| Ranking 2021

Die Top Ten der leichtathletik.de-Redaktion: national

Bestleistungen, Rekorde, Medaillen: Die deutschen Leichtathletinnen und Leichtathleten haben uns 2021 spannende und bewegende Momente beschert. Sie haben uns beeindruckt – sportlich wie auch menschlich. Doch wer von ihnen ragte besonders heraus? Zum Jahresabschluss haben wir in unserer leichtathletik.de-Redaktion eine Umfrage gestartet und unsere Top Ten erstellt.
Svenja Sapper

1. Malaika Mihambo (LG Kurpfalz)
Weitsprung
Unangefochten an der Spitze: Alle befragten Redaktionsmitglieder haben Malaika Mihambo auf Platz eins gesetzt. Die Weitspringerin holte sich in Tokio nervenstark mit einem Sieben-Meter-Satz im letzten Versuch Olympia-Gold und erklomm als einzige deutsche Leichtathletin in Japans Hauptstadt das oberste Podest. Sie ist nun zugleich Welt- und Europameisterin sowie Olympiasiegerin. Eine Leistung, die auch die Sportjournalistinnen und -journalisten zu würdigen wussten, die Malaika Mihambo zum dritten Mal in Folge zu Deutschlands "Sportlerin des Jahres" kürten.

2. Kristin Pudenz (SC Potsdam)
Diskuswurf
Die Diskuswerferin sorgte in Tokio mit Olympia-Silber für eine Sensation und zudem bei diesen Spielen für das erste deutsche Edelmetall in der Leichtathletik. Mit ihrem dritten deutschen Meistertitel in Folge hat sie auch ihre Vormachtstellung in der traditionell starken nationalen Konkurrenz eindrucksvoll untermauert. Und sich in unserer Abstimmung in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Plätze zwei bis vier durchgesetzt. 

3. Jonathan Hilbert (LG Ohra Energie)
50 Kilometer Gehen
Auch er ist Zweiter geworden bei den Olympischen Spielen, auch er ist in Tokio über sich hinausgewachsen und hat mit seiner Silbermedaille für das erste deutsche Olympia-Edelmetall im Gehen seit 1992 gesorgt. Jonathan Hilbert überzeugte mit dem Wettkampf seines Lebens im richtigen Moment, erfüllte sich seinen olympischen Traum und rührte nach seinem größten Triumph Fernsehzuschauer aus aller Welt mit dem emotionalen Dank an seine Freundin für ihre Unterstützung.

4. Johannes Vetter (LG Offenburg)
Speerwurf
Er ist der beste Speerwerfer der Welt. Auch wenn er es in Tokio wegen Problemen mit der weichen Anlaufbahn im Olympiastadion nicht unter Beweis stellen konnte. Doch mit sieben 90-Meter-Wettkämpfen, dem Gesamtsieg in der Diamond League und dem drittbesten Wurf der Geschichte, mit dem er einmal mehr die restliche Weltelite deutlich distanzierte, hat sich Johannes Vetter seinen Platz weit oben in unserem Ranking redlich verdient.

5. Amanal Petros (TV Wattenscheid 01)
Langstrecke/Marathon
Gleich zwei deutsche Rekorde hat der Langstreckler vom TV Wattenscheid dieses Jahr geknackt: Erst fiel am 24. Oktober in Valencia (Spanien) die Bestmarke im Halbmarathon, dann hielt am 5. Dezember auch der Rekord über die doppelte Distanz dem Angriff von Amanal Petros nicht stand. Seine Erfolge widmete der 26-Jährige, der vor rund zehn Jahren aus Eritrea nach Deutschland geflüchtet war, den Menschen, die in der äthiopischen Tigray-Region bedroht sind. Für sein außergewöhnliches Jahr gibt's Platz fünf im Redaktions-Ranking.

6. Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier)
Hindernislauf
Immer auf den Punkt topfit: Mit Platz fünf erlief sich Hindernis-Ass Gesa Krause in Tokio ihre beste Platzierung bei Olympischen Spielen. Nur in der Saison 2019, als sie WM-Bronze gewann, rannte die 29-Jährige schneller als in ihrem besten Rennen in diesem Jahr. Mit ihren rasanten Zeiten und der starken Olympia-Platzierung stellte Gesa Krause einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, dass ihr auf europäischer Ebene keine gefährlich werden kann: Zum fünften Mal führt sie die kontinentale Jahresbestenliste an.

7. Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen)
Sprint
Kandidatinnen auf einen Olympia-Startplatz schienen zu Beginn des Jahres noch eher andere Sprinterinnen zu sein. Doch mit einem überraschenden Doppelsieg bei den Deutschen Meisterschaften, einer starken neuen Bestzeit von 11,01 Sekunden und einem überzeugenden Auftritt bei den Olympischen Spielen hat Alexandra Burghardt sich in diesem Jahr an die Spitze des deutschen Sprints katapultiert. Und in wenigen Wochen wartet bereits das nächste olympische Abenteuer: Neben ihrer Sprintkarriere ist die Bayerin unter die Bob-Anschieberinnen gegangen.

8. Carolina Krafzik (VfL Sindelfingen)
400 Meter Hürden
Seit 2006 war keine Deutsche über 400 Meter Hürden unter 55 Sekunden geblieben. Carolina Krafzik gelang dieses Kunststück in diesem Jahr gleich dreimal: im Finale der Deutschen Meisterschaften, als sie ihren Titel-Hattrick perfekt machte, sowie im Vorlauf und schließlich im Halbfinale der Olympischen Spiele. Mit Rang zehn beim größten Sportereignis der Welt hat sie auch die leichtathletik.de-Redaktion beeindruckt, die sie auf Rang acht gewählt hat.

9. Christin Hussong (LAZ Zweibrücken)
Speerwurf
Ähnlich wie Johannes Vetter hat auch Christin Hussong eine starke Saison hingelegt, die sie beim Saisonhöhepunkt nicht mit einer Medaille krönen konnte. Doch mit dem Gesamtsieg in der Diamond League sowie dem weitesten Wurf einer deutschen Speerwerferin seit zehn Jahren – mit 69,19 Metern kam sie der 70-Meter-Marke ganz nahe – hat auch sie sich in unsere Top Ten geworfen.

10. Julian Weber (USC Mainz)
Speerwurf
Die Olympia-Medaille war zum Greifen nahe, doch dann fehlten 14 Zentimeter: Platz vier in Tokio war dennoch ein großer Erfolg für den Speerwerfer, der nach jahrelangen Verletzungsproblemen in diesem Jahr seine beste internationale Platzierung erzielte und seinen ersten deutschen Meistertitel holte. Mit seinem beeindruckenden Comeback hat auch er sich einen Platz in unserem Ranking erarbeitet.

Diese Aufstellung hat keinen offiziellen Charakter.
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