| Hallen-WM 2026

Torun Tag 1 | Chase Jackson triumphiert, Ogunleye auf Platz fünf

© Torben Flatemersch
Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye hat am Freitag bei der Hallen-WM in Torun Platz fünf belegt. Ihre beste Weite von 19,46 Metern gelang ihr gleich im ersten Durchgang. Zur Hallen-Weltmeisterin krönte sich Chase Jackson. Die zweimalige Freiluft-Weltmeisterin entthronte Sarah Mitton aus Kanada, die zuvor zweimal unter dem Hallendach triumphiert hatte.
Svenja Sapper

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Vier Kugelstoßerinnen hatten im Vorfeld der Hallen-WM die 20-Meter-Marke übertroffen. Am Freitagabend in Torun (Polen) gelang das jedoch nur einer von ihnen: Chase Jackson. Die US-Amerikanerin, Freiluft-Weltmeisterin von 2022 und 2023, wuchtete ihr Arbeitsgerät im vierten Durchgang auf 20,14 Meter. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nicht, dass bereits ihr zweiter Stoß auf 19,96 Meter Gold wert gewesen wäre.

Diese Weiten hat auch Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) in dieser Saison bereits angeboten. In Torun startete sie mit einem guten Versuch auf 19,46 Meter, mit dem sie nach dem ersten Durchgang auf Rang zwei lag. In den folgenden Runden konnte sie jedoch nichts mehr draufpacken und fiel auf Platz fünf zurück. Damit war sie einmal mehr mittendrin in der Weltklasse, der erhoffte Ausreißer in Richtung Medaille blieb allerdings aus.

Axelina Johansson überrascht mit Bronze

Überraschend ging auch Freiluft-Weltmeisterin Jessica Schilder leer aus. Die Niederländerin haderte mit ihrer Technik und konnte sich einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag kein nachträgliches Geschenk machen. Mit 19,63 Metern wurde die Europameisterin, die beim ISTAF Indoor vor zwei Wochen noch mit 20,69 Metern geglänzt hatte, Vierte. Silber ging mit 19,78 Metern an Titelverteidigerin Sarah Mitton aus Kanada. Als Bronzemedaillengewinnerin sprengte überraschend Axelina Johansson mit schwedischem Landesrekord von 19,75 Metern das favorisierte Quartett.

Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge), die erst vor einer Woche den EA-Wurf-Cup in Nikosia (Zypern) gewonnen hatte, wurde Zehnte. Mit 18,56 Metern stieß sie 24 Zentimeter weiter als vergangene Woche bei ihrem ersten Freiluft-Wettkampf der Saison, kam aber nicht an ihre Saisonbestleistung von 19,02 Metern aus Rochlitz heran. 

Stimmen zum Wettbewerb: 

Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim)
"Mit 19-einhalb Metern muss ich mich nicht verstecken. Es hat Spaß gemacht, den Mädels heute zuzugucken. Es war heute die Zeit einer anderen Athletin. Das gehört zum Sport dazu. Das Ergebnis wird jetzt verarbeitet, abgehakt und dann geht's in die Sommersaison. Natürlich will man bei einer Weltmeisterschaft den Ausreißer nach oben haben, aber auch das ist kein Selbstläufer. Dazu gehört viel hartes Training und man muss einen kühlen Kopf bewahren. Es war ein megahartes Feld heute und wir haben uns gut geschlagen. Wir gehen mit einem guten Gefühl raus und mit dem Wissen, dass ich im Sommer wieder neu angreifen kann. Was ich auf jeden Fall mitnehmen kann, ist, dass es sich gelohnt hat, die technische Umstellung zu wagen. Die 20,37 Meter von Dortmund waren ein Fingerzeig, wo es hingehen soll." 

Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge)
"Schwierig, muss ich sagen. Ich bekomme die Leistung aktuell noch nicht vom Training in den Wettkampf rein. Ich habe am Ende ein bisschen den Faden verloren, die Lockerheit verloren. Es war ein Wettkampf zum Lernen. Das Ziel ist natürlich, irgendwann da vorne mitstoßen zu können." 

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