| Gaborone

Tag 2 | Die World Relays von Rennen zu Rennen

© Maria Grunack
In Botswanas Hauptstadt Gaborone geht's am Wochenende rund: Bei den World Relays kämpfen über 4x100 und 4x400 Meter 40 Nationen mit rund 700 Athletinnen und Athleten um die ersten Tickets zur WM 2027 in Peking (China). Am Sonntag sind in vier von sechs Finals deutsche Staffeln vertreten. Für die 4x400-Meter-Staffel der Männer und die 4x400-Meter-Mixed-Staffel geht's in der Repechage um die zweite WM-Chance.
Svenja Sapper

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Frauen

4x100 Meter | Finale 

Start: 16:24 Uhr
DLV-Team: Viola John (LG Brillux Münster), Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01), Gina Lückenkemper (SCC Berlin)

 


4x400 Meter | Finale

Start: 16:40 Uhr
DLV-Team: Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg), Luna Bulmahn (VfL Wolfsburg), Annkathrin Hoven (TSV Bayer 04 Leverkusen), Irina Gorr (TSV Gräfelfing)

 

Männer

4x100 Meter | Finale

Start: 16:32 Uhr
DLV-Team: Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), Marvin Schulte (ASV Köln), Owen Ansah (Hamburger SV), Lucas Ansah-Peprah (Hamburger SV)

 


4x400 Meter | Runde 2

Deutsches Quartett in chaotischem Rennen auf Platz fünf

Nach einem starken Vorlauf am Samstag startete das deutsche Quartett hoffnungsvoll ins zweite Rennen. Wie im Vorlauf saß zunächst Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg) im Startblock, der anfangs nur den Spanier David Garcia ziehen lassen musste. Auch Nigeria und der Senegal mischten ganz vorne mit. Der Wechsel auf Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) verlief jedoch nicht optimal, sodass der Niedersachse sich plötzlich auf dem letzten Platz wiederfand und das Feld von hinten aufrollte. Er überholte den Dänen Neloo Falck und machte einige Meter gut, während sich die führenden Staffeln aus Nigeria, Spanien und Jamaika auf der Zielgeraden eine Rangelei lieferten. 

Manuel Sanders (TV Wattenscheid 01) gab trotz der Extra-Meter, die er laufen musste, sein Bestes, um die Lücke nach vorn zu schließen. Während der Kenianer Erastus Mbaluka stürzte und der Däne Christoffer Banke Jørgensen verletzungsbedingt abreißen lassen musste, kam er etwas näher an die Führenden heran, konnte aber nicht mehr vollends aufschließen. Auch Schlussläufer Owe Fischer-Breiholz (Königsteiner LV) konnte den fünften Platz zwar verteidigen, aber Rang zwei, der dem DLV-Team die WM-Qualifikation beschert hätte, war außer Reichweite. 3:02,21 Minuten – sicher nicht das, was sich die DLV-Langsprinter nach dem starken Vorlauf vorgestellt hatten. 

In der ersten Runde war das Quartett mit 3:00,04 Minuten mehr als zwei Sekunden schneller unterwegs gewesen. In diesen Regionen bewegten sich die Japaner (3:00,19 min) als Schnellste der zweiten Qualifikationsrunde. Außerdem qualifizierten sich als Zweite des ersten Laufes die Brasilianer. Den Lauf, in dem auch das deutsche Team dabei war, gewann mit einem starken Finish der Senegal (3:01,28 min) vor Spanien (3:01,37 min). 
 

Mixed

4x100 Meter | Finale

Start: 16:05 Uhr
DLV-Team: Yannick Wolf (Munich Athletics), Chelsea Kadiri (Sprintteam Wetzlar), Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar), Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim)

 


4x400 Meter | Runde 2

DLV-Team kratzt am Deutschen Rekord

Mit zwei Veränderungen in der Aufstellung ging das deutsche Mixed-Quartett in die zweite Qualifikationsrunde: Skadi Schier (SCC Berlin) und Jana Lakner (LG Telis Finanz Regensburg) ersetzten Luna Bulmahn (VfL Wolfsburg) und Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg). Wie im Vorlauf eröffnete Tyrel Prenz (SC Potsdam) das Rennen. Er bewies auf der Zielgeraden gutes Stehvermögen und wechselte in aussichtsreicher Position auf Skadi Schier, die sich auf der Gegengeraden auf Platz drei einsortierte. 

In der letzten Kurve packte die Berlinerin ihr Kämpferherz aus und schob sich noch an den Staffeln aus Nigeria und Südafrika vorbei auf Platz eins. So übernahm Florian Kroll (LG Osnabrück) das Staffelholz ganz knapp als Führender vor Nigeria. Der Osnabrücker schlug ein flottes Tempo an und versuchte, sich von den Verfolgern zu lösen. Doch sowohl Chidi Osekie (Nigeria) als auch Bradley Maponyane (Südafrika) konnten kontern. Florian Kroll hielt gut mit und übergab den Stab als Dritter in Schlagdistanz zu den beiden führenden Staffeln. 

Jana Lakner präsentierte sich ebenfalls stark: Sie blieb bis zum Schluss dran und startete auf der Zielgeraden noch eine Attacke. Südafrika holte sich in 3:12,77 Minuten den Sieg, Platz zwei rettete ganz knapp Nigerias erfahrene Schlussläuferin und mehrmalige Afrikameisterin Patience George. Für das deutsche Quartett wurden 3:12,99 Minuten gestoppt. Damit fehlten nur fünf Hundertstelsekunden zum fünf Jahre alten Deutschen Rekord. Für das WM-Ticket reichte Rang drei leider nicht, dafür hätte das DLV-Quartett auf Platz zwei laufen müssen. Jedoch haben die deutschen Langsprinterinnen und -sprinter über die Rangliste noch eine Chance auf die Qualifikation. 
 

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