| Diamond League

Eugene Tag 1 | Mohamed Abdilaahi nur knapp geschlagen, Merlin Hummel Dritter

© Marta Gorczynska for Diamond League AG
Im Vorprogramm der Diamond League haben in der Nacht zu Samstag Läufer Mohamed Abdilaahi und Hammerwerfer Merlin Hummel inmitten der Weltelite überzeugt. Abdilaahi musste sich über die selten gelaufenen zwei Meilen lediglich dem US-Amerikaner Parker Wolfe geschlagen geben. Hummel wurde beim Sieg von Weltmeister Ethan Katzberg Dritter.
Svenja Sapper

Zum Auftakt des "Prefontaine Classic" im legendären Hayward Field von Eugene (USA) standen am Freitagabend (Ortszeit) acht Entscheidungen sowie einige Jugendwettkämpfe und ein Rollstuhl-Rennen auf dem Programm. Mit dabei waren auch zwei deutsche Athleten, die inmitten der Weltelite zu überzeugen wussten.

Den Auftakt machten um drei Uhr nachts deutscher Zeit die Hammerwerfer. Mit vier Weiten jenseits der 80 Meter und einem Diamond-League-Rekord von 83,33 Metern dominierte Weltmeister und Olympiasieger Ethan Katzberg (Kanada) den Wettkampf. Zweiter wurde vor Heimpublikum der US-Amerikaner Rudy Winkler, der mit 81,12 Metern neue Saisonbestleistung warf. Für Vize-Weltmeister Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt) ging mit 79,01 Metern diesmal kein 80-Meter-Wurf in die Ergebnisliste ein – dafür aber ein dritter Rang, knapp vor seinem Dauerrivalen Mykhaylo Kokhan (Ukraine; 78,95 m). 

Mohamed Abdilaahi hält Weltklasse-Konkurrenz in Schach

Den krönenden Abschluss bildete das Zwei-Meilen-Rennen der Männer. Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) untermauerte den Eindruck, der sich im Laufe der Saison gefestigt hat: Der 27-Jährige, der die Deutschen Rekorde über 3.000, 5.000 und 10.000 Meter hält, kann sich mittlerweile auch gegen Weltklasse-Läufer behaupten. In Eugene musste er sich mit 8:10,34 Minuten lediglich dem US-Amerikaner Parker Wolfe (8:10,13 min) knapp geschlagen geben.

Abdilaahi unterbot damit die bislang beste Zeit eines deutschen Läufers auf der selten bestrittenen Distanz: 8:10,78 Minuten von Arne Gabius aus dem Jahr 2012. Offizielle Deutsche Rekorde oder DLV-Bestleistungen führt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) über zwei Meilen jedoch nicht. Noch wichtiger als die Zeit war ohnehin die Tatsache, dass der Kölner erneut Weltklasse-Athleten hinter sich lassen konnte: Grant Fisher (USA; 8:10,96 min), Hallen-Weltrekordler über 3.000 und 5.000 Meter, hatte ebenso das Nachsehen wie der Europarekordler über 5.000 Meter Andreas Almgren (Schweden; 8:11,12 min). 

Heimsiege für US-Stars

In den weiteren Disziplinen triumphierten meist die Stars aus den USA. Im Stabhochsprung bezwang die zweimalige Hallen-Weltmeisterin Sandi Morris mit 4,85 Metern die amtierende Weltmeisterin Katie Moon, die 4,80 Meter meisterte. Im Diskuswurf wurde Weltmeisterin Valarie Sion von der WM-Zweiten Jorinde van Klinken gefordert. Mit 68,64 Metern setzte sich die Weltjahresbeste jedoch knapp gegen die Niederländerin durch, die ihre Scheibe auf 68,21 Meter beförderte.

Ein Duell USA gegen die Niederlande gab es auch im Meilenrennen: Liam Murphy hatte in einer Hundertstel-Entscheidung gegen U23-Europameister Stefan Nillessen (Niederlande; 3:50,50 min) mit 3:50,49 Minuten die Nase vorn. Über 800 Meter führte Brandon Miller, Hallen-WM-Fünfter von 2025, in 1:43,68 Minuten einen Vierfachsieg der USA an. Die 400 Meter der Frauen gewann die Jamaikanerin Dejanea Oakley in 49,64 Sekunden, die 1.500 Meter entschied die Schwedin Wilma Nielsen in 4:05,60 Minuten für sich. 

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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