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Klosterhalfen steigert Deutschen 10-Kilometer-Rekord, Pfeiffer pulverisiert Bestzeit

Porträt der lächelnden Konstanze Klosterhalfen © Gladys Chai von der Laage
Konstanze Klosterhalfen hat es wieder getan: Beim 10-Kilometer-Rennen in Laredo (Spanien) hat die Leverkusenerin wie im Vorjahr einen Deutschen Rekord aufgestellt. Mit 30:37 Minuten war sie neun Sekunden schneller als 2025. Wenige Sekunden hinter ihr überzeugte Esther Pfeiffer mit einer starken neuen Bestzeit, während Siegerin Klara Lukan europäische Laufgeschichte schrieb.
Jörg Wenig/mbn

Der spanische Küstenort Laredo bleibt für Konstanze Klosterhalfen ein „rekordverdächtiges Pflaster“. Die Langstrecklerin vom TSV Bayer 04 Leverkusen steigerte am Samstagabend ihren eigenen Deutschen 10-Kilometer-Rekord (vorbehaltlich Ratifizierung) als Zweite um neun Sekunden auf 30:37 Minuten. Die alte Bestmarke hatte die 29-Jährige an selber Stelle vor einem Jahr aufgestellt.

Konstanze Klosterhalfen ging das Rennen in Laredo umgeben von vielen ambitionierten Läufern des Männerfeldes mutig an. Bei fünf Kilometern zeigten die Uhren 15:14 Minuten an, das Tempo Richtung Deutscher Rekord stimmte also. An ihren Fersen: Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics). Die Deutsche Halbmarathonmeisterin hatte zur Rennhalbzeit nur einen Rückstand von drei Sekunden auf die 5.000-Meter-Europameisterin von 2022. Dieser Rückstand wurde bis zum Ziel nicht viel größer. Acht Sekunden hinter der Leverkusenerin steigerte Esther Pfeiffer ihre Bestzeit deutlich um 54 Sekunden auf 30:45 Minuten. Damit blieb auch sie als Dritte eine Sekunde unter der alten Rekordmarke. Schon beim Berliner Halbmarathon Ende März hatte die Düsseldorferin mit einer neuen Bestzeit von 67:25 Minuten überzeugt.

Klara Lukan als erste Europäerin unter 30 Minuten

Mit diesen starken Zeiten musste sich das deutsche Duo am Samstag im Rennen ohne afrikanische Topläuferinnen nur einer Konkurrentin geschlagen geben: Klara Lukan. Die 25-jährige Slowenin gewann das Rennen deutlich mit einem Europarekord von 29:50 Minuten. Damit ist sie die erste europäische Läuferin, die auf der Straße über 10 Kilometer eine Zeit von unter 30:00 Minuten erreicht hat. In diesem Jahr ist dies bei den Frauen bereits der vierte 10-Kilometer-Europarekord. Im Februar war die Britin Megan Keith in Castellon (Spanien) 30:07 Minuten gelaufen.

Auch bei den Männern gab es in Laredo einen deutlichen Sieger. Der Äthiopier Biniam Mehary gewann das Rennen in hochklassigen 26:55 Minuten. Im Ziel hatte er exakt eine Minute Vorsprung auf sei seinen Landsmann Hagos Eyob (27:55 min). Dritter wurde der Brite Rory Leonard mit 27:57 Minuten. Insgesamt blieb in Laredo in einer in der Breite stark besetzten Rennen 23 Läufer unter 28:30 Minuten, bei den Frauen 14 Läuferinnen unter 32:30 Minuten.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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