| Metz

Femke Bol läuft beim 800-Meter-Debüt gleich Landesrekord

Die niederländische Langsprinterin Femke Bol reißt nach einem Rennen in der Halle den rechten Arm triumphierend in die Höhe. © Torben Flatemersch
Das lang erwartete 800-Meter-Debüt von Femke Bol hielt, was es versprach. Die niederländische Top-Läuferin blieb am Sonntag n Metz gleich unter zwei Minuten. Einen Zentimeterkrimi auf höchstem Niveau lieferten sich die Weitspringer Mattia Furlani und Bozhidar Saraboyukov.
Martin Neumann

Der Europäische Leichtathletik-Verband European Athletics hatte in Anspielung auf den NFL-Superbowl heute Nacht in San Francisco das mit Spannung erwartete 800-Meter-Debüt von Femke Bowl in Metz (Frankreich) zum „Super-Bol-Sunday“ deklariert. Und die niederländische Ausnahmeläuferin lieferte. Mit ihrem langen und lockeren Schritt folgte sie der Tempomacherin, durchlief die 400 Meter nach etwa 57 Sekunden und gab die Spitze bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab. Mit 1:59,07 Minuten steigerte die zweimalige 400-Meter-Hürden-Weltmeisterin den 25 Jahre alten Landesrekord um fast eine Sekunde.

Zwar musste die Niederländerin, die im Wettkampf noch nie weiter als 500 Meter gelaufen ist, auf der zweiten Streckenhälfte die Härte der 800 Meter kennenlernen. Doch die Konkurrenz konnte Femke Bol trotz aller Versuche nicht mehr einholen. Hinter der Niederländerin folgte das Schweizer Duo Valentina Rosamilia (1:59,90 min) und Lore Hoffmann (1:59,91 min) sowie die Deutsche Hallenmeisterin Smilla Kolbe (Eintracht Frankfurt), die ihre Saisonbestzeit auf 2:01,75 Minuten steigerte. Im B-Lauf belegte Alica Schmidt (SCC Berlin) mit neuer Bestzeit von 2:03,99 Minuten Rang sieben.

Furlani und Saraboyukov landen erst nach 8,39 Metern

Gleich zwei Weltjahresbestleistungen gab es im Weitsprung. Weltmeister Mattia Furlani (Italien) und Bozhidar Saraboyukov (Bulgarien) flogen jeweils im fünften Versuch auf 8,39 Meter. Da der Italiener den knapp besseren zweiten Versuch hatte (8,38 m zu 8,37 m) gewann er das Meeting. Bozhidar Saraboyukov feierte trotzdem: mit einem sehenswerten Rückwärtssalto. Starke Leistungen zeigten auch die Stabhochspringerinnen Tina Sutej (Slowenien; 4,80 m) und Amalie Svabikova (Tschechien; 4,75 m).

Auf der Sprintbahn setzte sich über 60 Meter Hürden Pia Skrzyszowska (Polen) mit 7,82 Sekunden vor Tokio-Weltmeisterin Ditaji Kambundji (Schweiz, 7,87 sec) durch. Ohne Hürden war Patrizia van der Weken (Luxemburg) mit 7,08 Sekunden nicht zu schlagen. Die 400-Meter-Siege gingen an Henriette Jaeger (Norwegen; 50,62 sec) und Hallen-Europarekordler Attila Molnar (Ungarn; 45,57 sec).

Unter dem großen Jubel der französischen Fans zeigte Yann Schrub über 3.000 Meter eine starke Vorstellung. Mit 7:29,38 Minuten steigerte er den französischen Rekord und schob sich auf Rang vier der ewigen europäischen Bestenliste. Den finalen Kilometer lief der Franzose dabei in 2:26 Minuten. Die 800 Meter der Männer waren eine klare Angelegenheit für Mohamed Ali Gouaned. Der Algerier siegte mit 1:44,67 Minuten.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik ...

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