| Berlin

Sechs Deutsche Hallenmeister in sieben Disziplinen starten beim ISTAF Indoor

© Tilo Wiedensohler
Nach den Deutschen Hallenmeisterschaften ist vor dem ISTAF Indoor in Berlin: Am Freitag geht in der Uber Arena eines der zuschauerstärksten Hallenmeetings des Winters über die Bühne, mehr als 11.000 Tickets sind schon verkauft. In den sieben Disziplinen sind sechs Deutsche Hallenmeister mit von der Partie und messen sich mit der internationalen Elite.
pm/mbn

Das Maß aller Dinge im deutschen Sprint bleibt Owen Ansah (Hamburger SV). Der Deutsche 100-Meter-Rekordler stellte in 6,55 Sekunden über 60 Meter seine Bestzeit ein und schnappte sich bei der Hallen-DM in Dortmund erstmals den Titel über die kürzeste Sprintdistanz. Beim ISTAF Indoor wartet neben anderen Hochkarätern der amtierende Hallenwelt- und -europameister Jeremiah Azu auf ihn. Der britische Schnellstarter reist ebenfalls als frischgebackener nationaler Meister in die Hauptstadt.

Bei den Frauen steht eine Lokalmatadorin im Fokus: Philina Schwartz (Berlin Athletics) stürmte in Dortmund in 7,18 Sekunden zu ihrem ersten Titel über 60 Meter. Mit ihrer Bestzeit aus dem DM-Halbfinale von 7,16 Sekunden ist die 19-Jährige die schnellste Deutsche in diesem Jahr. Am Freitag in der Uber Arena will sie sich bei ihrem ersten Start auf ganz großer Meetingbühne gegen internationale Top-Konkurrenz behaupten.

Kugel-Duo in Top-Form: Ogunleye fordert Schilder

In bärenstarker Form kommt Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) nach Berlin. Die Olympiasiegerin und Deutsche Hallenmeisterin im Kugelstoßen beförderte ihr Arbeitsgerät am Freitagabend in Dortmund auf 20,37 Meter und damit zu einer neuen Bestleistung. Damit könnte es ein Duell auf Weltklasseniveau geben. Denn in Berlin wird sie von der Weltmeisterin und Nummer eins der Hallensaison gefordert: Jessica Schilder. Die Niederländerin führt mit 20,49 Metern die Weltjahresbestenliste an.

Ihren „neunten Streich“ vollendete Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) am Sonntag bei der Hallen-DM. Denn seit 2018 stand die Tokio-Olympiasiegerin bei Deutschen Hallenmeisterschaften ganz oben auf dem Podest. In Berlin trifft sie auf starke Konkurrenz, allen voran auf die beiden Landesrekordlerinnen Pauline Hondema (Niederlande) und Khaddi Sagnia (Schweden).

Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) flog am Samstag in Dortmund zu seinem fünften Hallen-DM-Titel. Mit der Siegeshöhe war der ehemalige EM-Zweite allerdings nicht wirklich zufrieden. So will er am Freitag einige Zentimeter draufpacken und der internationalen Konkurrenz um Halleneuropameister Menno Vloon (Niederlande) Paroli bieten.

Marlene Meier mittendrin im Hürdenspektakel

Mit absoluter Weltklasse bekommt es Hürdensprinterin Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen) in Berlin zu tun. Am Sonntag stürmte sie in Dortmund zu Gold und stellte mit 7,92 Sekunden ihre Bestzeit – erzielt vergangenes Jahr beim ISTAF Indoor in Berlin – ein. In der Uber Arena könnte die Konkurrenz nicht größer sein. Mit 100-Meter-Hürden-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (Schweiz; PB: 7,67 sec), der zweimaligen Europameisterin Nadine Visser (Niederlande; PB: 7,72 sec) und der polnischen Landesrekordhalterin Pia Skrzyszowska (PB: 7,78 sec) bekommt es die Leverkusenerin mit drei Ausnahmeläuferinnen zu tun. 

Kann die Deutsche Hallenmeisterin ein ähnlich starkes Rennen abliefern wie in Dortmund, wäre das auch ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Denn am Samstag – wenige Stunden nach dem Finale in der Uber Arena – feiert Marlene Meier ihren 24. Geburtstag. Bisher sind mehr als 11.000 Tickets für das Leichtathletik-Spektakel verkauft worden. Noch sind Restkarten für alle Kategorien erhältlich. Weitere Informationen zum ISTAF Indoor Berlin finden Sie hier.

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