Wissenswertes aus der Welt der Leichtathletik
Richard Ringer verpasst Bestzeit in Dubai nur knapp
Beim Halbmarathon „Burj2Burj“ am Sonntagmorgen in Dubai ist Richard Ringer (LC Rehlingen) die zweitbeste Zeit seiner Karriere gelaufen. Mit 61:07 Minuten belegte der Marathon-Europameister von 2022, der im Frühjahr den Boston-Marathon laufen will, Platz sieben und blieb nur 16 Sekunden über seiner 2025 in Berlin aufgestellten Bestzeit. Das Rennen entschied Bahn-Weltrekordler Joshua Cheptegei (Uganda) nach 59:26 Minuten knapp vor Nicholas Kipkorir (Kenia; 59:28 min) und Marathon-Weltmeister Alphonce Simbu (Tansania; 59:30 min) für sich. Schnellste Frau war Irene Cheptai, die Kenianerin gewann mit 66:57 Minuten knapp vor ihrer Landsfrau Daisilah Jerono (66:59 min). Dritte wurde die Äthiopierin Ftaw Zeray (67:01 min). Auf Platz zehn lief Richard Ringers Ehefrau Nada Ina Pauer (Österreich; LC Rehlingen) mit 80:31 Minuten. Zu den Ergebnissen. jw
Hürdensprinterinnen überzeugen in Neubrandenburg
Am zweiten Tag der Norddeutschen Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg haben die Hürdensprinterinnen für die Top-Leistungen gesorgt. Bei den Frauen gewann Lia Flotow (1. LAV Rostock) mit 8,22 Sekunden, im Halbfinale war sie sogar noch vier Hundertstel schneller unterwegs. In der weiblichen U20 zeigte Delisha Benelisa Domingos (TuS Lichterfelde) mit 8,27 Sekunden – deutsche U18-Bestleistung über die hohen Hürden – ein starkes Rennen. Über 200 Meter der U20 blieb die Rostockerin Paula Springstein (23,90 sec) unter 24 Sekunden. Den Hochsprung gewann Ella Obeta (LG Nord Berlin) mit 1,80 Metern. Am Samstag hatte Philina Schwartz (Berlin Athletics) mit 7,18 Sekunden und der Hallen-WM-Norm über 60 Meter für den Höhepunkt gesorgt. Zu den Ergebnissen.
Georg Harpf kratzt an den 20 Metern
Sechster Start der Saison, fünfte Bestleistung: Bei Kugelstoßer Georg Harpf läuft es aktuell optimal. So auch beim Munich Indoor am Wochenende. Der 20-Jährige steigerte im zweiten Versuch seinen Hausrekord um fünf Zentimeter auf 19,74 Meter, um in dritten Versuch weitere zehn Zentimeter draufzupacken. Auf der Rundbahn überzeugten 200-Meter-Sieger Karl Gattinger (21,19 sec) und 400-Meter-Sieger Thilo Traue (alle LG Stadtwerke München; 47,11 sec). Dank ihrer enormen Breite lieferten die Sprinter der LG Stadtwerke München auch in der 4x200-Meter-Staffel Top-Zeiten ab. Das erste LG-Quartett siegte in 1:25,18 Minuten vor der zweiten Staffel (1:25,99 min). Zu den Ergebnissen.
Julien Alfred startet mit 7,00 Sekunden in die Saison
100-Meter-Olympiasiegerin Julien Alfred (St. Lucia) ist pfeilschnell in die Saison gestartet. Am Sonntag steigerte sie in Fayetteville (USA) die Weltjahresbestzeit über 60 Meter auf 7,00 Sekunden. Hallenweltmeisterin Amber Anning (Großbritannien) entschied die 400 Meter in 50,51 Sekunden für sich.
Büchs und Fleurisson mit überzeugenden Hürdenzeiten
Mit 30 Jahren ist Johanna Büchs (LG Main-Spessart) erstmals unter 8,20 Sekunden über 60 Meter Hürden geblieben. Im Finale der Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Frankfurt gewann sie mit 8,17 Sekunden vor U20-Sprinterin Daryl Ndasi (Munich Athletics; 8,35 sec). Bei den Männern war Zehnkämpfer Fred Isaac Fleurisson (Eintracht Frankfurt) mit 7,83 Sekunden nicht zu schlagen. Nach den 1.500 Metern am Samstag entschied Addia Budde (LAV Stadtwerke Tübingen) mit 2:07,52 Minuten auch die 800 Meter für sich. Hochsprungsiegerin Jara Ellinger (VfB Stuttgart) kam mit 1,83 Metern bis auf einen Zentimeter an ihre Bestleistung heran. Zehnkämpfer Niklas Kaul (USC Mainz) testete über 200 Meter (23,08 sec) und 60 Meter Hürden (8,23 sec) seine Sprint-Form. Zu den Ergebnissen.
Erst 6,00 Meter für Karalis und Bradford zu hoch
Noch beißt sich die globale Stabhochsprung-Elite in diesem Winter die Zähne an den prestigeträchtigen sechs Metern aus. Am Samstag in Athen scheiterte der griechische Landesrekordler Emmanouil Karalis dreimal an dieser Höhe, gewann aber das von ihm organisierte Meeting mit 5,90 Metern vor Chris Nilsen (USA; 5,80 m) und David Holy (Tschechien; 5,70 m). US-Stabhochspringer Zach Bradford meisterte in Roubaix (Frankreich) ebenfalls 5,90 Meter, auch für ihn waren am Samstag die 6,00 Meter zu hoch. Dahinter folgte das französische Duo Baptiste Thiery (5,82 m) und Mathis Prod'homme (5,73 m). Bei den Frauen gewann Imogen Ayris (Neuseeland) mit 4,70 Metern vor Hallenweltmeisterin Marie-Julie Bonnin (Frankreich; 4,60 m). eme/aj
Nicht zu teuer: Finanzminister Lars Klingbeil will Heim-Olympia
Für Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) spricht das Kosten-Argument nicht gegen eine deutsche Olympia-Bewerbung. „Wir können uns Olympische Spiele leisten und wir sollten uns Olympische Spiele leisten. Sie machen unser Land stärker und besser“, sagte der Vizekanzler der „Bild am Sonntag“. Der SPD-Vorsitzende verwies auf den Erfolg der Sommerspiele in Paris vor zwei Jahren und erinnerte an die Fußball-WM 2006 in Deutschland. „Ich bin fest davon überzeugt, dass solche sportlichen Großevents unser Land stark machen und schöne Ereignisse sind, die unserem Land guttun“, so Lars Klingbeil. Dass es gleich vier Interessenten für eine deutsche Olympia-Bewerbung gebe, sei beeindruckend: „Das spricht auch dafür, wie wichtig in Deutschland die Olympischen Spiele gesehen werden.“ Der Bundesfinanzminister hatte zugesichert, dass der Bund sowohl die Bewerbung wie auch mögliche Olympische Spiele in Deutschland finanziell unterstützen wird. dpa
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