| Halbmarathon Berlin

59:22 Minuten! Aufholjagd von Amanal Petros mit Deutschem Rekord belohnt

Amanal Petros überquert mit aufgerissenem Mund das Zielband © SCC Events / Petko Beier
Das Wochenende der Lauf-Rekorde geht weiter! Beim Halbmarathon in Berlin hat Amanal Petros am Sonntag seinen Deutschen Rekord um neun Sekunden gesteigert. In 59:22 Minuten kam er als Dritter ins Ziel. Nachdem er zwischenzeitlich den Anschluss verloren hatte, konnte er auf den letzten Kilometern einige Läufer wieder einsammeln.
Svenja Sapper

Vor einem Jahr hatte Amanal Petros (Hannover 96) beim Berliner Halbmarathon Geschichte geschrieben: Als erster Deutscher blieb er unter der Marke von einer Stunde. Am Sonntag schrieb der WM-Zweite im Marathon das nächste Kapitel seiner Rekord-Geschichte. In 59:22 Minuten verbesserte er seinen Deutschen Rekord um weitere neun Sekunden. Damit wurde er bei windigen Bedingungen Dritter des Berliner Halbmarathons. 

Dabei hatte es zwischenzeitlich so ausgesehen, als wären weder das Podium noch die Rekordmarke in Reichweite: Nach zehn Kilometern lag der 30-Jährige mit 18 Sekunden Rückstand auf die Führenden auf Rang zehn. Den Anschluss zu Michael Temoi (Kenia), als Nummer eins gemeldet, und seinen ersten Verfolgern, schien er verloren zu haben. Doch dann bekam Amanal Petros die zweite Luft und holte Schritt für Schritt auf. Auf den letzten fünf Kilometern stürmte er an mehreren Läufern vorbei, zuletzt auch am Schweizer Dominic Lobalu, der lange auf Podiumskurs gelegen hatte. 

An der Spitze gab es ein kleines Kuriosum: Dennis Kipkemoi (Kenia), eigentlich als Tempomacher im Einsatz, brachte das Rennen nicht nur zu Ende, sondern hätte es fast gewonnen. Erst auf den letzten Metern ließ er seinem Landsmann Andrea Kiptoo den Vortritt, für beide wurden 59:11 Minuten gestoppt. Dominic Lobalu kam als Vierter eine Sekunde hinter Amanal Petros ins Ziel. 

Auch die weiteren Deutschen stark

Neben Amanal Petros präsentierten sich einige andere deutsche Läufer in guter Form. Auf Platz 22 lief Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) mit 61:33 Minuten nur um fünf Sekunden an seiner Bestzeit vorbei. Er kam direkt vor Johannes Motschmann (SCC Berlin; 61:47 min) ins Ziel, auf Platz 26 folgte Nils Voigt (TV Wattenscheid 01; 62:29 min). 

Siegerin bei den Frauen wurde die äthiopische Favoritin Likina Amebaw in 65:07 Minuten. Sie gewann vor Daisilah Jerono (65:21 min) und Veronica Loleo (beide Kenia; 65:35 min). Auf Platz fünf folgte Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics), die eine Punktlandung hinlegte: In 67:25 Minuten verbesserte sie ihren Hausrekord um drei Sekunden und hielt knapp die belgische Europameisterin Chloé Herbiet (65:32 min) in Schach. 

Als zweitbeste Deutsche bejubelte Eva Dieterich (LAV Stadtwerke Tübingen) an ihrem 27. Geburtstag eine deutliche neue Bestzeit: In 67:56 Minuten unterbot sie bei ihrem erst vierten Halbmarathon erstmals die 68 Minuten und wurde Siebte. Damit verdrängte sie Uta Pippig in der ewigen deutschen Bestenliste auf Rang fünf. Ebenfalls in die Top Ten schaffte es als Neunte Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg; 68:35 min). Auch Hindernis-Spezialistin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) glänzte in 68:59 Minuten mit neuer Bestzeit und einem Platz in Deutschlands ewigen Top Ten. 

Update folgt!

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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