| Bayerische Meisterschaften

Carolin Hingst nimmermüde: EM-Norm in Erding

2001 hatte sie bei der WM in Edmonton Rang zehn belegt, 2002 folgte die EM-Premiere in München. 16 Jahre später könnte für Carolin Hingst ein weiterer Start im Nationaltrikot bevorstehen: Als Gaststarter der "Bayerischen" in Erding flog die Stabhochspringerin am Samstag über die EM-Norm.
Reinhard Köchl

Alter schützt vor Höhe nicht! Wobei Carolin Hingst trotz ihrer mittlerweile fast 38 Jahre immer wieder betont, dass sie sich nicht alt fühlt. Ihren Worten ließ die Stabhochspringerin von der TG 1847 Nieder-Ingelheim als Gaststarterin bei den Bayerischen Meisterin in Erding Taten folgen. Mit 4,45 Meter schaffte sie am Samstag als dritte DLV-Athletin die Norm für die Europameisterschaften in Berlin.

„Ich wollte einfach hier springen, weil ich bei meinem Start bei den Süddeutschen Meisterschaften vor 14 Tagen gesehen habe, dass das hier eine super Anlage ist“, begründete die Stab-Artistin den Trip in ihre alte bayerische Heimat, denn immerhin stammt Carolin Hingst aus Harburg im Donau-Ries. Ihre Anfangshöhe von 4,10 Meter sprang sie ebenso im ersten Versuch wie die nachfolgenden Steigerungen auf 4,20 und 4,30 Meter. Die 4,45 Meter gelangen ihr unter dem Jubel der Zuschauer im dritten und letzten Versuch.

"In Nürnberg kommt's drauf an"

„Natürlich ist Berlin für mich ein Thema. Aber es gibt noch eine ganze Reihe anderer Springerinnen, die das schaffen können. Ich weiß, dass es bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg darauf ankommt“, stellte Carolin Hingst klar. Nach einer schweren Verletzung 2016 habe sie sich zurückgekämpft, „weil der Stabhochsprung mein Leben ist“. Nun wolle sie sehen, „wie hoch es bei mir noch geht.“

Eigentlich hatte Carolin Hingst tags darauf auch beim Tegernseer Stabhoch-Meeting in Rottach-Egern antreten wollen. „Da ich aber mein Ziel schon erreicht habe, belohne ich mich jetzt mit einem Besuch in der Erdinger Therme.“ Reguläre Bayerische Meisterin wurde Anna Sailer (LAC Quelle Fürth; 3,90 m).

Benedikt Huber mit Doppelstart

Über 400 Meter holte sich Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) seinen Pflicht-Landestitel ab. Seine Zeit von 47,37 Sekunden ohne ernsthafte Konkurrenz ist allerdings noch steigerungsfähig. Auf Platz drei landete hier der Deutsche 800-Meter-Meister Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg), der mit 48,85 Sekunden auf der Unterdistanz testete. Eine Stunde später holte sich Huber dann noch Gold über seine Spezialstrecke in 1:51,52 Minuten.

Über 100 Meter kam 400-Meter-Spezialist Johannes Trefz (LG Stadtwerke München; 10,83 sec) nicht an Aleksandar Askovic (LG Ausgburg; 10,73 Sekunden) vorbei. Der Titel im Kugelstoßen ging an Christian Zimmermann (Kirchheim SC) mit 18,49 Meter. Im Hochsprung schraubte sich Tobias Potye (LG Stadtwerke München) über 2,21 Meter.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer <link>Ergebnisrubrik...

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