| Doping-Vergehen

Nadzeya Ostapchuk muss Kugelstoß-Bronze von Peking abgeben

Das IOC hat am Donnerstag die Veröffentlichung der Ergebnisse von Nachtests der Olympischen Spiele von Peking 2008 fortgesetzt. Die Dritte im Kugelstoßen Nadzeya Ostapchuk wurde des Dopings überführt und nachträglich disqualifiziert.
Silke Bernhart

Die Liste positiver Nachtests der Olympischen Spiele wird länger. Am Donnerstag hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) acht weitere positive Fälle veröffentlicht, sechs davon aus dem Gewichtheben, zwei davon aus der Leichtathletik.

Für Kugelstoßerin Nadzeya Ostapchuk liegt demnach nun die mittlerweile dritte positive Dopingprobe vor – ein Nachtest der Proben von den Olympischen Spielen 2008 in Peking (China) brachte die verbotenen Substanzen Turinabol und Tamoxifen zutage. Die Weißrussin hatte in Peking Bronze gewonnen. Diese Medaille muss sie zurückgeben, sie wird nachträglich disqualifiziert. Der Weltverband IAAF entscheidet über eine Neu-Vergabe der Medaillen und eine Änderung der Ergebnislisten.

Die 36-Jährige hat bereits eine <link news:33574>vierjährige Sperre hinter sich, nachdem sie schon bei den Olympischen Spielen 2012 in London (Großbritannien) und der WM 2005 in Helsinki (Finnland) positiv getestet worden war. Bei beiden Meisterschaften stand sie zunächst ganz oben auf dem Treppchen.

Nadine Kleinert und Betty Heidler rücken vor

Eine deutsche Athletin gehört zu den in Peking Betrogenen, und das gleich mehrfach: Nadine Kleinert (SC Magdeburg) war 2008 Siebte geworden. Doch neben Ostapchuk hatte auch die Silbermedaillen-Gewinnerin Nataliya Mikhnevich (Weißrussland) verbotene Substanzen zu Hilfe genommen, sodass Nadine Kleinert mittlerweile auf Rang fünf vorgerückt ist.

Auch für den Hammerwurf der Frauen von Peking wurde am Donnerstag ein zweiter Dopingfall öffentlich: Die damals viertplatzierte Weißrussin Darya Pchelnik wurde der Einnahme von Turinabol überführt – ebenso wie ihre Landsfrau Aksana Miankova, <link news:51948>die bereits Gold abgeben musste. Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) rückt vor von neun auf sieben. Die verlorenen drei Versuche im Endkampf der besten Acht kann ihr niemand zurückgeben.

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