| Torun 2026

Robert Farken: Fit für die Hallen-WM und „genauso hungrig“ wie im Vorjahr

Porträt von Mittelstreckler Robert Farken © Jan Papenfuß
Von Freitag bis Sonntag steht mit der Hallen-WM in Torun der internationale Höhepunkt der Hallensaison an. Für den Deutschen 1.500-Meter-Rekordler ein Pflichttermin im Kalender. Nachdem er bei der Hallen-DM noch mit nervalen Problemen aussteigen musste, fühlt sich der Leipziger nun bereit für das Kräftemessen mit der internationalen Konkurrenz.
Svenja Sapper

Die Leichtathletik-Welt schaut am Wochenende nach Polen: In Torun finden von Freitag bis Sonntag die Hallen-Weltmeisterschaften statt, bei denen der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit 13 Athletinnen und Athleten vertreten ist. Einer davon: der Deutsche 1.500-Meter-Rekordler Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig). „Die Hallen-WM hat für mich einen hohen Stellenwert“, sagt der 28-Jährige. „Für mich ist klar: Wenn ich fit und qualifiziert bin, fahre ich hin, um mich mit den Besten der Welt zu messen. Dafür mache ich diesen Sport.“

Im Vorfeld der Hallen-WM musste der Leipziger einen Schreckmoment überstehen: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften stieg er mit Oberschenkelproblemen vorzeitig aus dem 3.000-Meter-Rennen aus. Kurz danach gab es aber bereits Entwarnung. DLV-Arzt Wolfgang Herb behandelte den Mittelstreckler sofort, eine strukturelle Verletzung konnte anschließend im MRT ausgeschlossen werden.

„Es ist natürlich schade, dass das in einem Wettkampf aufgetreten ist. Wichtiger ist aber, dass es nichts Schlimmes ist und ich zeitnah wieder ins Training einsteigen konnte“, sagt Robert Farken, der auch vermelden konnte: „Die wettkampfspezifischen Programme, die ich im Training absolviert habe, sind gut gelaufen. Der Körper hält!“

„Druck ist ein Privileg“

So reist der WM-Sechste des vergangenen Jahres mit breiter Brust nach Polen. „Ich bin selbstbewusst, dass ich bei 100 Prozent bin, sonst würde ich nicht zur WM fahren“, betont Robert Farken. Die 1.500-Meter-Vorläufe stehen in Torun am Freitagabend ab 18:54 Uhr an. „Der Vorlauf ist das erste Finale“, weiß Robert Farken. Denn anders als bei Freiluftmeisterschaften gibt es keine Halbfinals, sondern unter 32 Vorrunden-Teilnehmern werden direkt die Finalisten ermittelt.

Für den 28-Jährigen eine Herausforderung. „Es ist eine Sache, in die Top Sechs der Welt reinzulaufen. Das zu bestätigen, wird schwieriger sein. Da läuft auch Druck mit, den man sich selbst macht – und die Erwartungshaltung von außen ist eine andere“, so Robert Farken, für den diese Ausgangslage jedoch ein zusätzlicher Ansporn ist. „Druck zu haben, ist ein Privileg, das ich mir erarbeitet habe. Ich glaube, dass ich in der Halle mindestens genauso gut bin wie draußen. Das möchte ich zeigen und für Deutschland ein Ergebnis abliefern, das sich sehen lassen kann.“

Hungrig auf weitere Erfolge

Wenn es mit dem Finaleinzug klappt, setzt sich der Leipziger keine Grenzen. Er weiß: Mit Ausnahme von Weltmeister Isaac Nader (Portugal) lassen die meisten der weltbesten Läufer die Hallen-WM aus. „Warum nicht auch mal vorne reinlaufen?“, meint Robert Farken. „Ich bin genauso hungrig wie letztes Jahr.“

Im Anschluss an das Hallen-Highlight in Torun steht für den 28-Jährigen noch ein Rennen im australischen Sommer an. Beim „Maurie Plant“ Meeting in Melbourne (27./28. März), in diesem Jahr das erste Continental-Tour-Meeting mit Goldstatus, will er noch einmal schnell rennen, ehe er mit einem Höhenblock in die Vorbereitung für die Sommersaison und die EM in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) startet.

Auch eine Teilnahme an den Ultimate Championships in Budapest (Ungarn; 11. bis 13. September) sowie der Straßenlauf-WM eine Woche später in Kopenhagen (Dänemark) kann sich Robert Farken im Sommer vorstellen. Jetzt heißt es aber erstmal: Voller Fokus auf die Hallen-WM. 

Hallen-WM 2026 Torun

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