| Olympia-Prämien

Sporthilfe-Gutachter verabschieden Zahlungen

1,5 Millionen Euro an Prämien schüttet die Deutsche Sporthilfe für Medaillengewinner und Platzierte der Olympischen Spiele in Rio aus. In Team-Wettberwerben erfolgreiche Athleten werden genauso honoriert wie Individualathleten. Davon profitieren auch Leichtathleten. Sonder-Nachzahlungen für 2008 und 2012 gibt's nach kürzlich veröffentlichten Doping-Nachtests.
pm/mbn

Die Prämien der Deutschen Sporthilfe für Erfolge bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) sind vom Gutachterausschuss final verabschiedet worden: Rund 1,5 Millionen Euro Prämien fließen an die 180 in Rio erfolgreichen, geförderten Athleten. Von Gold (20.000 Euro) über Silber (15.000) und Bronze (10.000) bis zum achten Platz (1.500 Euro) werden Prämien ausgeschüttet.

Athleten aus Mannschaften, Teams, Staffeln und Booten erhalten dabei die volle jeweilige Individualprämie. An das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, als Beispiel, gehen somit für Gold 40.000 Euro, für den Ruder-Achter (mit Steuermann), der auf den Silberrang fuhr, werden 135.000 Euro ausgeschüttet. Von der Regelung profitiert auch die deutsche 4x100-Meter-Staffel der Frauen, die auf Platz vier lief. Die Individualprämie für Rang vier beträgt 5.000 Euro.

92 Prozent der Rio-Starter werden oder wurden gefördert

Die Prämien werden von der Deutschen Sporthilfe in monatlichen Raten ausgezahlt. Der DOSB ermöglicht die Sporthilfe-Prämien durch Zuschüsse aus seiner nationalen und internationalen Olympiavermarktung. 92 Prozent der deutschen Olympiastarter 2016 in Rio de Janeiro sind im Laufe ihrer Karriere von der Deutschen Sporthilfe gefördert worden oder werden bis heute unterstützt. Nur wenige Athleten wurden nie durch die Deutsche Sporthilfe gefördert, darunter die Tennis- und Golfspieler sowie das Fußball-Team der Männer.

Die Sporthilfe-Förderung umfasst weit mehr als Prämien: Die gesamte Athleten-Unterstützung beträgt gegenwärtig etwa 13,5 Millionen Euro im Jahr. Die von den Nationalen Förderern und Partnern ermöglichten Förderprogramme haben bei den Olympischen Spielen Wirkung gezeigt. ElitePlus-Förderung (Partner PwC): 20 Medaillengewinner, darunter neun Olympiasieger; Elite-Förderung (Mercedes-Benz): 60 Medaillengewinner, darunter 17 Olympiasieger; Nachwuchselite-Förderung (Bundesliga-Stiftung): Vier Medaillengewinner, darunter eine Olympiasiegerin; Teamsport-Förderung (Deutsche Telekom): Eine Bronzemedaille der Hockey-Mannschaft der Herren; Deutsche Bank Sport-Stipendium: 26 Medaillengewinner, darunter sieben Olympiasieger.

Staffel und Speerwurf-Quartett rückt auf

Der Gutachter-Ausschuss hat auch die bisher veröffentlichten Folgen der Doping-Nachtests von Peking (China) 2008 und London (Großbritannien) 2012 berücksichtigt. Die 4x100-Meter-Staffel der Frauen (Verena Sailer, Anne Möllinger, Cathleen Tschirch und Marion Wagner) ist auf Platz vier von Peking vorgerückt, dafür wird eine Prämie von insgesamt 3.000 Euro pro Sportlerin ausgezahlt. Der Speerwerfer Tino Häber erhält als neuer Siebter von London insgesamt 2.000 Euro, die Speerwerferinnen Christina Obergföll (Silbermedaille, 10.000 Euro), Steffi Nerius (vierter Platz, 4.000 Euro) und Katharina Molitor (siebter Platz, 2.000 Euro), die jeweils um einen Platz vorrücken, erhalten für Peking ebenfalls die entsprechend höheren Prämien.

Die Gesamt-Prämien für die noch laufenden Paralympics verabschiedet der Gutachterausschuss in einer der nächsten Sitzungen.

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