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Frühjahrs-Klassiker: Starke Konkurrenz für Amanal Petros in London

Sabastian Sawe läuft jubelnd über das Zielband, auf dem "BMW Berlin Marathon" zu lesen ist © SCC Events / Petko Beier
Hochklassige Rennen zeichnen sich bei den drei Frühjahrsläufen der World Marathon Majors-Serie ab. Bereits am 1. März macht der Tokio-Marathon den Anfang. Mit einigem Abstand folgen dann die Klassiker in Boston und London am 20. beziehungsweise 26. April. Zwischendurch werden am 12. April die deutschen Meistertitel im Marathon vergeben.
Jörg Wenig

Beim ersten Frühjahrsmarathon der Majors-Serie wird Vorjahressieger Tadese Takele in Tokio (Japan) starten. Der Äthiopier gewann vor einem Jahr mit einer Bestzeit von 2:03:23 Stunden. Mit dieser Zeit ist er jedoch nur der fünftschnellste Läufer auf Tokios Startliste. Das Feld wird angeführt von Timothy Kiplagat (2:02:55 h), der vor zwei Jahren in Tokio Zweiter war. Hinter dem Kenianer folgen der London-Marathon-Sieger von 2024, Alexander Mutiso (PB: 2:03:11 h), Vincent Negtich (beide Kenia; 2:03:13 h) und der Berlin-Marathon-Sieger des Jahres 2024, Milkesa Mengesha (Äthiopien; 2:03:17 h). 

Brigid Kosgei ist die schnellste Läuferin auf der Startliste. Die frühere Weltrekordlerin aus Kenia hat eine Bestzeit von 2:14:04 Stunden. Sie ist jedoch nicht unbedingt die Favoritin, denn zwei Äthiopierinnen sind sehr stark einzuschätzen: Hawi Feysa und Sutume Kebede gehen mit Hausrekorden von 2:14:57 beziehungsweise 2:15:55 Stunden ins Rennen. Mit Rosemary Wanjiru (PB: 2:16:14 h) läuft zudem die Berlin-Marathon-Siegerin des vergangenen Jahres.

Richard Ringer erstmals in Boston

Traditionell starten beim Boston-Marathon die Titelverteidiger. So wird es auch in diesem Jahr sein, wenn das Rennen in der Metropole im US-Bundesstaat Massachusetts am 20. April zum 130. Mal stattfindet. John Korir gewann im vergangenen Jahr in hochklassigen 2:04:45 Stunden. Im Dezember steigerte er sich als Sieger des Valencia-Marathons dann auf 2:02:24 Stunden. Sharon Lokedi brach 2025 den elf Jahre alten Streckenrekord. Die Kenianerin triumphierte in 2:17:22 Stunden und verbesserte die alte Marke damit gleich um mehr als zweieinhalb Minuten. 

Zum ersten Mal läuft Richard Ringer (LC Rehlingen; PB: 2:05:46 h) den Boston-Marathon. Es wird für den Europameister von 2022 das erste Rennen über die klassische Distanz seit der WM in Tokio im vergangenen September, wo er einen guten 13. Platz belegt hatte. Die schwere Strecke des Boston-Marathons kennt Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics; 2:06:45 h) bereits. Er hatte dort vor drei Jahren Rang 16 belegt und kehrt nun zurück zu dem Klassiker. 

Schaulaufen der Stars in London

Der Marathon-Frühjahrs-Höhepunkt wird einmal mehr in London (Großbritannien) stattfinden. Dabei ist das Frauenfeld noch etwas spektakulärer besetzt als jenes der Männer: Sifan Hassan (Niederlande), amtierende Olympiasiegerin und Europarekordlerin (PB: 2:13:44 h) trifft auf die Olympiasiegerin von 2021 und aktuelle Weltmeisterin, Peres Jepchirchir (Kenia; 2:14:43 h).

Beide müssen sich mit Vorjahressiegerin Tigst Assefa (Äthiopien; 2:11:53 h) auseinandersetzen, die vor einem Jahr an der Themse einen Weltrekord für reine Frauenrennen – ohne männliche Tempomacher – aufstellte (2:15:50 h). Valencia-Siegerin Joyciline Jepkosgei (2:14:00 h) sowie die Olympia-Dritte Hellen Obiri (beide Kenia; 2:17:41 h), starten ebenfalls an der Themse. Erstmals seit ihrem sensationellen dritten Platz beim WM-Marathon in Tokio wird Julia Paternain (Uruguay; 2:27:09 h) wieder ein Rennen über die 42,195 Kilometer laufen.

Amanal Petros gegen den Olympiasieger

Bei den Männern trifft Olympiasieger Tamirat Tola (Äthiopien; 2:03:39 h), auf die beiden zuletzt schnellsten Marathonläufer der Welt: Sabastian Sawe (Kenia; 2:02:05 h), der als Titelverteidiger startet, und Jacob Kiplimo (Uganda; 2:02:23 h). Auch Deresa Geleta (Äthiopien; 2:02:38 h) lief bereits unter 2:03:00 Stunden. Geoffrey Kamworor (Kenia; 2:04:23 h), der vor wenigen Tagen bei seinem Sieg beim Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten an seine besten Zeiten anknüpfte, und der 10.000-Meter-Weltrekordler Joshua Cheptegei (Uganda; 2:04:52 h) können ebenfalls eine starke Rolle spielen.

Außerdem läuft der Halbmarathon-Weltrekordler Yomif Kejelcha (Äthiopien; 57:30 h) sein Marathon-Debüt. Die Konkurrenz wird für den Vize-Weltmeister Amanal Petros (Hannover 96) extrem stark sein. Der Deutsche Marathon-Rekordler (2:04:03 h) ist der einzige deutsche Topläufer auf der Londoner Startliste.

Für weitere deutsche Top-Marathonis ist darüber hinaus der 19. April rot im Kalender angestrichen: An diesem Tag finden im Rahmen des Hannover-Marathons die Deutschen Marathon-Meisterschaften statt. Unter anderem haben Johannes Motschmann (SCC Berlin) und Filimon Abraham (LG Telis Finanz Regensburg) schon ihre Startzusage gegeben. 

Foto: Sabastian Sawe gehört zu den Top-Startern beim London-Marathon, dort trifft er unter anderem auf den Deutschen Rekordler Amanal Petros. 

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