| DM U18/U23 Bochum-Wattenscheid

Samstag: U18 | Die Entscheidungen im Überblick

Die deutsche Hochspringerin Lea Völcker jubelt über einen gültigen Sprung und hebt dabei die Arme in die Höhe. © Theo Kiefner
Mehr als zehn Stunden Leichtathletik pur: Der zweite Tag der Deutschen U18- und U23-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid hat es in sich. Hier verfolgen Sie, welche Athletinnen und Athleten sich bei den Entscheidungen am Samstag durchgesetzt haben.
Sandra Arm
WEIBLICHE U18

Das Einspringen für den Hochsprung bereitete Lea Völcker (Munich Athletics) noch einige Probleme. „Beim Einspringen hatte ich übelst Probleme, weil ich zwei Mal die 1,65 gerissen habe. Ich bin dann bei 1,64 eingestiegen, da war die Spannung schon sehr hoch“, erklärte die 17-Jährige. Umso glücklicher war sie dann über ihren gelungenen Wettkampfversuch über 1,64 Meter. Anschließend meisterte sie die weiteren Höhen bis zur Einstellung ihrer Bestmarke von 1,80 Meter. „Ich war am Anfang schon sehr nervös. Ich bin einfach super mega happy, dass ich alle Höhen bis 1,80 Meter im ersten Versuch gesprungen bin.“

Bei 1,80 Meter war aber noch keineswegs Schluss. So ließ sie 1,82 Meter auflegen – und versuchte an dieser Höhe noch vergeblich. „Wahrscheinlich war der Druck raus, weil ich dann alleine im Wettkampf war, und meine Beine waren auch ein bisschen müde von den vorherigen Sprüngen“, erklärte die Siegerin. Zu ihren Höhenflügen trug auch die starke Konkurrenz bei, die ordentlich pushte. „Man kennt sich untereinander und wir waren alle richtig gut, und haben uns über jede Höhe gefreut, wo jemand drüber gekommen ist. Es hätte jede verdient.“ Sie durfte sich ebenso über das U18-EM-Ticket für Rieti (Italien; 16. bis 19. Juli) freuen wie die Zweitplatzierte Lyra Okpara (SV Brackwede), die mit 1,77 Metern eine neue Bestleistung verbuchte. Höhengleich war die Drittplatzierte Giséle Grosser (SV Halle), die aber mehr Fehlversuche hatte.

Nur schwer fand Pauline Schubert (LV 90 Erzgebirge) in die Kugelstoß-Konkurrenz. Die Jahresbeste, die in dieser Saison schon die 17-Meter-Marke geknackt hat, brachte im Vorkampf nur einen gültigen Versuch auf 14,18 Meter ein. Diese Weite sollte aber für weitere drei Versuche reichen. Erst der sechste und letzte Versuch brachte den erlösenden Stoß auf 15,72 Meter, womit sie die Führung übernahm und nochmals die EM-Norm von 15,50 Metern übertraf. Auf der Poleposition hatte bis dato Lilijana Skoro (USC Mainz) mit 15,12 Metern gelegen. Ihr gelang im sechsten Versuch auch eine Steigerung auf 15,35 Meter, womit sie die Silbermedaille gewann. Emmy Pfouga (ASC Darmstadt) ließ auf die Goldmedaille im Diskuswurf Bronze mit der Kugel folgen – und das mit neuer Bestleistung von 15,04 Metern. 

Olivia Nieß fliegt mit Bestleistung zum EM-Ticket

Mit Gegenwind hatten die Dreispringerinnen vor der Gegentribüne zu kämpfen. „Das war nicht gerade ideal, aber wir haben alle unser Bestes gegeben“, sagte Olivia Nieß (SC Magdeburg), die vier gültige Sprünge in die Grube setzte. Der weiteste wurde dabei nach der fünften Runde mit 12,56 Metern vermessen. „Einfach nur bombastisch. Ich hatte erst gar nicht so das gute Gefühl. Ich habe versucht, so viel Kraft wie möglich in den Sprung reinzustecken, einfach alles zu geben und es hat gereicht“, freute sie sich.

Die Weite war gleichbedeutend mit einer neuen Bestleistung, die ihr den Meistertitel und das EM-Ticket für Rieti bescherte. Ebenfalls über die EM-Norm von 12,45 Meter sprang Maja Witte (Haldensleber Sportclub), die mit 12,53 Metern den zweiten Platz belegte. Bronze ging an Hannah D´Aveta (TSV 1880 Wasserburg), die ihre Jahresbestleistung auf 12,18 Meter steigerte.

MÄNNLICHE U18

folgt...

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