Das Lauf-Jahr 2026 fängt ja gut an! Beim 10-Kilometer-Rennen in Valencia ist Mohamed Abdilaahi in eine neue Leistungsliga gestürmt. Der Kölner steigerte sich um 18 Sekunden und damit den deutschen Rekord von Amanal Petros um zehn Sekunden auf 27:22 Minuten. Auch Richard Ringer, Lisa Merkel und zwei neue Europarekordler jubelten über Top-Leistungen.
Bei idealen äußeren Bedingungen wurde beim 10-Kilometer-Rennen am Sonntag in Valencia (Spanien) zur Rekordjagd geblasen. Zwar stand diesmal nicht der Weltrekord im Fokus, sondern die Europarekorde und verschiedene Landesrekorde. Doch das machte das Rennen sogar noch spannender.
Auf der etwa 500 Meter langen Zielgeraden in Valencia legte Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) noch einmal alles rein. In der Verfolgergruppe machte der deutsche 5.000-Meter-Rekordler Platz um Platz gut und stürmte nach 27:22 Minuten als Fünfter ins Ziel und zum deutschen Rekord (vorbehaltlich Ratifizierung). Damit steigerte der 26-Jährige die drei Jahre alte Bestmarke von Amanal Petros (Hannover 96) um zehn Sekunden.
Valencia bleibt „Rekord-Stadt“ für deutsche Läufer
Dass seine Form passt, hatte Mohamed Abdilaahi schon vor vier Wochen unter Beweis gestellt. Da steigerte er die deutsche Bestleistung über 5 Kilometer in Saudi-Arabien auf 13:17 Minuten. Über den Jahreswechsel konnte der Kölner seine Top-Form konservieren und auf die doppelt so lange Distanz übertragen. Nach den deutschen Marathon-Rekorden von Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) und Amanal Petros wurde damit erneut eine nationale Bestmarke in „Europas Laufhauptstadt“ aufgestellt.
Nur wenig später hatte auch Richard Ringer (LC Rehlingen) allen Grund zum Jubeln. Der Marathon-Europameister von 2022 arbeitete sich auf der Zielgeraden Platz um Platz nach vorn und stürmte in 27:39 Minuten zu einer neuen Bestzeit und auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste. Seinen Hausrekord (28:33 min) steigerte der 36-Jährige als 14. in Valencia dabei um fast eine Minute.
Lisa Merkel pulverisiert Bestzeit
Auch bei den Frauen durfte sich eine deutsche Top-Läuferin über eine ganz starke neues Bestzeit freuen: Lisa Merkel (LAV Stadtwerke Tübingen) ging offensiv ins Rennen, konnte das hohe Tempo halten und lief mit einer Brutto-Zeit von 31:10 Minuten in eine neue Leistungsdimension. Damit steigerte die 22-Jährige ihren Hausrekord gleich um 71 Sekunden. Netto wurden sogar 31:01 Minuten gestoppt. Damit lief die Cross-EM-Zeite mit dem U23-Team in einem Weltklassefeld auf Rang 15 und schob sich in der ewigen deutschen Bestenliste auf Platz vier nach vorn.
An der Spitze des Feldes wurde Andreas Almgren (Schweden) das Tempo der Pacemaker nach etwa dreieinhalb Kilometern zu langsam. Er forcierte und schüttelte einen Konkurrenten nach dem anderen ab. Auf dem letzten Kilometer war nur noch die Uhr Gegner des Europarekordlers. Und mit 26:45 Minuten steigerte Andreas Almgren seine eigene Bestzeit um neun Sekunden. Weltweit waren bisher nur fünf Läufer schneller als der Schwede.
Europarekorde für Almgren und McColgan
Für Andreas Almgren war es der vierte Europarekord binnen zwölf Monaten. Dreimal hatte er in Valencia Rekorde aufgestellt: 26:53 und 26:44 Minuten über 10 Kilometer sowie 58:41 Minuten im Halbmarathon. Dazu kommt sein 5.000-Meter-Europarekord von 12:44,27 Minuten aus Stockholm. Auf den Plätzen zwei und drei folgten in Valencia Khairi Bejiga (Äthiopien; 26:51 min) und der Kenianer Victor Kipruto (27:17 min).
Während Andreas Almgren in Valencia von der Spitze zum Europarekord stürmte, versteckte sich Eilish McColgan im Feld der Männer und lief so etwas unbeobachtet zur Bestmarke. Mit 30:08 Minuten war die Britin als Achte zwei Sekunden schneller als Jana van Lent (Belgien) vor einer Woche in Nizza. Die 35-Jährige war zuletzt von Verletzungen ausgebremst worden und meldete sich nun furios zurück. Den Sieg in Valencia sicherte sich Brenda Jepchirchir (Kenia) mit 29:25 Minuten. Dahinter folgten Likina Amebaw (Äthiopien; 29:29 min) und Clare Ndiwa (Kenia; 29:49 min).
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