Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Mehrkampf und Bahngehen der Jugend in Halle/Saale gingen am Samstag die ersten Titel nach Thüringen. Im U20-Bahngehen waren Matti Schmidt und Nika Helene Illing erfolgreich.
Im Bahngehen der U20 wurden am Samstag in Halle/Saale die ersten nationalen Meistertitel 2026 vergeben. Zum Auftakt startete die männliche Jugend U20 in die Titelkämpfe. Über 5.000 Meter entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Matti Schmidt (Erfurter LAC) und Tamino Mittag (TSV Jetzendorf). Der Erstgenannte hatte sich gleich auf der ersten Runde an die Spitze gesetzt, nur gefolgt vom Jetzendorfer. Drei Runden vor dem Ziel folgte der Angriff von Tamino Mittag, der an seinem Konkurrenten vorbeizog. Aber Matti Schmidt ließ sich nicht abschütteln, saugte sich wieder an den Führenden heran und kämpfte wie der Jetzendorfer weiterhin um den Meistertitel. Auf der letzten Runde – auf der Gegengerade – folgte der entscheidende Angriff des Erfurters, der mit einem furiosen Schlusstempo nach 22:50,07 Minuten als Erster über die Ziellinie ging.
„Ich war im vergangenen Jahr ohne DM-Titel geblieben. Deswegen ist der Titelgewinn jetzt umso schöner“, sagte Matti Schmidt, der noch bis Mitte der letzten Woche mit einer Erkältung flach lag. „Danach bin ich wieder langsam ins Training eingestiegen.“ Daher wollte er sich eigentlich erstmal anschauen, was die Konkurrenz macht. Dass er über den Großteil des Rennens für die Führungsarbeit sorgte, war kein Problem. „Das war sogar gut so, denn dadurch konnte ich mir mein Tempo besser einteilen, um mir Körner einzusparen für den Schlussspurt“, erklärte der 18-Jährige. Hinter ihm belegte Tamino Mittag in 22:50,98 Minuten den zweiten Platz. Für eine Überraschung sorgte der erst 15-jährige Alexander Schwarz (ASV Erfurt); er belohnte sich für eine starke Leistung in 23:40,16 Minuten mit der Bronzemedaille.
Nika Helene Illing zieht Tempo an und davon
15 Runden lagen vor den U20-Geherinnen. An der Spitze hatte sich schnell ein Führungstrio mit Mia Bandoly (SCC Berlin), Nika Helene Illing (LSV 1971 Ilmenau) und Maria-Lena Carniel (ASV Erfurt) gebildet. In der vierten Runde ergriff Nika Helene Illing die Initiative und übernahm die Spitzenposition. Ab der Hälfte des Rennens erhöhte der Schützling von Trainerin Julia Henze den Druck und ließ den Abstand zu den beiden Verfolgerinnen immer größer werden.
Allein gegen die Uhr meisterte Nika Helene Illing die letzten Runden. Das Ziel, eine Zeit von unter 14 Minuten, sollte sich aber nicht erfüllen. Sie ging in 14:10,38 Minuten zum Titel. Zweite wurde in neuer persönlicher Bestzeit Mia Bandoly in 14:23,37 Minuten vor Maria-Lena Carniel in 14:42,06 Minuten. „Ich bin schon erleichtert über den Titel. Von der Zeit war es nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Dafür bin ich die erste Runde mit drei, vier Sekunden zu schnell angegangen. Das hat mir dann hinten ein bisschen reingespielt“, erklärte die neue Titelträgerin.
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