| Hallen-WM

Sebastian Coe setzt auf Unterhaltung

Nach der Hallen-Weltmeisterschaft rückte Sebastian Coe die Positionierung der Leichtathletik in den Fokus.
dpa/fc

„Wir müssen immer, immer wieder daran erinnern: Unser Produkt ist die Leichtathletik, aber unser Geschäft ist es, die Leute zu unterhalten“, sagte der Präsident des Weltverbandes IAAF in einer Bilanz der Hallen-WM in Portland (USA).

Die fast 40 000 Fans an den vier Wettkampftagen im US-Bundesstaat Oregon wären nicht gekommen, „wenn sie der Meinung wären, wir sind ein Sport im endgültigen Absturz“, betonte der Brite in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. „Denn das sind wir nicht.“ Angesichts der Dopingskandale sei es von fundamentaler Bedeutung, „eine Plattform für die sauberen Athleten zu schaffen“.

Künftig auch wieder mit den Russen? Erstmals seit dem Olympia-Boykott 1984 in Los Angeles fehlten Leichtathleten aus der riesigen Sport-Nation bei einem internationalen Großereignis. Die Russen sind seit November suspendiert - ein Olympia-Bann für Rio droht weiterhin. Sebastian Coe kündigte die fundamentale Entscheidung der IAAF-Exekutive darüber für „Mai oder Anfang Juni“ an.

Auffrischung der Leichtathletik notwendig

Die Leichtathletik des 21. Jahrhunderts müsse aufgefrischt werden, forderte Sebastian Coe erneut, Wettkämpfe müssten temporeicher und fan-freundlicher werden. Die Leichtathletik-Fans auf den Rängen dürften sich niemals fragen, ob ihre Sportart „einen größeren Wert hat als professionelles Wrestling“.

Die Menschen kämen zu den großen Begegnungszentren, in die Shopping Malls. „Und wenn uns das hilft, sie dann auch ins Stadion zu bringen, dann ist das eine gute Sache.“ Damit hat der IAAF-Präsident unterstrichen: Er möchte die Leichtathletik zunächst einmal zu den Menschen bringen.

mit Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

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