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IOC zahlt Olympia-Teilnehmenden künftig 10.000 US-Dollar

Image-Bild der Olympischen Ringe © Gladys Chai von der Laage
Sportlerinnen und Sportler, die bei Olympischen Spielen starten, erhalten in Zukunft einen Zuschuss von 10.000 US-Dollar. Das gab das Internationale Olympische Komitee am Mittwoch bekannt. Damit kommt die Dachorganisation den Forderungen vieler Sportlerinnen und Sportler nach mehr finanzieller Unterstützung nach.
dpa / svs

In der Dauerdebatte um die Entlohnung olympischer Athlet:innen gewährt das Internationale Olympische Komitee (IOC) künftig jedem Olympia-Teilnehmer einen Zuschuss von 10.000 Dollar. Dafür stellt das IOC alle vier Jahre einen Fonds im Umfang von 140 Millionen Dollar (rund 123 Millionen Euro) bereit. Schon die Sportlerinnen und Sportler, die bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo im Februar gestartet sind, können diese Sonderprämie beantragen. Das beschloss die IOC-Generalversammlung in Lausanne. 

Nach Angaben der Dachorganisation sind nach jeweils einer Ausgabe von Sommer- und Winterspielen rund 14.000 Athletinnen und Athleten berechtigt, den Zuschuss in Höhe von umgerechnet rund 8.800 Euro zu bekommen. "Nicht nur Medaillengewinner, nicht nur Sportler aus bestimmten Ländern", sagte Pau Gasol, der Vorsitzende der IOC-Athletenkommission. "Das ist ein Sieg für jeden von uns und wird unsere Bewegung weiter stärken", betonte der spanische Ex-Basketballer.

In den vergangenen Jahren hatte sich das IOC immer wieder dagegen ausgesprochen, Preisgelder bei Olympia auszuloben. Zuletzt hatten die umstrittenen "Enhanced Games", bei denen Teilnehmern auch der Einsatz von Doping erlaubt ist, die Diskussion um die Vergütung von Athlet:innen mit ihrer ersten Auflage in Las Vegas neu befeuert. Starter wie der deutsche Schwimmer Marius Kusch konnten dort einen Siegerbonus von 250.000 Euro abräumen.

"Ein bedeutender Schritt"

IOC-Chefin Kirsty Coventry hatte danach erneut bekräftigt: "Ich glaube nicht daran, Athleten bei Olympia zu bezahlen." Nun fand der Ringe-Zirkel einen Kompromiss und schüttet Millionen an alle Olympia-Teilnehmenden aus, auch wenn sie weit entfernt von den Medaillenrängen ins Ziel kommen. 

Sollten Athleten auf den Zuschuss verzichten, verbleibe dieser im Topf und komme zukünftigen Sportler-Generationen zugute, hieß es. Das Geld wird über die Nationalen Olympischen Komitees ausgezahlt und darf nicht von anderen Prämien abgezogen werden. Im Falle von Dopingvergehen oder anderen schwerwiegenden Regelverstößen erlischt der Anspruch auf den Zuschuss.

"Die Entscheidung des IOC ist ein bedeutender Schritt hin zu mehr Wertschätzung für Olympionikinnen und Olympioniken weltweit", sagte Max Hartung, Sprecher des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe. "Wer es zu den Spielen schafft, investiert Jahre an harter Arbeit, Disziplin und Verzicht – diese Leistung verdient auch eine direkte finanzielle Anerkennung. Besonders wichtig ist, dass der Zuschuss den Übergang in die berufliche Karriere unterstützen soll."

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