Am finalen Tag der Hallen-WM in Torun (Polen) sind die Hürdensprinterinnen gefragt. Maximal drei Runden steht für das Feld mit Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Ricarda Lobe (MTG Mannheim) auf dem Programm. Hier lesen Sie, wie sich das Duo geschlagen hat.
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Frauen
Marlene Maier auf den Spuren von Cindy Roleder
60 Meter Hürden | Halbfinals
Genauso wünscht sich jede Athletin und jeder Athlet einen Saisonhöhepunkt: Bestzeit wenn es drauf ankommt. Das gelang Marlene Maier (TSV Bayer 04 Leverkusen) im ersten der drei Halbfinals. Die 24-Jährige, die im vergangenen Jahr schon ins Finale der Hallen-EM gestürmt war, gab bis zum letzten Meter alles und wurde dafür mit einer Bestzeit belohnt. Die Steigerung um eine Hundertstel auf 7,91 Sekunden sollte am Ende entscheidend sein.
Als Dritte ihres Rennens nahm die 24-Jährige auf einem der beiden „Hot-Seats“ Platz, reserviert für die beiden Zeitschnellsten der drei Läufe, die noch einen Platz im Finale ergattern. Von dort aus verfolgte sie die beiden weiteren Halbfinals, mit Happy-End. Als insgesamt Achtschnellste zog die Deutsche Meisterin in den Endlauf ein. Mit Cindy Roleder (SV Halle) hatte das zuletzt 2018 eine DLV-Hürdensprinterin bei einer Hallen-WM geschafft.
Ein enges und pfeilschnelles Finale kündigten die Leistungen der Favoritinnen an. Titelverteidigerin und Hallen-Weltrekordlerin Devynne Charlton (Bahamas) trommelte 7,74 Sekunden auf die Bahn. Die Polin Pia Skrzyszowska und Freiluft-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (Schweiz) sprinteten 7,76 Sekunden, Nadine Visser (Niederlande) und Megan Simmonds (Jamaika) liefen 7,82 Sekunden.
60 Meter Hürden | Vorläufe
Marlene Meier im Halbfinale, Ricarda Lobe scheitert knapp
Die Hürdensprinterinnen bestritten am Sonntagmittag die letzte Vorentscheidung bei der Hallen-WM in Torun. In sechs zum Teil sehr engen Vorläufen wurden die 24 Halbfinalistinnen gesucht. Souverän meisterte Marlene Meier die „Vorlauf-Hürde“. Mit 7,96 Sekunden lief die 24-Jährige in ihrem Vorlauf über 60 Meter Hürden auf Rang zwei und buchte damit direkt das Finalticket.
Ganz dicht dran am Halbfinale war auch Ricarda Lobe (MTG Mannheim). Die 31-Jährige lief wie insgesamt neun Hürdensprinterinnen zwischen 8,00 und 8,05 Sekunden. Mit auf die Tausendstel exakten 8,030 Sekunden fehlten der Deutschen Hallenvizemeisterin neun Hundertstel, um sich über die Zeit für das Halbfinale am Sonntagabend zu qualifizieren.
An der Spitze sorgte das favorisierte Quartett für die Top-Zeiten: Nadine Visser (Niederlande) und Weltrekordlerin Devynne Charlton (Bahamas) liefen jeweils 7,82 Sekunden, dahinter folgten Freiluft-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (Schweiz) und Lokalmatadorin Pia Skrzyszowska (Polen) mit jeweils 7,84 Sekunden.
Stimme zum Wettbewerb:
Ricarda Lobe (MTG Mannheim)
„Ich habe mich schon im Warmup nicht so gut gefühlt, ich hatte Probleme an die erste Hürde ranzulaufen. Diesen Fehler nimmt man dann mit zu den nächsten Hürden und kann hinten heraus nicht mehr viel machen. Dann fehlt am Ende diese eine Hundertstel zum Weiterkommen. Da ist ärgerlich, zumal es eine schnelle Bahn ist. Ich wäre supergern im Halbfinale gestartet, nun probiere ich, heute Nachmittag noch einmal die gute Stimmung in der Halle aufzusaugen. Emotional war es ein riesiger Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, dass ich in dieser Hallensaison nach neun Jahren wieder unter acht Sekunden gelaufen bin. Dieses gute Gefühl nehme ich mit in die Sommersaison.“