| Frankreich

Bester Saison-Einstieg – Christina Honsel meistert 1,94 Meter

Christina Honsel hebt die Hände und applaudiert in Richtung Publikum © Theo Kiefner
Die Freiluftsaison 2026 hat für Hochspringerin Christina Honsel vielversprechend begonnen: Beim Challenger-Meeting in Pierre-Bénite bei Lyon überquerte sie 1,94 Meter. So hoch kam sie zuvor noch nie im ersten Wettkampf der Saison. Für einen Paukenschlag sorgte außerdem ein Weitsprung-Talent aus Kuba.
Svenja Sapper

Die Hallensaison hatte Hochspringerin Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) noch verletzungsbedingt frühzeitig beendet und auch für den Einstieg in die Freiluftsaison einen späteren Termin gewählt, um hundertprozentig fit ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können. Ein Schritt, der sich bezahlt machte: Die 28-Jährige legte am Samstag in Pierre-Bénite vor der Toren der französischen Stadt Lyon den besten Saison-Einstieg ihrer Karriere hin und überquerte 1,94 Meter. 

Damit übernahm sie nicht nur die Führung in der deutschen Jahresbestenliste, sondern erfüllte auch in diesem Jahr die EM-Norm, die bei genau diesen 1,94 Metern steht. Die geforderte Höhe hatte sie 2025 bereitshe bereits mehrfach übersprungen, nicht zuletzt bei ihrer Zwei-Meter-Premiere in Heilbronn Anfang August. Für sie war es der beste Saison-Einstieg ihrer Karriere, im zurückliegenden Jahr hatten für sie beim ersten Freiluft-Wettkampf 1,91 Meter zu Buche gestanden. 

In Pierre-Bénite musste die Deutsche Meisterin sowohl bei 1,85 Metern als auch bei 1,91 Metern in den dritten Versuch, bewies jedoch Nervenstärke. Über die 1,94 Meter floppte sie anschließend gleich im ersten Anlauf. Damit siegte sie vor der Französin Solène Gicquel (1,91 m) und der Slowenin Lia Apostolovski (1,88 m). "Die vergangenen paar Monate waren nicht immer einfach, was dieses Ergebnis umso wertvoller macht", resümierte Christina Honsel bei Instagram. "Es hat sich gelohnt zu warten und meinem Körper ein bisschen Zeit zu geben."

U20-Weltrekord im Weitsprung

Aus internationaler Sicht sorgte vor allem ein Weitsprung-Talent für Furore. Der 19 Jahre alte Kubaner Jorge Hodelin flog in seinem zweiten Versuch bei idealem Rückenwind auf 8,46 Meter und erzielte damit – vorbehaltlich Ratifizierung – einen neuen U20-Weltrekord. Die bisherige, erst zwei Jahre alte Bestmarke von Weltmeister Mattia Furlani (Italien), die dieser auf dem Weg zu EM-Silber 2024 aufgestellt hatte, steigerte er um acht Zentimeter. Zweiter wurde der Franzose Erwan Konate mit 7,88 Metern. 

Im Weitsprung der Frauen überraschte die Französin Rogilia-Chriss Bissemo mit einer Steigerung auf 6,80 Meter. Damit hielt sie Marthe Koala (Burkina Faso; 6,75 m) und ihre Landsfrau Yanis David (6,70 m) in Schach. Den Stabhochsprung machten drei Franzosen unter sich aus: Thibaut Collet siegte mit 5,82 Metern vor den höhengleichen Anthony Ammirati und Zackaria Dia, der mit seinen gerade 18 Jahren zu den Favoriten bei der U20-WM in Eugene (USA; 5. bis 9. August) zählen wird. 

Zu den kompletten Ergebnissen

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