Ein Duell mit Silber-Abonnentin Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) fällt leider aus. Die Jahresschnellste hat einen DM-Start absagen müssen.
Mindestens im Kampf um die Medaillen mitmischen möchte mit U20-Europameisterin Jana Becker (Königsteiner LV) eine Athletin, die noch am Anfang ihrer Karriere steht und mit der EM-Norm im Vorjahr sowie der Leistungsbestätigungsnorm in diesem Jahr alle Vorgaben für einen EM-Start erfüllt hat. Die Deutsche Hallenmeisterin Tanja Spill (TSV Bayer Dormagen) bringt im Alter von 30 Jahren schon deutlich mehr Erfahrung mit und nach fünf Jahren auch wieder eine neue Bestzeit (2:00,37 min). Bei Bestzeiten unter 2:02,00 Minuten angekommen sind Lara Tortell (Athletics Team Karben), Jennifer Hauke (Hamburg Athletics) und Hannah Odendahl (Sportclub Krefeld 1905).
Titelverteidigerin: Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt; 2:02,57 min)
Jahresbeste: Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler; 1:58,99 min)
EM-Norm von EA: 1:59,80 min
1.500 Meter
Beste Vorleistungen und Heimvorteil
Seit 2019 stand Verena Meisl bis auf zwei Ausnahmen, als sie über 800 Meter startete, immer in den DM-Finals über 1.500 Meter, drinnen und draußen. Viermal stand die Athletin vom TV Wattenscheid 01 auch schon auf dem Podest, aber noch nie ganz oben. In diesem Sommer hat die 25-Jährige ihr Leistungsniveau noch einmal verbessert, blieb regelmäßig unter 4:10,00 Minuten und steigerte ihre Bestzeit bis auf 4:06,17 Minuten. Keine andere Athletin im Startfeld bringt bessere Vorleistungen mit. Dazu kommt der Heimvorteil.
Noch nicht ganz an ihre Bestzeiten herangelaufen ist Titelverteidigerin Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg), die aber gerade im Kampf um Titel schon mehrfach gezeigt hat, dass sie über sich hinauswachsen kann. Ihre nächste DM-Medaille im Visier hat auch Vera Petrykowski (Cologne Athletics), die 2024 schon mit Gold überrascht hatte. Die allein über 1.500 Meter insgesamt fünfmalige Deutsche Meisterin Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) bringt zwar noch keine Top-Zeit aus diesem Sommer mit. Aber hat sie schon alle Karten auf den Tisch gelegt? Außerdem hat die 33-Jährige in Meisterschaftsrennen oft ihre Spurtqualitäten ausgespielt.
Nicht am Start sein wird WM-Finalistin Nele Weßel (Königsteiner LV), die nach einem erfolgreichen Winter mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte und ihre Freiluftsaison vorzeitig für beendet erklärt hat.
Titelverteidigerin: Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg; 4:25,90 min)
Jahresbeste: Gesa Krause (Silvesterlauf Trier; 4:04,28 min
EM-Norm von EA: 4:03,50 min
5.000 Meter
Aufsteigerinnen nehmen Kurs auf Gold
Die beiden ersten Anwärterinnen auf den Titel haben ihre bisher größten Erfolge über die doppelte 10.000-Meter-Distanz gefeiert. Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen) belegte über diese Strecke bei der EM 2024 Rang neun, Blanka Dörfel (Berlin Athletics) holte Anfang Mai in Celle ihren ersten DM-Titel. Und das Duo ist über die 10.000 Meter auch schon für die EM in Birmingham nominiert. Über 5.000 Meter haben sich beide auch deutlich gesteigert und die EM-Bestätigungsnorm (15:20,00 min) schon in der Tasche, die Direkt-Norm (15:05,00 min) aber noch nicht. Dass diese Zeit bei der DM fällt, ist eher unwahrscheinlich. Oder findet sich doch jemand für die Tempoarbeit?
Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald) ist in diesem Sommer noch nicht an ihre Form vom vergangenen Jahr herangekommen und auch Eva Dieterich (LAV Stadtwerke Tübingen) hat auf der Bahn dieses Jahr noch kein Top-Rennen erwischt. Titelverteidigerin Lea Meyer (VfL Löningen) konzentriert sich auf die Hindernisse, die Deutsche Rekordlerin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat sich abgemeldet. So könnte eine dritte aufstrebende Athletin das Podium der Aufsteigerinnen komplett machen. Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) hat schon in der Halle Silber über 3.000 Meter gewonnen – nach Bronze im Winter 2025. Eine DM-Medaille im Freien fehlt in der Sammlung – noch.
Titelverteidigerin: Lea Meyer (VfL Löningen; 15:26,33 min)
Jahresbeste: Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen; 15:10,81 min)
EM-Norm von EA: 15:05,00 min
100 Meter Hürden
Neue Generation und eine erfahrene Titelverteidigerin
Gleich eine ganze Reihe von Hürdensprinterinnen im DLV hat sich in den vergangenen Jahr an die 13,00 Sekunden herangearbeitet oder diese Marke unterboten. Und die Entwicklung setzt sich in diesem Sommer fort. Rosina Schneider (TV Sulz) hat bisher die Nase vorn, ihre Bestzeit bis auf 12,77 Sekunden gesteigert und war schon in fünf Rennen schneller als die EM-Direkt-Norm (12,88 sec). 2024 hat die 21-Jährige schon ihren ersten DM-Titel über 60 Meter Hürden in der Halle gewonnen. Ist die Zeit jetzt reif für den ersten Sieg über 100 Meter Hürden?
Der ist Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen) schon als Startschuss ihres Aufstiegs in der Frauenklasse im Jahr 2022 gelungen. Seitdem hat sich die 24-Jährige Stück für Stück weiterentwickelt und ihre Bestzeit inzwischen bis auf 12,84 Sekunden gedrückt. Starke Meisterschaftsrennen zeigte sie außerdem in der Halle als Deutsche Meisterin und Siebte der Hallen-WM. Trainingspartnerin Franziska Schuster (TSV Bayer 04 Leverkusen) bringt ebenfalls eine neue Bestzeit von 12,91 Sekunden mit. Das Gleiche gilt für Lia Flotow (1. LAV Rostock; 12,92 sec). Noch kein zündendes Rennen in diesem Sommer gezeigt hat Titelverteidigerin Ricarda Lobe (MTG Mannheim), die aber schon bei der Hallen-DM als Zweite auf den Punkt fit war und ihren Konkurrentinnen einiges an Erfahrung voraus hat.
Mit Line Schröder (Hamburger SV), Amira Never (LAC Erdgas Chemnitz) oder Hawa Jalloh (MTG Mannheim) lauern weitere Athletinnen, die das Finale zu einem echten Hundertstel-Krimi machen könnten.
Titelverteidigerin: Ricarda Lobe (MTG Mannheim; 12,93 sec)
Jahresbeste: Rosina Schneider (TV Sulz; 12,77 sec)
EM-Norm von EA: 12,88 sec
400 Meter Hürden
Der dritte Streich ist möglich
Es sind zwei Teile, aus der die Karriere von Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg) besteht. Als junge Himmelsstürmerin sprintete sie jeweils zu Rang vier bei U18- und U20-WM. Danach traten sportliche Erfolge in den Hintergrund, Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit und Leidenschaft für ihre Disziplin blieben aber erhalten. Auf die Rückkehr in den Sport als Lebensmittelpunkt folgte in ihrer Frankfurter Trainingsgruppe ein kontinuierlicher Aufstieg. National ist die 28-Jährige in den vergangenen beiden Jahren ganz nach vorne gelaufen. International stand sie zweimal im WM- und einmal im EM-Halbfinale. Und in diesem Jahr soll es mit dem großen Ziel EM-Finale noch weiter nach vorne gehen. Der dritte DM-Titel könnte der nächste Schritt auf diesem Weg sein, dazu gerne auch eine Steigerung der Saisonbestzeit (54,91 sec).
Vanessa Baldé (Hamburger SV) ist schon ganz nah an die EM-Direkt-Norm (55,30 sec) herangekommen, ihre Saisonbestzeit ist nur neun Hundertstel von dieser Vorgabe entfernt. Diese zu unterbieten, wäre der nächste Meilenstein in einer schon langen Saison. Auf eine Medaille lauern außerdem Sabrina Heil (VfL Sindelfingen), Anouk Krause-Jentsch (SCC Berlin) und Yasmin Amaadacho (Frankfurt Athletics). Die Möglichkeit dazu eröffnet sich auch durch die Absage von Elena Kelety (Frankfurt Athletics). Die Zweite des Vorjahres hat Verletzungsprobleme nicht rechtzeitig in den Griff bekommen und muss schweren Herzens auch damit zurechtkommen, nicht an der EM teilnehmen zu können.
Titelverteidigerin: Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg; 54,34 sec)
Jahresbeste: Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg; 54,91 sec)
EM-Norm von EA: 55,30 sec
3.000 Meter Hindernis
Zwei Favoritinnen, zwei Herausforderinnen
Mit Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) und Lea Meyer (VfL Löningen) hat der DLV zwei Medaillen-Anwärterinnen für die EM in seinen Reihen. Das Duo steht in der europäischen Jahresbestenliste derzeit auf den Plätzen zwei und drei, mit Zeiten unter 9:10,00 Minuten. Gesa Felicitas Krause hat bereits einen kompletten EM-Medaillensatz in ihrer Karriere gewonnen, Gold sogar zweimal. Lea Meyer hat schon EM-Silber vorzuweisen. Die beiden können sich in Wattenscheid darauf konzentrieren, mit der passenden Taktik zum Titel zu laufen. Aber welche wird das sein?
Kurz vor der DM haben auch die Deutsche Meisterin von 2024 Olivia Gürth (Silvesterlauf Trier) und Titelverteidigerin Adia Budde (LAV Stadtwerke Tübingen) die Norm (9:28,00 min) für die EM deutlich abgehakt. Ein Platz auf dem Podium wäre das nächste Argument für einen Start beim internationalen Saisonhöhepunkt in Birmingham. Mindestens einen deutschen Meistertitel über die Hindernisse hat jede der Athletinnen aus dem Quartett schon gewonnen – ohne dabei zwingend als Favoritin ins Rennen gegangen zu sein. Alles Zutaten für ein spannendes Meisterschaftsrennen.
Titelverteidigerin: Adia Budde (LAV Stadtwerke Tübingen; 9:45,48 min)
Jahresbeste: Gesa Krause (Silvesterlauf Trier; 9:07,50 min)
EM-Norm von EA: 9:28,00 min
Hochsprung
Große Chance für die Aufsteigerinnen der Saison
Es war alles angerichtet für das Heimspiel der Titelverteidigerin und Jahresbesten. Als eine der Top-Athletinnen des TV Wattenscheid 01 wollte Christina Honsel, die als einzige deutsche Hochspringerin in diesem Jahr die Direktnorm für die EM erfüllt hat, in ihrem Heimstadion den dritten Titel klarmachen. Jedoch hatte die 29-Jährige im Saisonverlauf immer wieder mit Problemen zu kämpfen und musste ihren Start daher absagen. Imke Onnen (Cologne Athletics), die 2024 in Braunschweig triumphierte, hat in dieser Freiluftsaison erst zwei Wettkämpfe bestritten und scheint mit einer Saisonbestleistung von 1,88 Metern nicht unantastbar.
So ruhen die Augen auch auf den U23-Athletinnen, die im Lohrheidestadion die Chance nutzen könnten, aufs oberste Treppchen zu springen. Anna-Elisabeth Ehlers (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat im Siebenkampf von Ratingen mit 1,90 Metern ein Ausrufezeichen gesetzt. Dorothea Gantert (SpVg Laatzen) steigerte sich beim "Tag der Überflieger" in Essen auf 1,89 Meter. Beide haben damit die Leistungsbestätigungsnorm für die EM erfüllt und könnten mit einem starken DM-Auftritt wertvolle Punkte fürs Ranking sammeln.
Nicht außer Acht lassen sollte man die U23-EM-Dritte Joana Herrmann (SV Teuto Riesenbeck; 1,87 m). Auch die Deutsche Meisterin von 2022 Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim) sind bei Deutschen Meisterschaften immer für eine Medaille gut.
Titelverteidigerin: Christina Honsel (TV Wattenscheid 01; 1,91 m)
Jahresbeste: Christina Honsel (TV Wattenscheid 01; 1,94 m)
EM-Norm von EA: 1,94 m
Stabhochsprung
Anjuli Knäsche will sich den Titel zurückholen
In den Jahren 2022 bis 2024 hieß die Deutsche Meisterin stets Anjuli Knäsche. Im vergangenen Jahr wurde die Stuttgarterin hinter Friedelinde Petershofen (SV Werder Bremen) Zweite. Diesmal stehen die Chancen gut, dass sich die 32-Jährige den Titel zurückholt. Am zurückliegenden Wochenende knackte sie bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Walldorf nicht nur die EM-Norm, sondern auch ihre zehn Jahre alte Bestleistung. Und auch mit Stabhochsprung-Wettkämpfen außerhalb des Stadions hat Anjuli Knäsche schon gute Erfahrungen gemacht: 2023 holte sie am Düsseldorfer Rheinufer den DM-Titel.
Die ersten Herausforderinnen der Jahresbesten sind neben Friedelinde Petershofen (SB 4,35 m) einige aufstrebende Nachwuchs-Athletinnen. Dazu zählen unter anderem U23-Vize-Europameisterin Chiara Sistermann, die sich in diesem Jahr auf 4,42 Meter im Freien und 4,47 Meter in der Halle gesteigert hat, sowie die für die U20-WM nominierten Anna Hiesinger (LAZ Ludwigsburg; PB 4,20 m) und Lotte Gretzler (USC Mainz; PB 4,22 m). Eine vielversprechende Steigerung hat in diesem Jahr auch Tamineh Steinmeyer (LAZ Zweibrücken) hingelegt. Im Mai in Wasserburg überquerte die noch nicht ganz 21-Jährige 4,40 Meter.
Titelverteidigerin: Friedelinde Petershofen (SV Werder Bremen; 4,20 m)
Jahresbeste: Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart; 4,60 m)
EM-Norm von EA: 4,60 m
Weitsprung
Eine Überfliegerin und viele Hoffnungen
Seit 2016 hieß die Deutsche Meisterin nur zweimal nicht Malaika Mihambo (LG Kurpfalz). 2017 war die Überfliegerin verletzt, 2024 bremste sie eine Corona-Infektion aus. In diesem Jahr ist die Seriensiegerin wieder unangefochten und flog am zurückliegenden Wochenende in London (Großbritannien) auf 7,05 Meter. Nur daran, die Anzahl der ungültigen Sprünge zu reduzieren, muss die WM-Zweite noch feilen.
Hinter der Top-Favoritin machen sich zahlreiche Athletinnen noch Hoffnungen auf die weiteren Medaillen und auf die EM-Bestätigungsnorm von 6,60 Metern. Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat diese schon erfüllt. Mikaelle Assani (Karlsruher SC) ist bei ihrem Comeback nach Verletzungspause wieder bei 6,50 Metern angekommen und hat in Bestform vor zwei Jahren schon an den sieben Metern gekratzt.
Auch Olympia-Teilnehmerin Laura Raquel Müller (Unterländer LG) hat mit einer Bestleistung von 6,81 Metern aus dem Jahr 2024 deutlich mehr drauf als die 6,32 Meter, die sie in diesem Sommer bislang angeboten hat. Mit Finja Köchling (Eintracht Frankfurt; 6,52 m), Helena Börner (LAC Erdgas Chemnitz; 6,49 m) und Tabea Christ (LG Brillux Münster; 6,46 m) sind die weiteren Medaillen-Aspirantinnen genannt.
Titelverteidigerin: Malaika Mihambo (LG Kurpfalz; 6,82 m)
Jahresbeste: Malaika Mihambo (LG Kurpfalz; 7,05 m)
EM-Norm von EA: 6,77 m
Dreisprung
Zweikampf der 14-Meter-Springerinnen
Die Deutsche Meisterin von 2024 und die Deutsche Meisterin von 2025 sind die ersten Anwärterinnen auf den DM-Titel 2026. Die Rede ist von Kira Wittmann (Hannover 96; SB 14,00 m) und Caroline Joyeux (LG Nord Berlin; SB 14,22 m). Die beiden haben als Einzige in diesem Jahr schon die 14 Meter übertroffen, die Berlinerin hat mit 14,22 Metern auch die EM-Norm abgehakt. Sicher möchte Kira Wittmann die fehlenden 20 Zentimeter zum Richtwert noch draufpacken.
Dahinter machen sich einige Athletinnen Hoffnungen auf die Medaillen. Allen voran U23-Meisterin Ruth Hildebrand (TSV Bayer 04 Leverkusen), die mit 13,92 Metern schon die EM-Bestätigungsnorm in der Tasche hat. Aber auch die Dritte der Hallen-DM Sarah-Michelle Kudla (LG Nord Berlin; 13,59 m) und die am vergangenen Wochenende auf 13,75 Meter verbesserte Anna Gräfin Keyserlingk (LG Göttingen) können sich Hoffnungen aufs Podium machen. Antonia Bronnert (VfL Löningen), die auch zu den Medaillen-Kandidatinnen gezählt hätte, verzichtet in der Vorbereitung auf die U20-WM.
Titelverteidigerin: Caroline Joyeux (LG Nord Berlin; 14,24 m)
Jahresbeste: Caroline Joyeux (LG Nord Berlin; 14,22 m)
EM-Norm von EA: 14,20 m
Kugelstoß
Vier Norm-Erfüllerinnen kämpfen um drei EM-Tickets
Gleich vier Athletinnen haben die EM-Norm von 18,20 Metern schon erfüllt. Allen voran Yemisi Mabry (MTG Mannheim). Die Olympiasiegerin ist beim Diamond-League-Meeting in Paris (Frankreich) mit 19,93 Metern der 20-Meter-Marke schon ganz nahe gekommen. Bei der Hallen-DM jubelte sie mit 20,37 Metern über eine neue Bestleistung. Ob die DM-Atmosphäre der 27-Jährigen auch in Bochum-Wattenscheid zu einem 20-Meter-Stoß verhilft?
Unter den weiteren EM-Kandidatinnen hat sich Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) die beste Ausgangsposition geschaffen. Auch sie hat in diesem Jahr schon zweimal die 19 Meter übertroffen. Mit Saison-Bestmarken von 18,62 Metern beziehungsweise 18,37 Metern haben sich dahinter Alina Korecki (VfB Stuttgart) und Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846) in Position gebracht. Die Schorndorferin, die in den USA studiert, präsentierte sich kurz vor der DM mit Saisonbestleistung in Biberach in aufsteigender Form. Sollte eine der Favoritinnen patzen, könnte die Hallen-DM-Dritte Julia Ritter (TV Wattenscheid 01) bei ihrem Heimspiel zur Stelle sein.
Titelverteidigerin: Yemisi Mabry, geb. Ogunleye (MTG Mannheim; 19,29 m)
Jahresbeste: Yemisi Mabry (MTG Mannheim; 19,93 m)
EM-Norm von EA: 18,20 m
Diskuswurf
Alte Bekannte und neue Gesichter
Titelverteidigerin Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen). Die WM-Achte Shanice Craft (SV Halle). Die sechsmalige Deutsche Meisterin und Olympia-Zweite von 2021 Kristin Pudenz (OSC Potsdam). So viele Jahre haben diese Athletinnen den deutschen Diskuswurf mitgeprägt und zählen auch in diesem Jahr wieder zu den Favoritinnen. Die Olympia-Sechste Claudine Vita (SC Neubrandenburg), die ebenfalls zu den ganz großen Namen zählt, fällt nach einem Achillessehnenriss leider für diese Saison aus.
Jedoch haben zwei weitere Athletinnen den Anschluss zu den Dominatorinnen der vergangenen Jahre hergestellt. Leia Braunagel (Eintracht Frankfurt) ist mit 64,96 Metern aktuell Deutschlands Nummer drei hinter Steinacker (66,55 m) und Craft (66,03 m). Und Joyce Oguama (TV Wattenscheid 01), die mit 62,13 Metern die EM-Norm schon in der Tasche hat, träumt sicher auch von einer Top-Platzierung. Sie hat jedoch schon die College-Saison in den USA hinter sich und konnte zuletzt nicht mehr ganz an ihre starke Frühform anknüpfen. Ihr Heimspiel wäre eine gute Gelegenheit, wieder richtig aufzudrehen.
Eine weitere Wattenscheiderin hat ihren großen Auftritt im Lohrheidestadion schon hinter sich: Favour Adesokan. Die Deutsche U20-Meisterin nimmt den DM-Start bei den "Großen" vor der Abreise zur U20-WM noch mit. Sie hat ihre Bestleistung in diesem Sommer auf 57,22 Meter geschraubt. Ein wenig stärker ist der Hausrekord (59,06 m) von U20-Vize-Europameisterin Curly Brown (Eintracht Frankfurt), die sich in einem Jahr ohne internationalen Saisonhöhepunkt in der U23-Altersklasse ganz auf die Deutschen Meisterschaften konzentrieren kann.
Titelverteidigerin: Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen; 65,56 m)
Jahresbeste: Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen; 66,55 m)
EM-Norm von EA: 61,00 m
Hammerwurf
Aileen Kuhn ist die Gejagte
Ein junges Hammerwurf-Feld geht am Samstagmittag in Lohrheidestadion auf Medaillenjagd. Einzig die Deutsche Vizemeisterin von 2024 Michelle Wilms (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist vor dem Jahr 2000 geboren. Die Titelverteidigerin und Jahresbeste ist immer noch erst 22 Jahre alt: Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt). Mit 72,11 Metern hat sie im Mai in Langenbrand den Hammer so weit geworfen wie keine andere deutsche Athletin in diesem Jahr und damit zugleich die EM-Norm abgehakt.
Allerdings ist mit Jada Julien (LV 90 Erzgebirge) in der vergangenen Woche eine ernstzunehmende Konkurrentin aufgetaucht. Die 22-Jährige verbuchte beim Werfertag in Chemnitz mit 70,48 Metern ihren ersten 70-Meter-Wurf. Auch die viermalige Deutsche Meisterin Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt) hat die Marke in diesem Jahr schon überboten.
Daran gekratzt hat Clara Hegemann (LG Stadtwerke München). Die Deutsche U20-Meisterin steigerte den Deutschen U20-Rekord auf 69,81 Meter. Diese Weite liegt oberhalb der EM-Bestätigungsnorm von 69,50 Metern, allerdings wird sich die 19-Jährige nach der DM in Bochum-Wattenscheid auf den Start bei der U20-WM konzentrieren. Ihre Münchner Trainingskameradin Johanna Marrwitz zählt mit einer Saisonbestmarke von 65,20 Metern ebenfalls zum erweiterten Kreis der Medaillen-Kandidatinnen. Die Vorjahresdritte Nova Kienast (Berlin Athletics) hat vor der U20-WM keinen DM-Start mehr geplant.
Titelverteidigerin: Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt; 70,92 m)
Jahresbeste: Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt; 72,11 m)
EM-Norm von EA: 71,50 m
Speerwurf
Alles ist möglich
Dass im Speerwurf alles passieren kann, wenn es um den Titel geht, hat die Entscheidung im Vorjahr gezeigt. Damals siegte überraschend die Leverkusenerin Kathrin Walter, die diesmal nur als Neunte der Jahresbestenliste anreist. Stärker präsentiert hat sich zuletzt vor allem Julia Ulbricht. Die Rostockerin hat Anfang Juni in Osterode mit 60,58 Metern an der EM-Norm geschnuppert und dieses Niveau vergangene Woche in Luzern mit 60,03 Metern untermauert. Vielleicht klappt es in Wattenscheid noch mit den fehlenden 22 Zentimetern zur EM-Norm?
In Lauerposition liegen vor allem Luisa Tremel (LG Stadtwerke München; 58,78 m) und die zweimalige Deutsche Winterwurf-Meisterin Victoria Krause (Düsseldorf Athletics; 57,67 m). Allerdings reist eine ganze Reihe Athletinnen mit Saisonbestmarken zwischen 56 und 58 Metern an. Dazu zählen auch die Vorjahresdritte Lorena Frühn (LG Offenburg; 56,07 m) und Siebenkämpferin Marie Dehning. Die Leverkusenerin glänzte beim Mehrkampf-Meeting in Götzis (Österreich) mit 56,33 Metern. Gut möglich, dass sie die Favoritinnen in Bochum-Wattenscheid ein bisschen ärgern kann.
Titelverteidigerin: Kathrin Walter (TSV Bayer 04 Leverkusen; 56,23 m)
Jahresbeste: Julia Ulbricht (1. LAV Rostock; 60,58 m)
EM-Norm von EA: 60,80 m
4x100 Meter
Münchnerinnen in der Poleposition
Mit 44,79 Sekunden haben sich schon Mitte Juni die Sprinterinnen von Munich Athletics in eine gute Ausgangsposition gebracht. Keine andere Vereinsstaffel blieb in diesem Jahr bisher unter 45 Sekunden. Auch das Starterinnenfeld für die DM sieht vielversprechend aus. Gemeldet sind unter anderem die Deutsche Hallenmeisterin über 200 Meter Svenja Pfetsch und U20-Hürdentalent Daryl Ndasi. Entscheidend wird allerdings weniger die Vorleistung sein, als vielmehr die Leistung auf der Bahn, wenn es drauf ankommt. Wie immer bei Staffelrennen gilt: Nicht nur müssen alle vier Sprinterinnen schnell unterwegs sein, sondern der Staffelstab auch sicher und innerhalb der Wechselzonen sauber übergeben werden.
Die zweitbeste Zeit des Jahres wurde im Lohrheidestadion erzielt. Bei der U20-DM triumphierte das U20-Quartett des SC DHfK Leipzig mit 45,29 Sekunden. Man darf gespannt sein, welche Zeit die Leipzigerinnen nun in voraussichtlich anderer Besetzung auf die Bahn bringen. Denn ein Blick in das Vorjahr zeigt, dass die Medaillen allesamt unter 45 Sekunden weggingen. Auf die Hundertstel gleich schnell wie das Team aus Leipzig war bislang ein Quartett der LG Rhein-Wied. Auch der VfL Sindelfingen könnte zu beachten sein. Und die Leverkusenerinnen werden ihren Meistertitel sicher nicht kampflos abgeben wollen.
Bekannte Namen finden sich auch in der Aufstellung des Hamburger SV und des USC Mainz. Die Hamburgerinnen haben die einstige Deutsche Hallenmeisterin über 200 Meter Louise Wieland, die U20-Talente Lena Anochili und Ida Carlotta Schröder sowie Hürdensprinterin Line Schröder gemeldet. Die Mainzerinnen können auf die U20-Europameisterin über 200 Meter Judith Mokobe sowie Siebenkampf-Talent Emma Kaul bauen. svs/js
Titelverteidigerinnen: TSV Bayer 04 Leverkusen (44,29 sec)
Jahresbeste: Munich Athletics (44,79 sec)
Weibliche U20
4x400 Meter
Bühne frei für die Jugend-Staffeln über 4x400 Meter
"Teamwork makes the dream work" – dieses Motto gilt am Wochenende auch für die Jugend-Staffel über 4x400 Meter. Eingebettet in die Deutschen Meisterschafen der „Großen“, darf sich auch die U20 im Lohrheidestadion präsentieren und um Gold, Silber und Bronze laufen. Im vergangenen Jahr war es das Quartett der Startgemeinschaft USC Mainz / LC Bingen, die souverän zum Meistertitel stürmten. Am Samstag gehen die vier Langsprinterinnen aus Frankfurt in der Rolle der Favoritinnen an den Start. 3:50,75 Minuten haben die Hessinnen schon vorgelegt, gefolgt von den Staffeln des Hamburger SV (3:56,21 min) und der LG Filder (3:56,27 min).
Bei den Meisterschaften 2025 in Dresden verpasste Eintracht Frankfurt auf Platz vier noch knapp das Podium. Am Samstag wollen sie beweisen, dass sie eine Medaille verdient haben. Die Staffelläufe über 4x400 Meter der weiblichen Jugend U20 sind der stimmungsvolle Auftakt in ein langes DM-Wochenende. js
Titelverteidigerinnen: StG USC Mainz/LC Bingen (3:48,54 min)
Jahresbeste: Eintracht Frankfurt (3:50,75 min)
3x800 Meter
Pralles Feld über 3x800 Meter
Insgesamt 26 Staffeln haben sich über die 3x800 Meter der weiblichen U20 angekündigt. Da kann es ganz schön voll werden auf der Bahn. Umso wichtiger wird es sein, Rangeleien zu vermeiden und den Staffelstab sicher an die Teamkollegin zu übergeben. Bestens gelungen war dies im Vorjahr dem Trio der Startgemeinschaft Thüringen, das flotte 6:37,89 Minuten auf die Bahn brachte. Eine Zeit, die in diesem Jahr noch keine der Langstaffeln vorzuweisen hat.
Das beste Ergebnis bringe die Läuferinnen der LG farbtex Nordschwarzwald mit nach Bochum-Wattenscheid (6:49,72 min), gefolgt von der StG Framersheim/Katzenelnbogen/Ochtendung (6:50,97 min) und der Staffel des VfL Waiblingen (7:00,13 min). Wer letztlich um die Medaillen mitlaufen kann, wird sich erst am Sonntag zeigen – dann heißt es nicht nur, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, sondern auch die besondere Atmosphäre vor voller Kulisse als Push zu nutzen und vielleicht für die ein oder andere Überraschung zu sorgen. js
Titelverteidigerinnen: StG Team Thüringen (6:37,89 min)
Jahresbeste: LG farbtex Nordschwarzwald (6:49,72 min)