Am ersten Tag des Pfingstsportfestes in Zeven hat Delisha Benelisa Domingos die deutsche U18-Bestleistung im Hürdensprint auf 13,09 Sekunden gesteigert. Über die Hürden gab es weitere starke Leistungen und Normen für Nachwuchsmeisterschaften in diesem Sommer.
Insbesondere unterm Hallendach haben Daryl Ndasi (Munich Athletics) und Delisha Benelisa Domingos (TuS Lichterfelde) in den vergangenen Jahren die deutschen U18-Bestleistungen über 60 Meter Hürden immer weiter nach unten geschraubt. Daryl Ndasi ist inzwischen in die U20 aufgerückt. Delisha Benelisa Domingos steigerte zuletzt im vergangenen Winter die deutsche U18-Bestleistung über die 83,8 Zentimeter hohen Hürden bis auf 8,27 Sekunden.
Am Wochenende beim Pfingstsportfest in Zeven unterbot die 16-Jährige auch die deutsche U18-Bestleistung (13,24 sec) von Daryl Ndasi über 100 Meter Hürden (76,2 cm). Bei strahlendem Sonnenschein und 0,6 m/sec Rückenwind legte die Nachwuchsathletin 13,09 Sekunden auf die Bahn und bestätigte diese Zeit im Finale in 13,15 Sekunden. Damit blieb Delisha Benelisa Domingos auch erstmals in diesem Sommer klar unter der Norm (13,75 sec) für die U18-EM in Rieti (Italien; 16. bis 19. Juli).
Marc Leonard Hildebrand startet rasant die die Altersklasse U20
In der männlichen Jugend U20 näherte sich Marc Leonard Hildebrand (Dresdner SC 1898) dem deutschen U20-Rekord über die 99,1-Zentimeter hohen Hürden von Gregor Traber (13,31 sec). Der 18-Jährige, der auch im kommenden Jahr noch der U20 angehört, spulte die 110 Meter Hürden in 13,40 Sekunden ab. Die Norm (13,90 sec) für die U20-WM in Eugene (USA; 4. bis 9. August) hatte er schon im Vorlauf (13,63 sec) abgehakt, genauso wie Arne Döring (LAC Erdgas Chemnitz; 13,89 sec), der im Finale (14,16 sec) Zweiter wurde.
In der männlichen Jugend U18 blieb Luca Koch (LAC Erdgas Chemnitz) in Vorlauf (13,73 sec) und Finale (13,70 sec) erstmals in diesem Sommer unter der Norm (13,95 sec) für die U18-EM. Die Anforderung für die U20-WM (13,70 sec) in der weiblichen Jugend U20 erfüllte Shira Kurzawa (LAC Erdgas Chemnitz) und das ebenfalls gleich im Vorlauf (13,58 sec) und Finale (13,57 sec).
Im Rennen der Frauen legte Amira Never (LAC Erdgas Chemnitz) im Vorlauf 13,17 Sekunden auf die Bahn. Im Finale erreichte die DM-Zweite mit einer Bestzeit von 12,96 Sekunden nicht das Ziel. Es gewann Samita Schatz (Pulheimer SC; 13,33 sec).
Tjark Schult steigert sich auf47,39 Sekunden, weitere Nachwuchs-Normen
Lisa Marie Kwayie (Berlin Athletics) ließ windunterstützten 11,41 Sekunden im 100-Meter-Vorlauf (+2,2 m/sec) der Frauen unter regulären Bedingungen im Finale (+0,4 m/sec) 11,47 Sekunden folgen. Über 200 Meter steigerte sich Lena Anochili (Hamburger SV) auf 23,53 Sekunden und erfüllte die Norm (24,00 sec) für die U20-WM, genau wie die zweitplatzierte Luna Fischer (VfL Eintracht Hannover; 23,96 sec).
Der Deutsche U20-Hallenmeister aus dem vergangenen Winter Tjark Schult (LG Flensburg) legte die Stadionrunde in 47,39 Sekunden zurück und unterbot damit die U20-WM-Norm (47,40 sec) um eine Hundertstel. Über 400 Meter Hürden blieb Erik Siepmann (53,95 sec) um fünf Hundertstel unter der Vorgabe (54,00 sec) für die U18-EM.
Die Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik.