| EM 2026

Birmingham Tag 1 | Auftakt nach Maß mit Silber für Bremm und Bronze für Mabry

© Stefan Mayer
Das DLV-Team ist am Montag mit zwei Medaillen erfolgreich in die EM in Birmingham gestartet. 5.000-Meter-Läufer Florian Bremm stürmte zu Silber, Yemisi Mabry sicherte sich Bronze im Kugelstoßen.
Jan-Henner Reitze

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Das Finale über 5.000 Meter am Auftaktabend der EM in Birmingham am Montag hat gleich mehrere Geschichten geschrieben, die in Erinnerung bleiben werden. Für eine davon sorgte Florian Bremm (Franconia Athletics), der sich in den vergangenen Jahren Stück für Stück an die internationale Spitze herangearbeitet hat und dort mit seiner ersten Zeit unter 13:00,00 Minuten in diesem Sommer angekommen ist. In einem unruhigen Rennen im Alexander Stadium ließ sich der 25-Jährige nicht unterkriegen und führte sogar, als auf der Zielgeraden um die Medaillen gespurtet wurde. Am Ende jubelte der Deutsche Meister über Silber (13:15,60 min).

Nur ein Superstar der internationalen Szene konnte den DLV-Athleten hinter sich lassen. Und dennoch war dieser Sieg, übrigens sein insgesamt 17. EM-Gold, ein ganz besonderer für Jakob Ingebrigtsen (13:15,29 min). Denn für den Olympiasieger aus Norwegen war es das erste Rennen des Sommers überhaupt nach einer OP an der Achillessehne. Bronze ging an Etienne Daguinos (Frankreich; 13:16,09 min). Mehr dazu ließen Sie hier.

Yemisi Mabry gewinnt Bronze

Für die erste Medaille für den DLV bei dieser EM hatte zuvor schon im Kugelstoßen der Frauen Yemisi Mabry (MTG Mannheim) gesorgt, die mit 19,50 Metern wie schon zwei Jahre zuvor Bronze gewann. Auch die beiden Athletinnen auf den Plätzen eins und zwei standen schon in Rom (Italien) in dieser Reihenfolge auf dem Podest: Die Niederländerinnen Jessica Schilder (20,73 m) und Jorinde van Klinken (19,64 m). Auch Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge; 18,39 m) als Siebte und Nina Chioma Ndubuisi (SG Schorndorf 1846; 18,21 m) erreichten den Endkampf der besten Acht. Mehr dazu ließen Sie hier.

Das Finale der Männer endete ebenfalls mit einem Doppelsieg, diesmal für Italien. Leonardo Fabbri wuchtete die Kugel auf 22,31 Meter und lag damit deutlich vor seinem Landsmann Zane Weir (21,12 m). Bronze ging mit einer Weite von 20,97 Metern an den Schweden Wictor Petersson. Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen) gelang in seinem ersten EM-Finale kein gültiger Versuch. Mehr dazu ließen Sie hier.

Amy Hunt lässt Gastgeber jubeln

Zu Europas Sprintkönigin krönte sich Amy Hunt (Großbritannien), die in der Schlussphase des Finals über 100 Meter der Frauen ihre Geschwindigkeit deutlich höher halten konnte als die Konkurrenz. In 11,00 Sekunden holte die 24-Jährige ihren ersten großen Einzeltitel und ließ ihre Landsleute jubeln. Silber ging an Ewa Swoboda (Polen; 11,02 sec) vor der Überraschungs-Dritten Delphine Nkansa (Belgien; 11,06 sec).   

Fast hätte es eine weitere Goldmedaille für die Gastgeber gegeben. Das britische Quartett in der Mixed-Staffel über 4x400 Meter lief in 3:10,47 Minuten zu Silber. Mit Landesrekord (3:09,62 min) noch deutlich schneller war nur das Quartett aus Norwegen, das von 400-Meter-Hürden-Weltrekordler Karsten Warholm als Startläufer angeführt wurde. Gold ins Ziel brachte Schlussläuferin Henriette Jæger. Bronze holten die Niederlande (3:10,77 min).

Starkes Hindernis-Trio, Wittmann und Schneider überzeugen mit PB

Ein DLV-Trio kämpft am Donnerstag um Edelmetall über 3.000 Meter Hindernis der Frauen. Lea Meyer (VfL Löningen; 9:32,21 min) und Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier; 9:32,27 min) führten den ersten Vorlauf im Ziel an. Olivia Gürth (Silvesterlauf Trier; 9:32,65 min) zog als Vierte des zweiten Laufs ins Finale ein. 

In den weiteren Vorrunden mit Bestleistung in der Dreisprung-Qualifikation der Frauen überzeugte Kira Wittmann (Hannover 96). Die Deutsche Meisterin steigerte sich auf 14,26 Metern und wurde mit dem großen „Q“ belohnt. Ebenfalls mit einer Bestleistung machte Rosina Schneider (TV Sulz; 12,76 sec) das Halbfinale über 100 Meter Hürden klar. Das schaffte trotz eines nicht gelungenen Starts auch Lia Flotow (1. LAV Rostock; 12,95 sec). Aileen Kuhn (Eintracht Frankfurt) zog mit 70,14 Metern als unterm Strich Siebte der Qualifikation ins Finale im Hammerwurf ein.

In der Qualifikation im Hammerwurf der Männer machten es Merlin Hummel und Sören Klose (beide Eintracht Frankfurt) am Vormittag spannender, als sie es sich gewünscht hatten. Letztlich erreichten aber doch beide das Finale der besten Zwölf am Dienstagabend. Sören Klose belegte in der Gesamtabrechnung beider Quali-Gruppen mit 75,80 Metern Rang acht, Vize-Weltmeister Merlin Hummel mit 75,49 Metern Rang zehn.

Ins Halbfinale über 400 Meter zog Thorben Finke (SV Sigiltra Sögel) über seine Vorlaufzeit von 45,79 Sekunden ein. Über 800 Meter gelang das Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen), der in seinem Vorlauf Rang drei belegte (1:46,27 min).

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