Mit einer starken Leistung ist Christopher Linke erster Deutscher Rekordhalter im Halbmarathon-Gehen geworden. Mit 1:23:46 Stunden blieb der Frankfurter am Freitag in Podebrady klar unter der Vorgabe von 1:26:15 Stunden. Auch Leo Köpp und Geburtstagskind Frederick Weigel gingen schnelle Zeiten.
Der erste Deutsche Rekordhalter (vorbehaltlich Ratifizierung) im Halbmarathon-Gehen heißt Christopher Linke. Als der 37-Jährige am Freitagabend beim Traditionsmeeting in Podebrady (Tschechien) als Dritter den Zielstrich überquerte, ballte er die Faust zum Jubel. Denn mit 1:23:46 Stunden blieb der Geher von Eintracht Frankfurt klar unter der Rekord-Vorgabe von 1:26:15 Stunden. Auf der für Geher neu eingeführten Distanz sind seit dem 1. April Deutsche Rekorde möglich.
Christopher Linke ging in Podebrady konsequent in der Spitzengruppe mit und musste nur zwei Konkurrenten ziehen lassen. An der Spitze legte Francesco Fortunato die letzten Kilometer als Solist zurück. Der Italiener, der vor vier Wochen die Team-WM in Brasilia gewonnen hatte, siegte mit exakt 1:23:00 Stunden und darf sich damit Europarekordler nennen. Auf den zweitplatzierten Caio Bonfim (Brasilien) machte Christopher Linke auf der letzten Runde noch einige Meter gut. Doch der Olympia-Zweite rettete sechs Sekunden Vorsprung auf den Frankfurter ins Ziel.
Leo Köpp bleibt deutlich unter EM-Norm
Auf Rang sieben bestätigte auch Leo Köpp (LG Nord Berlin) seine starke Form. Mit 1:24:27 Stunden blieb der Team-WM-Vierte ebenfalls deutlich unter der EM-Norm für Birmingham von 1:26:15 Stunden. Als 16. mit 1:27:30 Stunden fehlten Frederick Weigel (OSC Potsdam) 75 Sekunden zur Birmingham-Vorgabe. Trotzdem beschenkte er sich an seinem 21. Geburtstag selbst in Form einer neuen Bestzeit und der EM-Leistungsbestätigungsnorm.
Unter 90 Minuten blieb auch erstmals Jassam Abu El Wafa (SV Halle): Mit 1:29:08 Stunden ging der 21-Jährige auf Rang 28. Seine Bestzeit steigerte er dabei gleich um zweieinhalb Minuten. Youngster Nick Joel Richardt (SV Halle) erreichte das Ziel nicht. Der 19-Jährige wurde disqualifiziert. Johannes Frenzl (Eintracht Frankfurt) hatte auf einen Start verzichtet.
Lena Sonntag schnellste Deutsche
Bei den Frauen gingen die schnellsten deutschen Starterinnen auf die Plätze 21 und 22. Die Deutsche Meisterin Lena Sonntag (SC Potsdam) steigerte ihre Bestzeit auf 1:43:06 Stunden, dahinter folgte Anna-Maria Gabriel (OSC Potsdam) mit 1:44:00 Stunden und ebenfalls neuer Bestzeit. Julia Schmidt SpVgg (Niederaichbach) belegte mit 1:51:52 Stunden Rang 31. Kylie Garreis (LG Vogtland) und Tabea Kiefer (Eintracht Frankfurt) erreichten das Ziel nicht. An der Spitze setzte sich Kimerberly Garcia Leon (Peru) souverän durch. Die zweifache Weltmeisterin von 2022 gewann mit 1:31:44 Stunden vor Antonella Palmisano (Italien; 1:32:21 h).
Für das beste Ergebnis in den Jugendklasse sorgte aus deutscher Sicht Mia Bandoly. Die 18-Jährige vom SCC Berlin blieb als Zehnte über 10 Kilometer mit 49:41 Minuten erstmals unter der 50-Minuten-Marke und riss im Ziel lächelnd die Arme in die Höhe. Bei ihrem möglichen Saisonhöhepunkt, der U20-WM Anfang August in Eugene (USA), stehen allerdings 5.000 Meter auf der Bahn auf dem Programm. An der Spitze der U20 führte Serena di Fabio mit 43:28 Minuten einen Dreifachsieg Italiens an. Dahinter folgten Rebeca D’Allessandro (45:51 min) und Francesca Buselli (47:14 min).
Foto: Christopher Linke (Nr. 237) und Leo Köpp (Nr. 239) gingen in Podebrady in einem Weltklassefeld auf die Plätze drei und sieben
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