| Hustopece

Saisonbestleistungen für Imke Onnen und Falk Wendrich

© Lukasz Szelag
Hochspringerin Imke Onnen legte nach übersprungenen 1,93 Metern am Samstagabend in Hustopece ein paar Freudensprünge hin. Auch Falk Wendrich jubelte über einen gelungenen Sprung über 2,21 Meter. Für ihn waren sogar einige Zentimeter mehr möglich.
Martin Neumann

Als am Samstagabend beim Hochsprungmeeting in Hustopece (Tschechien) die Latte beim dritten Versuch über 1,93 Meter liegenblieb, gab’s für Imke Onnen kein Halten mehr. Sie schlug die Hände vors Gesicht und hüpfte vor Freude mehrere Male in die Höhe Die 31-Jährige von Cologne Athletics hatte sich mit dieser Höhe unter die Top drei des Traditionsmeetings geschoben und ihre Saisonbestleistung um zwei Zentimeter gesteigert.

Bei 1,96 Metern – der Norm für die Hallen-WM Ende März in Torun – waren neben der viermaligen Deutschen Meisterin noch die Zwei-Meter-Springerinnen Eleanor Patterson (Australien) und Lamara Distin (Jamaika) mit von der Partie. Im zweiten Versuch nahm die Australierin diese Höhe blitzsauber. Damit war der Eugene-Weltmeisterin der Sieg in Hustopece nicht mehr zu nehmen. Die erhofften zwei Meter wollten am Samstag aber nicht liegenbleiben.

Imke Onnen: Nächste Station Trinec

Für Imke Onnen und Lamara Distin waren die 1,96 Meter in Hustopece zu hoch. Da die Jamaikanerin 1,93 Meter im ersten Versuch überflog, belegte sie Rang zwei vor der Kölnerin. Bereits am Dienstag (10. Februar) steht für Imke Onnen der nächste Wettkampf in Tschechien an: In Trinec trifft die Deutsche Vizemeisterin erneut auf Eleanor Patterson sowie auf Polens WM-Zweite Maria Zodzik.

Bei den Männern waren bei 2,25 Metern noch ein Dutzend Springer dabei. Mittendrin: Falk Wendrich (LAZ Soest). Der 30-Jährige hatte seine Saisonbestmarke von 2,21 Metern im zweiten Versuch souverän gemeistert. Und auch bei 2,25 Metern war der Soester nicht chancenlos. Speziell der erste Versuch gelang ihm sehr gut. Er touchierte die Latte nur minimal, aber sie fiel trotzdem.  Bei den weiteren beiden Sprüngen waren die Fehlversuche schon deutlicher, sodass er am Ende Platz zehn belegte. Trotzdem bewies Falk Wendrich, dass Höhen jenseits der 2,25 Meter für ihn in diesem Winter möglich sind.

Zweimal 2,30 Meter, zweimal Bestleistung

Die Entscheidung um den Sieg fiel bei 2,30 Metern. Mateusz Kolodziejski (Polen) sprang sich in einen wahren Rausch. Zunächst stellte er mit 2,25 Metern seine Bestleistung ein, dann flog der 23-Jährige im Anschluss über 2,28 und 2,30 Meter. Da er nur zwei Versuche für 2,30 Meter und Naoto Hasegawa (Japan) drei benötigte, stand Mateusz Kolodziejski wenig später als Sieger fest.

Für beide waren im Anschluss 2,32 Meter zu hoch. Der Japaner verzichtete nach einem heftigen Sturz beim Anlaufversuch, bei dem er in den linken Ständer rutschte, auf weitere Sprünge. Trotz des Malheurs war Naoto Hasegawa nicht unzufrieden. Schließlich steigerte der nur 1,78 Meter große Hochspringer seine Hallenbestleistung gleich um neun Zentimeter. Auch im Freien (PB: 2,27 m) ist er noch nicht höher gesprungen. Rang drei ging an Oleh Doroshchuk (Ukraine; 2,28 m). Hallenweltmeister Woo Sanghyeok (Südkorea) verpasste mit 2,25 Metern das Podium.

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