| Ras Al Khaimah

Halbmarathon-Weltrekord für Yeshaneh, deutsche Jahresbestzeit für Kejeta

Gleich zwei Läuferinnen blieben in Ras Al Khaimah unterhalb der bisherigen Rekordmarke, die neue Weltrekordlerin heißt Ababel Yeshaneh: Der Halbmarathon-Weltrekord der Frauen steht seit Freitag bei 64:31 Minuten. Die deutsche Marathonläuferin Melat Kejeta setzte ihren Weg nach Tokio fort.
Jörg Wenig

Überraschung beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah: Ababel Yeshaneh ist die neue Weltrekordlerin. Die 28-jährige Äthiopierin, die auch bekannt ist unter dem Namen Ababel Yeshaneh Birhane, gewann das Rennen über genau 21,0975 Kilometer in 64:31 Minuten und bezwang die große Favoritin Brigid Kosgei.

Die Kenianerin Kosgei, die in 2:14:04 Stunden den Marathon-Weltrekord hält, wurde Zweite in 64:49 Minuten und blieb damit ebenso noch unter der bisherigen Weltrekordzeit von 64:51 Minuten, die ihre Landsfrau Joyciline Jepkosgei 2017 in Valencia (Spanien) gelaufen war. Dritte wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten Rosemary Wanjiru (Kenia), die bei ihrem Debüt auf Anhieb eine Weltklassezeit von 65:34 Minuten erreichte.

Melat Kejeta erfüllt Leistungsnachweis für Tokio

In dem außerordentlich stark besetzten Rennen belegte Melat Kejeta (Laufteam Kassel) Platz elf mit einer deutschen Jahresbestzeit von 68:56 Minuten. Damit verpasste sie zwar ihre persönliche Bestzeit um 15 Sekunden, erfüllte aber ohne Probleme den Leistungsnachweis für die Olympia-Nominierung im Marathon. Hier waren 73:30 Minuten gefragt.

Da Melat Kejeta beim Berlin-Marathon 2019 die Olympianorm von 2:29:30 Stunden mit einer Zeit von 2:23:57 Stunden deutlich unterboten hatte, kann sie sich als derzeit beste deutsche Marathonläuferin nun recht sicher sein, bei den Spielen in Japan starten zu können. Die gebürtige Äthiopierin war vor rund sieben Jahren nach einem Wettkampf in Italien in Europa geblieben und nach Deutschland gekommen, sie hat seit März 2019 die deutsche Staatsbürgerschaft. Trainiert wird sie in Kassel vom einstigen Marathon-Bundestrainer Winfried Aufenanger.

Das Rennen der Männer gewann der Kenianer Kibiwott Kandie, der mit 58:58 Minuten eine Jahresweltbestzeit aufstellte. Sein Landsmann Alexander Munyao wurde Zweiter in 59:16 Minuten, Rang drei belegte Mule Wasihun (Äthiopien) mit 59:47 Minuten.

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