Mit noch nicht ganz 16 Jahren hat Mila Klein ihre erste internationale Medaille gewonnen: Die Mittelstrecklerin gewann am Samstag bei der U18-EM in Rieti Bronze über 1.500 Meter. Die Berlinerin brachte sich in der vorletzten Runde clever in Position und kämpfte schließlich bis zum Schluss um die Medaille.
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Für die 1.500 Meter bei der U18-EM in Rieti (Italien) waren lediglich elf Athletinnen gemeldet. Und so fanden keine Vorläufe statt und es ging am Samstag direkt ins Finale. Mit dabei: Mila Klein (Berliner SV). Die noch 15 Jahre alte Läuferin, die schon seit dem vergangenen Jahr als eines der größten deutschen Lauftalente gilt, hielt sich auf den ersten beiden Runden noch zurück, um Körner zu sparen. 800 Meter vor dem Ziel setzte sich dann jedoch die favorisierte Französin Alice Penciu-Jurin. Mila Klein reagierte klug und heftete sich an die Fersen der Französin.
Als die Glocke zur Schlussrunde ertönte, lag sie auf Platz zwei, musste sich jedoch des Angriffes von Emma Hickey aus Irland und Celeste Lardon aus Frankreich erwehren. Doch da packte die Berlinerin ihr Kämpferherz aus und hielt dagegen. Alice Penciu-Jurin spurtete der Konkurrenz in 4:22,77 Minuten davon, Emma Hickey schob sich auf der Innenbahn vorbei und sicherte sich in 4:24,90 Minuten Silber. Doch dahinter gewann Mila Klein den Kampf um Bronze. In 4:26,49 Minuten fehlten trotz des taktischen Rennbeginns nur rund drei Sekunden zur Saisonbestzeit. Celeste Lardon musste sich mit 4:26,94 Minuten und Rang vier begnügen.
Ihren Zieleinlauf beschrieb Mila Klein als "pure Freude". Mit ihrem ersten internationalen Edelmetall bei der ersten internationalen Meisterschaft hat sie sich zugleich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht: Am 27. Juli wird die Nachwuchs-Athletin 16 Jahre alt.
Stimme zum Wettbewerb:
Mila Klein (Berliner SV)
Ich bin so erleichtert! Ich wollte eigentlich entspannt ins Rennen gehen, aber irgendwie habe ich mir doch ganz schön viel vorgenommen. Ich bin glücklich, dass ich meine Saison mit einem so starken Rennen abschließen konnte. Ich wusste nicht, was es für ein Rennen wird. Mir ging es auf der Zielgeraden gar nicht so gut, aber ich habe einfach alles gegeben. Als ich dann im Ziel war, ist so viel Druck abgefallen, den ich mir selbst gemacht habe. Es ist schon schwierig hier als jüngerer Jahrgang, die anderen haben ein Jahr mehr Zeit. Aufgrund der Hitze war es ganz gut, dass wir keine Vorläufe hatten.