Weiter geht's bei der U18-EM! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ist mit 72 jungen Athletinnen und Athleten nach Rieti (Italien) gereist. Wie die DLV-Talente am Freitag in den Finals abgeschnitten haben, lesen Sie hier.
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Weibliche U18
Kugelstoß
Pauline Schubert als Fünfte zwischen Stolz und Enttäuschung
Anders als in der Qualifikation, als die Kugel auf Anhieb auf 16,30 Meter geflogen war, fand Pauline Schubert (LV 90 Erzgebirge) im Finale eher schwer in den Wettkampf. Mit 15,32 Metern gelang zwar ein solider Auftakt, doch da gleich zwei Kontrahentinnen auf Anhieb die 17 Meter übertrafen und einige weitere 15-Meter-Weiten anboten, musste in Runde drei eine Steigerung her, um den Endkampf abzusichern. Und die gerade erst 16-Jährige hielt dem Druck stand: Mit 16,57 Metern beförderte sie die Kugel auf die zweitbeste Weite ihrer Karriere.
Damit belegte sie zunächst Platz vier, ehe die Polin Kinga Jackowska in Runde fünf mit 17,50 Metern vorbeizog. Diese Weite sollte Silber wert sein, Gold holte die Niederländerin Emma le Blansch mit Bestleistung von 17,76 Metern, Bronze ging mit ungarischer U18-Bestleistung von 17,35 Metern an Zsófi Marton. Pauline Schubert kam im letzten Durchgang mit 15,86 Metern noch einmal an die 16-Meter-Marke heran, konnte sich jedoch nicht mehr steigern, es blieb bei Platz fünf. Die ehrgeizige Athletin hatte gehofft, dass die Kugel noch ein bisschen weiter fliegen würde. So mischten sich nach dem Finale Stolz über die Gewissheit, sich schon im ersten U18-Jahr im Kreis von Europas Besten behaupten zu können, mit der Enttäuschung, ihre Bestleistung von 17,09 Metern nicht erreicht zu haben.
Stimme zum Wettbewerb
Pauline Schubert (LV 90 Erzgebirge)
Ich musste im dritten Versuch noch mal alle Kräfte mobilisieren, um es in den Endkampf zu schaffen. Insgesamt war der Wettkampf okay. Es war mein erster internationaler Wettkampf, da war sehr viel Aufregung und Nervosität. Ich habe mir von der Weite her ein bisschen mehr erhofft. Ich habe nicht das gezeigt, was ich wirklich kann. Ich bin froh, hier die Erfahrung machen zu dürfen. Ich habe nächstes Jahr noch mal die Chance in der U18.
Siebenkampf Tag 2
Svea Funck steuert weiter auf die Medaille zu
Svea Funck (TV Jahn Walsrode) liegt weiter auf Kurs für ihre zweite internationale Medaille! In den zweiten Wettkampftag startete die 17-Jährige mit soliden 5,59 Metern im Weitsprung. Zwar ist die Niedersächsin am 1. Mai in Garbsen in einem reinen Weitsprung-Wettkampf auf 5,96 Meter geflogen. Im Siebenkampf kann sie dieses Niveau aber (noch) nicht konstant abrufen, bei ihrer Bestleistung in Bernhausen gingen für sie im Juni 5,47 Meter in die Wertung ein. Dieses Resultat toppte Svea Funck nun um zwölf Zentimeter. Alisa Launonen musste sie jedoch ziehen lassen. Die Finnin war mit 6,25 Metern im Weitsprung eine Klasse für sich und dürfte damit endgültig den Goldkurs eingeschlagen haben.
Im Speerwurf spielte dann die Niedersächsin ihre Stärke aus. Mit 46,51 Metern erzielte sie eine neue Saisonbestleistung und das drittbeste Ergebnis der Konkurrenz, die Ieva Kaulina aus Lettland mit 51,03 Metern anführte. Insgesamt hat Svea Funck 5.190 Punkte gesammelt und liegt genau 100 Zähler hinter Launonen, die 39,82 Meter warf, auf Rang zwei. Der komfortable Abstand zur drittplatzierten Niederländerin Fleur Favre beträgt 140 Punkte. Um Vaunonen den Titel noch streitig zu machen, müsste Svea Funck sieben Sekunden vor der Finnin ins Ziel kommen, deren 800-Meter-Bestzeit ist jedoch nur zwei Sekunden langsamer als jene der DLV-Athletin – dementsprechend könnte es mit einem Angriff auf den Titel schwierig werden.
Deutsche U18-Bestleistung und 6.000er in Reichweite
Neben der Medaille kann sie jedoch zwei weitere Marken ins Visier nehmen: Um Emma Kauls (USC Mainz) deutsche U18-Bestleistung im Siebenkampf zu knacken, müsste Svea Funck die 800 Meter in 2:25,00 Minuten zu Ende bringen. Mit 2:21,00 Minuten wäre der 6.000er unter Dach und Fach. Die 800-Meter-Bestzeit der 17-Jährigen steht bei 2:17,64 Minuten, beide Marken sind also in Reichweite!
Für Elisabeth Nawroth (TSV Gomaringen) setzte sich die Achterbahnfahrt des Vortages fort. Hochmotiviert ging die 17-Jährige in den Weitsprung und belohnte sich mit 5,73 Metern – Einstellung ihrer Freiluft-Bestleistung und nur zwei Zentimeter unterhalb des Hausrekordes aus der Hallensaison – fürs Dranbleiben. Doch leider wendete sich das Blatt im Speerwurf wieder zu Ungunsten der Baden-Württembergerin: Gleich dreimal kam der Speer mit der falschen Seite auf, sodass alle drei Würfe leider ungültig gegeben wurden.
Nach den 800 Metern:
6.065 Punkte! Svea Funck feiert Siebenkampf-Silber mit DLV-U18-Bestleistung
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