| Straßenlauf

Berliner Halbmarathon mit zahlreichen deutschen Lauf-Assen

Amanal Petros jubelt im Trikot von Hannover 96 mit Stirnband und Handschuhen © SCC Events / Petko Beier
Amanal Petros führt ein starkes Teilnehmerfeld beim Berliner Halbmarathon an. Der 30-Jährige wird am 29. März mit der schnellsten Bestzeit des aktuellen Elitefeldes ins Rennen gehen. Insgesamt sind fünf deutsche Eliteläufer gemeldet, bei den Frauen starten sogar sieben Läuferinnen, die zur deutschen Spitze zählen.
Jörg Wenig

Amanal Petros wird beim Generali Berliner Halbmarathon am 29. März mit Siegchancen ins Rennen gehen. Der 30-jährige Deutsche Rekordhalter führt mit seiner Bestzeit von 59:31 Minuten die derzeitige Elite-Startliste des Rennens an. Vor einem Jahr erreichte der Läufer von Hannover 96 in Berlin bei seinem Rekordrennen als erster Deutscher eine Zeit von unter einer Stunde.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Amanal Petros einen deutschen Läufer am Start haben, der das Vermögen hat, auch ganz vorne mitzumischen, und sind gespannt“, sagte Race-Direktor Mark Milde. Den Veranstaltern ist schon länger bekannt, dass der WM-Zweite im Marathon versuchen möchte, den Europarekord von 58:41 Minuten anzugreifen.

Wackelt der Europarekord?

„Die Zeit ist sogar eine Sekunde schneller als unser Streckenrekord. Aber es ist jetzt noch viel zu früh, über Rekordversuche zu spekulieren. Da muss vieles zusammenpassen“, sagte Mark Milde. Der letzte deutsche Sieg im Männerrennen datiert aus dem Jahr 1993: Damals gewann der Leipziger Carsten Eich mit einer Europarekordzeit von 60:34 Minuten. Damit ist er weiterhin der zweitschnellste deutsche Läufer der Geschichte.

Zu den Favoriten zählen in Berlin neben Amanal Petros auch der Äthiopier Bereket Nega (Bestzeit: 60:03 min) und der kenianische Cross-WM-Dritte von 2024, Benson Kiplangat. Gleich vier weitere Läufer aus der deutschen Spitze werden am 29. März starten: Johannes Motschmann (SCC Berlin Marathon Team; 61:03 min), Simon Boch (61:15 min), Hendrik Pfeiffer (beide Düsseldorf Athletics; 61:28 min) und Sebastian Hendel (SCC Berlin Marathon Team; 61:52 min).

Likina Amebaw führt die Startliste der Frauen an. Der Äthiopierin gelang im vergangenen Jahr ein Durchbruch im Halbmarathon. Die 28-Jährige steigerte sich bei ihrem Sieg in Kopenhagen auf starke 64:44 Minuten. Hoch einzuschätzen sind auch die Kenianerin Veronica Loleo (Bestzeit: 65:46 min) und die erst 19-jährige Äthiopierin Melal Siyoum (67:21 min). Mit der Belgierin Chloe Herbiet (70:04 min) ist zudem die aktuelle Halbmarathon-Europameisterin im Rennen.

Sieben deutsche Läuferinnen im Elitefeld von Berlin

Gleich sieben deutsche Topläuferinnen werden im Rennen mitmischen. Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics), die im vergangenen Jahr als Siebte bereits die deutsche Nummer eins in Berlin war, ist mit ihrem persönlichen Rekord von 67:28 Minuten die schnellste unter ihnen. Sie will sich weiter steigern und könnte wiederum eine sehr starke Platzierung erreichen.

Dies ist auch Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) zuzutrauen, die mehr Potenzial hat als ihre derzeitige Bestzeit von 69:46 Minuten. Alina Reh (SSV Ulm; 68:42 min), Deborah Schöneborn (SCC Berlin Marathon Team; 69:41 min), Hindernis-Spezialistin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier; 69:47 min), Rabea Schöneborn (70:35 min) und Christina Hendel (beide SCC Berlin Marathon Team; 70:38 min) sind die weiteren deutschen Topläuferinnen in Berlin.

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