| Golden Track Awards

European Athletics ehrt Bol, Duplantis und Ingebrigtsen

Der europäische Dachverband hat am Samstagabend die Niederländerin Femke Bol als Europas Leichtathletin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis als Leichtathlet des Jahres teilen sich Stabhochspringer Armand Duplantis und Läufer Jakob Ingebrigtsen. „Rising Stars“ 2022 sind Speerwerferin Elina Tzengko und Diskuswerfer Mykolas Alekna. Die Ehrung fand im Rahmen der European Athletics Convention in Estlands Hauptstadt Tallinn statt.
Svenja Sapper/pm

Der Titel Europas Leichtathlet des Jahres bleibt in Skandinavien. Nachdem im Vorjahr 400-Meter-Hürden-Weltrekordler Karsten Warholm aus Norwegen triumphiert hatte, teilen sich in diesem Jahr sein Landsmann, 1.500- und 5.000-Meter-Europameister Jakob Ingebrigtsen, und Schwedens Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis den Preis. Beide hatten 2018 bereits gemeinsam den Rising Star Award erhalten. Bei den Frauen wurde im Rahmen der Golden Track Awards in Tallinn (Estland) die Dreifach-Europameisterin von München Femke Bol (Niederlande) gekürt.

Armand Duplantis war in dieser Saison im Stabhochsprung erneut das Maß der Dinge. Der noch 22 Jahre alte Höhenjäger verbesserte seinen eigenen Weltrekord dreimal bis zur aktuellen Rekordmarke von 6,21 Metern, überflog insgesamt 16-mal die Sechs-Meter-Marke und fügte seiner bereits beeindruckenden Titelsammlung Goldmedaillen von den Weltmeisterschaften in der Halle und im Freien sowie bei der EM in München hinzu.

Weltrekordler gemeinsam auf Platz eins

Sein skandinavischer Kollege Jakob Ingebrigtsen holte sich in München bereits zum zweiten Mal in Folge das 1.500- und 5.000-Meter-Double bei einer EM, gewann über 5.000 Meter zudem seinen ersten WM-Titel und stellte unterm Hallendach einen 1.500-Meter-Weltrekord auf. Weitspringer Miltiadis Tentoglou (Griechenland), der es ebenfalls in die Top Drei geschafft hatte, glänzte mit EM- und Hallen-WM-Gold sowie WM-Silber im Freien und einer Weltjahresbestleistung (8,52 m).

„Es ist immer eine Ehre, mir mit Mondo einen Preis zu teilen“, sagte Ingebrigtsen den Moderatoren des Abends, der estnischen Weitspringerin Ksenija Balta und Andy Kay. Die Trophäe überreichte European-Athletics-Präsident Dobromir Karamarinov. Armand Duplantis, der nicht persönlich anwesend war, bedankte sich in einer Videobotschaft für den Preis. „Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir uns den Rising Star Award geteilt haben“, blickte auch er auf 2018 zurück. „European Athletics und die Leichtathletik-Europameisterschaften waren so wichtige Sprungbretter in unseren Karrieren, dass ich einfach nur ein großes Dankeschön sagen möchte.“

Femke Bol: Vom Rising Star zur Leichtathletin des Jahres

Femke Bol, die im vergangenen Jahr als „Rising Star“ geehrt wurde, vollendete in München ein einzigartiges Gold-Triple über 400 Meter flach, mit Hürden und 4x400 Meter. Zuvor hatte sie bereits bei der WM in Eugene (USA) Silber über 400 Meter Hürden gewonnen. Sie setzte sich bei der Abstimmung gegen Siebenkampf-Welt- und -Europameisterin Nafissatou Thiam (Belgien) und Hochsprung-Europameisterin Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) durch.

„Ich glaube, die einzige andere Person, die bei einer Leichtathletik-Europameisterschaft auf diese Weise drei Goldmedaillen gewonnen hat, war meine Landsfrau Fanny Blankers-Koen. Ich bin noch kein Superstar wie sie, aber ich hoffe, dass ich das eines Tages sein werde, und das gibt mir zusätzliche Motivation“, sagte Bol.

In die Fußstapfen der Stars von heute treten wollen sicherlich Elina Tzengko (Griechenland) und Mykolas Alekna (Litauen), die in Tallinn die Trophäe als „Rising Stars“ entgegennehmen durften. Die 20 Jahre alte Tzengko hatte in München als bislang jüngste Speerwerferin den EM-Titel klargemacht. Der gleichaltrige Diskuswerfer Alekna ließ auf WM-Silber ebenfalls Gold in München folgen. Er nahm seinen Preis unter den stolzen Augen seines Vaters Virgilijus, mehrmaliger Weltmeister und Olympiasieger, im Empfang.

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