| Springermeeting Cottbus

Levchenko, Vloon und Obiena triumphieren, auch Onnen überzeugt

© Andreas Neuthe
Das 22. Springermeeting in Cottbus hat am Mittwoch gleich mit drei Siegern aufgewartet. Yulia Levchenko war mit 1,94 Metern die überragende Hochspringerin bei den Frauen. Imke Onnen stieg mit 1,91 Metern in ihre Saison ein. Der Stabhochsprung der Männer endete mit zwei Siegern. Hallen-Europameister Menno Vloon und Ernest Obiena teilten sich nach 5,77 Meter und einem Stechen den Sieg.
Ewald Walker / jhr

Leichtathletik-Fieber in Cottbus: 13 Athletinnen und Athleten begeisterten am Mittwochabend 2.400 Zuschauer in der ausverkauften Lausitz-Arena. „Unfassbare Stimmung, drei Athleten über 5,77 Meter, das gab es seit Jahren nicht mehr hier“ freute sich Meeting-Direktor Robert Sammler über ein stimmungsvolles Meeting mit toller Show, Musik und sportlichen Leistungen, in dem auch die deutschen Athleten eine gute Rolle spielten.

Yulia Levchenko (Ukraine) wurde ihrer Favoritenrolle im Hochsprung gerecht. Die WM-Zweite von 2017 meisterte ohne Fehlversuch alle Höhen einschließlich 1,91 Metern, siegte am Ende souverän mit 1,94 Metern und zwei gerissenen Versuchen bei zwei Metern.

DLV-Trio schon früh in Form

Nach einer Anreise von 20 Stunden aus dem Trainingslager in Stellenbosch (Südafrika) gelang Imke Onnen (Cologne Athletics) mit 1,91 Metern und Rang zwei ein glänzender Saisoneinstand. „Ich bin deshalb sehr stolz über meine heutige Leistung und Vorstellung“, meinte die vierfache Deutsche Meisterin, die bei ihrem besten Versuch mit einem lauten „Woow“ ihre Freude herausschrie.

Eine gute Vorstellung lieferte auch Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 1,88 Metern und Platz drei ab und scheiterte nur knapp an einer neuen Bestleistung von 1,91 Metern. „Ich bin dennoch richtig zufrieden“, strahlte die deutsche Hallenmeisterin.

Johanna Göring (Salamander Kornwestheim) verpasste nur knapp ihre bisherige Saisonbestleistung von 1,88 Metern, zeigte mit 1,84 Meter dennoch eine gute Form. „Ich hatte zwei sehr gute Versuche über 1,88 Meter und bin seit drei Jahren nicht mehr so gut gesprungen“, freute sich die 20-Jährige über Platz vier, „ich merke, es geht weiter nach oben und ich möchte in Dortmund bei der Hallen-DM um eine Medaille springen.“

Bo Kanda Lita Baehre und Torben Blech meistern 5,70 Meter

Die Lausitz-Arena kochte, als im Stabhochsprung sechs Springer die 5,70 Meter überquert hatten, darunter mit Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) und Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) auch zwei DLV-Athleten. Bo Kanda Lita Baehre war nach leichtem Fieber am Vorabend mit seinen 5,70 Metern zufrieden. „Ich kann wieder da ober mitmischen“, sagte der Vize-Europameister von 2022.

Torben Blech sprang mit 5,70 Metern ebenfalls  Saisonbestleistung. „Anlauf, Absprung, alles hat gepasst“, erklärte er zufrieden. 
Das DLV-Duo landete auf den Rängen fünf und sechs, denn 5,77 Meter waren an diesem Abend noch zu hoch.

Dreikampf endet mit zwei Siegern

Diese Höhe überwandten unter großem Applaus gleich drei Athleten. Der zweimalige Weltmeister und Vorjahressieger Sam Kendricks (USA) benötigte für die 5,77 Meter drei Anläufe und wurde damit diesmal am Ende Dritter.

Bei Menno Vloon (Niederlande) und Ernest Obiena (Philippinen) blieb die Latte jeweils schon im zweiten Versuch oben. Da sich die beiden vorher gar keinen Fehlversuch erlaubt hatten, lagen sie gemeinsam an der Spitze des Klassements. Das blieb auch nach drei vergeblichen Anläufen auf 5,84 Meter so. Im Stechen gingen die beiden diese Höhe ein viertes Mal an, waren dabei aber wieder nicht erfolgreich und beendeten den Wettkampf. Somit stehen erstmals in Cottbus gleich zwei Sieger ganz oben in der Ergebnisliste.

Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.

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