| Hallen-WM 2026

Torun Tag 3 | Marlene Meier stürmt bei WM-Premiere auf Rang sieben

© Torben Flatemersch
Sie musste lange zittern und wurde am Ende mit dem Platz im Hallen-WM-Finale über 60 Meter Hürden belohnt. Dort legte Marlene Meier gleich noch einmal nach, steigerte binnen einer Stunde ihre Bestzeit zum zweiten Mal und wurde Siebte. An der Spitze veredelte die Weltmeisterin ihren Titel mit einem Weltrekord.
Martin Neumann

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Das war eine aufregende Stunde für Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen). Erst das lange Warten auf dem „Hot Seat“, dann die Gewissheit, das WM-Finale mit Bestzeit (7,91 sec) erreicht zu haben. Eine knappe Stunde später ging es dann wieder in den Startblock – und Marlene Meier lieferte bei ihrem ersten WM-Start erneut ab. Mit 7,90 Sekunden stürmte sie in ihrem ersten globalen Finale auf Rang sieben. Damit steigerte sie ihre Bestzeit wie bereits im Halbfinale um eine Hundertstel. Mit Cindy Roleder (SV Halle) stand zuletzt 2018 eine DLV-Hürdensprinterin bei einer Hallen-WM im Endlauf.

Die Leverkusenerin erwischte einen von vorn bis hinten sauberen Lauf, konnte in der zweiten Streckenhälfte ihre Stärke ausspielen und sich auf die Tausendstel genau zeitgleich mit Denisha Cartwright (Bahamas; 7,898 sec) Rang sieben sichern. Damit beendete die 24-Jährige eine starke Hallensaison mit gleich drei neuen Bestzeiten.

An der Spitze egalisierte Hallenweltrekordlerin Devynne Charlton (Bahamas) mit 7,65 Sekunden exakt ihre eigene Bestmarke. Zunächst hatten die Anzeigetafeln sogar 7,64 Sekunden angezeigt. Dahinter entschieden fünf Tausendstel über Silber und Bronze. Mit 7,73 Sekunden hatte Nadine Visser (Niederlande) das bessere Ende für sich vor der polnischen Rekord laufenden Pia Skrzyszowska, für die ebenfalls 7,73 Sekunden gestoppt wurden. Ohne Medaille blieb Tokio-Weltmeisterin Ditaji Kambubdji (Schweiz; 7,75 sec).

Stimme zum Wettbewerb: 

Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen)
„Als Sitzsack war der Hot Seat sehr gemütlich, als Hot Seat nicht. Man will da einfach nicht sitzen und zwei unfassbar schnelle Rennen abwarten. Ich habe die ganze Zeit nur gehofft, dass es für das Finale reicht und habe es die ganze Zeit wie ein Mantra in meinem Kopf aufgesagt. Zum Glück hat es am Ende gereicht. Im Finale habe ich mich super gefühlt, von vorn bis hinten. Da ist mir auch zugutegekommen, dass ich 2025 bei der Hallen-EM auch schon im Finale stand. Dazu kommen die vielen Meetings, die ich bestreiten durfte. Schon da saß ich oft mit schnellen Mädels im Callroom. In diesen Situationen hat mich das vergangene Jahr extrem weitergebracht. Vom Kopf her habe ich mich gefühlt, als würde ich hierhingehören.“

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