Sieg, Bestleistung und Meetingrekord: Für Luka Herden hat sich die Reise nach Polen gelohnt. Der Weitspringer war am Samstag beim Gorzow Jump Festival mit 8,18 Metern und einer starken Serie nicht zu schlagen. Damit knackte er zugleich die Norm für die Hallen-WM.
Schon im zweiten Durchgang beim Springermeeting in Gorzow (Polen) war die Acht-Meter-Marke für Luka Herden (LG Brillux Münster) fällig: Der Weitspringer flog auf 8,03 Meter. In Runde fünf ließ er 8,04 Meter folgen und ging mit einem Zentimeter Vorsprung auf den Spanier Lester Lescay in den letzten Versuch. Und da legte der 25-Jährige noch eine Schippe drauf: 8,18 Meter wurden für den EM-Finalisten von 2024 gemessen. Es war der weiteste Sprung seiner bisherigen Karriere. Unter dem Hallendach war er zuvor nie weiter als 7,73 Meter gesprungen, seine Freiluft-Bestmarke steht seit dem Jahr 2023 bei 8,14 Metern.
Ein optimaler Saison-Auftakt also für den Weitspringer, der damit zugleich die Hallen-WM-Norm für Torun (Polen; 20. bis 22. März) um einen Zentimeter überbot. Zweiter blieb Lester Lescay, das Podium komplettierte Andreas Trajkovski aus Nordmazedonien (7,82 m). Der zweite deutsche Starter Simon Plitzko (TSG Bergedorf) wurde mit 7,48 Metern Fünfter.
Bestleistung für Libby Buder
Auch dessen Vereinskollegin Libby Buder nahm eine neue Bestmarke aus Polen mit nach Hause. Die 21-Jährige belegte mit 6,58 Metern Platz drei und übertraf damit nicht nur ihre erst eine Woche alte Hallen-Bestleistung um neun Zentimeter, sondern auch den Freiluft-Hausrekord um zwei. Lediglich windunterstützt ist sie schon einmal weiter gesprungen. Den Sieg mit Meetingrekord (6,77 m) sicherte sich vor Heimpublikum die Polin Anna Matuszewicz, Rang zwei ging an die Serbin Milica Gardasevic (6,61 m).
Den Hochsprung der Männer gewann in Gorzow der Grieche Antonios Merlos mit 2,27 Metern, Falk Wendrich (LAZ Soest; 2,18 m) sortierte sich auf Rang fünf ein. Bei den Frauen führte Lamara Distin aus Jamaika ein Trio an, das geschlossen 1,87 Meter überquerte.