Mit dem Monatswechsel ist ein weiterer Newsletter vom Anti-Doping-Referat des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erschienen. Darin erfahren Sie Neuigkeiten und Wissenswertes rund um das Thema "Anti-Doping".
Anti-Doping-Newsletter 7/26
Im aktuellen Anti-Doping-Newsletter finden Sie folgende Themen:
- NADA-Jahres-Pressekonferenz 2026 – NADA-Jahresbericht 2025
- WADA erörtert die Frage der operativen Unabhängigkeit der nationalen Anti-Doping-Organisationen
- SAVE THE DATE – NADA-Schulungstermine für Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
- In eigener Sache: DLV-Akademie schreibt den Young Investigator Award aus
- Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE-Antrag)
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Zeit wünscht
Ihr
DLV-Team Anti-Doping
NADA-Jahres-Pressekonferenz 2026 – NADA-Jahresbericht 2025
Auch in diesem Jahr informierte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) anlässlich der NADA-Jahres-Pressekonferenz in Berlin über die Anti-Doping-Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besonderer Fokus lag auf der Erstellung und Einführung des Welt Anti-Doping Code 2027 (WADC27), der am 1. Januar 2027 in Kraft tritt und die weltweite Harmonisierung des Regelwerks. Informiert wurde in Einzelheiten über die Schwerpunkte des kommenden Regelwerks, des Weiteren über die Weiterentwicklung des Doping-Kontrollsystems 2025. Lesen Sie gerne die Einzelheiten in der NADA-Pressemitteilung, in der Sie auch die Verlinkung zum NADA-Jahresbericht 2025 finden.
WADA erörtert die Frage der operativen Unabhängigkeit der Nationalen Anti-Doping-Organisationen
Lt. Pressemitteilung der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) beriet das WADA-Exekutivkomitee im Juni über den Abschlussbericht der Arbeitsgruppe, die zur Prüfung der strukturellen und operativen Unabhängigkeit der NADOs eingerichtet worden war. Bestandteil der 19 Empfehlungen war die Prüfung einer Notwendigkeit unabhängiger Dopingkontrollen bei Großveranstaltungen wie den Olympischen und Paralympischen Spielen, Kontinentalwettbewerben und Weltmeisterschaften. Die Arbeitsgruppe empfahl, die Nationale Anti Doping Organisation (NADO) des Gastgeberlandes nicht in die Planung der Dopingkontrollen, die Auswahl der zu kontrollierenden Athleten, bestimmte Aspekte der Probenentnahme oder das Ergebnismanagement einzubinden. Vielmehr solle dies von einer unabhängigen, unparteiischen Stelle wahrgenommen werden. Die NADA Deutschland, wie auch andere Organisationen, kritisieren dieses Vorhaben stark. Lesen Sie hierzu Weiteres in der Mitteilung von sport1.de. Einzelheiten und weitere Informationen über den Verlauf des bevorstehenden Prüfungsprozesses können Sie der WADA-Pressemitteilung entnehmen.
SAVE THE DATE – NADA-Schulungstermine für Ärztinnen und Ärzte sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
Gerne geben wir die aktuelle Planung der NADA zu o. g. Schulungsterminen für Ihre persönliche Planung an Sie weiter:
NADA-Schulung für Ärztinnen und Ärzte, Mittwoch, 7. Oktober 2026 (17:00 bis 19:30 Uhr)
Hier können Sie sich kostenfrei anmelden,
… für Physiotherapeutinnen und -therapeuten, Mittwoch, 14. Oktober 2026 (17:00 bis 19:30 Uhr):
Hier können Sie sich kostenfrei anmelden.
Aktuell weist die NADA wieder darauf hin, dass die Teilnahme an der Schulung für Ärztinnen und Ärzte als Nachweis zur Fortbildung von Verbandsärztinnen und -ärzten im Anti-Doping-Bericht der nationalen Sportfachverbände anerkannt ist.
Sofern ein Verband keine eigenen Verbandsärztinnen und -ärzte beschäftigt, muss mindestens eine Person mit therapeutischen oder diagnostischen Aufgaben zur Gesundheitsförderung (z. B. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten) aus dem Verband regelmäßig geschult werden, wofür die Schulung für Physiotherapeut:innen genutzt werden kann.
In eigener Sache: DLV-Akademie schreibt den Young Investigator Award aus
Mit dem DLV-CoachSummit führt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ab 2026 ein neues zentrales Format für die Trainerfortbildung im Leistungssport ein. Vom 30. Oktober bis 1. November 2026 kommen in München erstmals Trainer:innen aller Disziplinblöcke, Sportwissenschaftler:innen und Expert:innen zu einer gemeinsamen Großveranstaltung zusammen. Neben internationalen Referent:innen, Praxis- und Theorieeinheiten sowie interdisziplinären Austauschformaten soll dabei auch der wissenschaftliche Nachwuchs stärker eingebunden werden.
Die DLV-Akademie schreibt deshalb im Rahmen des DLV-CoachSummit 2026 erstmals den Young Investigator Award zur Prämierung sportwissenschaftlicher Nachwuchsprojekte aus und lädt junge Wissenschaftler:innen zur Einreichung von Abstracts für eine Poster-Session ein. Gesucht werden sportwissenschaftliche Forschungsarbeiten mit klarem Bezug zur Leichtathletik und konkreten Implikationen für die Trainingspraxis. Gehören Sie zum Kreis der Master- und Promotionsstudierenden oder auch Forschenden und haben Sie Interesse, sich an der Ausschreibung zu beteiligen? Dann finden Sie hier die Ausschreibung sowie weitere Einzelheiten einschließlich der Abgabefrist.
Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE-Antrag)
Sollten Sie planen, an einer Leichtathletik-Veranstaltung teilzunehmen, und müssen Sie dafür eine Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) beantragen, ist dringend darauf zu achten, dass ein TUE-Antrag so früh wie möglich vollständig eingereicht werden muss. Für Substanzen, die nur innerhalb des Wettkampfs verboten sind, sollte der Antrag mindestens 30 Tage vor dem Wettkampf beantragt werden. Ob und wo Sie eine TUE beantragen müssen, können Sie auf der DLV-Webseite und auf der NADA-Webseite nachlesen. Dort finden Sie auch das zur Beantragung erforderliche Formular und weitere wichtige Hinweise.
Grundsätzlich müssen alle Athlet:innen – unabhängig einer Kader- oder Testpoolzugehörigkeit – darauf achten, dass bei der Teilnahme an einem Internationalen Wettkampf gemäß der aktuellen AIU/World Athletics List of International Competitions der TUE-Antrag bei Athletics Integrity Unit zu stellen ist! Handelt es sich bei der Veranstaltung um einen internationalen Wettkampf der Masters, muss der Antrag bei der World Masters Association (WMA) mit dem WMA-TUE-Antrag eingereicht werden. Hierfür gelten die Vorgaben der WMA, die denen von World Athletics größtenteils angeglichen sind.