Nun hat sich Jacob Kiplimo tatsächlich den Halbmarathon-Weltrekord zurückgeholt. Der Läufer aus Uganda leget die 21,0975 Kilometer am Sonntag in Lissabon in 57:20 Minuten zurück. Vergangenes Jahr in Barcelona war er bereits deutlich schneller, doch die Rekordzeit wurde nicht anerkannt. Auch Samuel Fitiw erwischte einen guten Tag.
Jacob Kiplimo hat den Halbmarathon-Weltrekord gebrochen. Der 25-jährige Läufer aus Uganda lief am Sonntag in Lissabon (Portugal) 57:20 Minuten und verbesserte die Zeit von Yomif Kejelcha damit um zehn Sekunden. Der Äthiopier war in Valencia vor eineinhalb Jahren 57:30 Minuten gelaufen. In Barcelona hatte Jacob Kiplimo 2025 sogar eine Zeit von 56:42 Minuten erreicht, jedoch erkannte der Leichtathletik-Weltverband World Athletics diese Marke nicht als Weltrekord an. Jacob Kiplimo soll vom Windschatten eines voraus fahrenden Autos profitiert haben. Erst vor gut einem Monat gab der Verband diese Entscheidung bekannt.
Jacob Kiplimo lief von Beginn an ein hohes Tempo. Den 10-Kilometer-Punkt passierte er nach 27:00 Minuten. Bei Kilometer 15 (40:52 min) lief hinter ihm immer noch Nicholas Kipkorir (Kenia), doch kurz darauf setzte sich Jacob Kiplimo ab und rannte allein an der Spitze. Der dreifache Crosslauf-Weltmeister, der im Januar in den USA seinen Titel verteidigt hatte, wird Ende April den London-Marathon laufen. In Lissabon hatte Jacob Kiplimo am Ende einen deutlichen Vorsprung vor Nicholas Kipkorir, der mit 58:08 Minuten aber auch noch eine Weltklassezeit erzielte.
Samuel Fitwi unterbietet Bestzeit
„Ich bin so glücklich, den Weltrekord gebrochen zu haben“, sagte Jacob Kiplimo. „Nach den ersten 10 Kilometern dachte ich, dass der Weltrekord möglich wäre. Auf den letzten beiden Kilometern habe ich dann noch einmal versucht, den Weltrekord zu steigern“, sagte der 25-Jährige gegenüber World Athletics. Dritter wurde Gilbert Koech (Kenia) in 58:59 Minuten. Benard Lagat (Kenia; 59:31 min) und Mohamed Ismail (Dschibuti; 59:45min ) blieben noch unter einer Stunde. In Lissabon war auch Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) am Start. Der ehemalige Deutsche Marathon-Rekordhalter lief mit 61:13 Minuten auf Platz 19. Damit steigerte der Trierer seine bei der EM 2024 in Rom erzielte Bestzeit um vier Sekunden.
Einen noch größeren Vorsprung als der Männersieger Jacob Kiplimo hatte Tsigie Gebreselama. Die Äthiopierin gewann das Rennen zum zweiten Mal in Folge. Mit 64:48 Minuten kam sie dabei aber nicht an ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr (64:21 min) heran. Die Kenianerinnen Janeth Chepngetich (66:50 min) und Regina Wambui (67:10 min) belegten die Plätze zwei und drei.
Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...
Die Entwicklung des Halbmarathon-Weltrekords seit 1993
57:20 | Jacob Kiplimo (UGA), Lissabon, 8.3.2026
57:30 | Yomif Kejelcha (ETH), Valencia, 27.10.2024
57:31 | Jacob Kiplimo (UGA), Lissabon, 21.11.2021
57:32 | Kibiwott Kandie (KEN), Valencia, 6.12.2020
58:01 | Geoffrey Kamworor (KEN), Kopenhagen, 15.9.2019
58:23 | Zersenay Tadese (ERI), Lissabon, 21.3.2010
58:33 | Samuel Wanjiru (KEN), Den Haag, 17.3.2007
58:55 | Haile Gebrselassie (ETH), Tempe / USA, 15.1.2006
59:16 | Samuel Wanjiru (KEN), Rotterdam, 11.9.2005
59:17 | Paul Tergat (KEN), Mailand, 4.4.1998
59:47 | Moses Tanui (KEN), Mailand, 3.4.1993