| Diamond League Rabat

Frederik Ruppert zurück auf Rekord-Bahn, Wiedersehen mit Thomas Röhler

© Diamond League AG
Zwei Rückkehrer stehen aus DLV-Sicht im Mittelpunkt des Diamond League-Meetings am Sonntag in Rabat. Frederik Ruppert hat im vergangenen Jahr in Marokkos Hauptstadt den Deutschen Rekord über 3.000 Meter Hindernis pulverisiert. Speerwerfer Thomas Röhler meldet sich nach sieben Jahren zurück in der höchsten Meeting-Kategorie. Vertreten sind die DLV-Farben außerdem im Diskuswurf und Hochsprung der Frauen.
Jan-Henner Reitze

Es war der Anfang einer Serie von Deutschen Rekorden durch DLV-Läufer in der vergangenen Diamond-League-Saison: Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) steigerte sich im vergangenen Jahr in Rabat (Marokko) um mehr als 13 Sekunden, kratzte in 8:01,49 Minuten sogar am Europarekord (8:00,09 min) und überraschte als Zweiter. Noch schneller war nur der Lokalheld und zweimalige Olympiasieger Soufiane El Bakkali (Marokko; 8:00,70 min).

Beide treffen bei der diesjährigen Ausgabe des Meetings am Sonntag (31. Mai) wieder aufeinander. Frederik Ruppert hatte Ende März über 10.000 Meter (27:24,53 min) schon eine starke Form bewiesen, bei der WM im vergangenen Sommer waren mit Platz zwölf nicht alle Träume in Erfüllung gegangen. Soufiane El Bakkali hatte sich in dem Rennen, das durch einen schnellen Abschluss-Kilometer entschieden wurde, nach zwei WM-Titeln in Folge wieder mit Silber begnügen müssen. Überraschungs-Weltmeister Geordie Beamish (Neuseeland) ist ebenfalls für das Meeting verpflichtet worden. Auch der WM-Dritte Edmund Serem (Kenia) hat zugesagt.

Nach sieben Jahren zurück auf der Diamond League-Bühne

Speerwerfer Thomas Röhler (LC Jena) hat schon zehn Diamond-League-Meetings gewonnen, stand zuletzt im Sommer 2018 in Eugene (USA) ganz oben, in der Saison, in der er auch Europameister wurde. An einem Diamond League-Meeting teilgenommen hat der 34-Jährige zuletzt 2019 in Zürich (Schweiz). Zu diesem Zeitpunkt begannen auch langjährige Verletzungsprobleme, die den Olympiasieger von 2016 immer wieder ausbremsten.

Obwohl der Athlet mit einer Bestleistung von 93,90 Metern bis auf eine WM-Medaille schon alles gewonnen hat, blieb die Leidenschaft für den Speerwurf auch in den vielen schwierigen Jahren. Behutsam ist die Belastbarkeit wieder so groß geworden, dass der Speer zum Saisonauftakt in Nairobi (Kenia) auf 83,33 Meter geflogen ist. Seine größte Weite seit 2019 hat internationale Klasse und Thomas Röhler fühlt sich fit, um sich wieder in der höchsten Meetingserie zu messen.

Er reist mit der viertbesten Saisonbestleistung im Feld nach Rabat. Schon 89,37 Meter hat Rumesh Tharanga (Sri Lanka) rausgehauen, der auch in Nairobi (89,28 m) gewann. Ansonsten haben sich viele „alte Bekannte“ von Thomas Röhler angekündigt: Der amtierende Weltmeister Keshorn Walcott (Trinidad & Tobago), der Weltmeister von 2019 und 2022 Anderson Peters (Grenada), Europameister Jakub Vadlejch (Tschechische Republik) und der Weltmeister von 2015 Julius Yego (Kenia).

Shanice Carft und Marike Steinacker im Diskus-Wettbewerb

Im Diskuswurf der Frauen gehören Shanice Craft (SV Halle) und Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen) zu den Herausforderinnen von Seriensiegerin Valarie Sion, geb. Allman (USA). Im Hochsprung steht Imke Onnen (Cologne Athletics) wieder am Anlauf, genauso die Siegerin des Meetings am vergangenen Wochenende in Xiamen (China) Yuliya Levchenko (Ukraine). Ihren Saisoneinstieg hat diesmal auch Weltrekordlerin und Olympiasiegerin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) angekündigt.

Über 200 Meter der Frauen treffen wieder Shericka Jackson (Jamaika) und Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) aufeinander. Bei den Männern sind die Olympiasieger von 2024 Letsile Tebogo (Botswana) und 2021 Andre de Grasse (Kanada) dabei. Im Feld der 1.500-Meter-Läufer sind schon sieben Athleten unter 3:30,00 Minuten geblieben, der bisher schnellste ist der Franzose Azeddine Habz (3:27,49 min). Über 800 Meter startet Weltmeister Emmanuel Wanyoni (Kenia) über seine Spezialstrecke in die Sommersaison.

Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus Rabat beginnt am Sonntag, 31. Mai um 19.45 Uhr. Eine Zusammenfassung wird im Anschluss des Meetings auf sportschau.de veröffentlicht.

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