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Tigst Assefa will sich in Berlin den Weltrekord zurückholen

© SCC Events / Jean Marc Wiesner
Drei Jahre nach ihrem Weltrekord in der Hauptstadt startet Tigst Assefa wieder beim Berlin-Marathon. Die Äthiopierin möchte sich die Rekordmarke am 27. September zurückholen. Zu ihren Kontrahentinnen zählen unter anderem Trainingspartnerin Amane Beriso und Vorjahressiegerin Rosemary Wanjiru. Esther Pfeiffer steht vor ihrem ersten Marathon gegen Weltklasse-Konkurrenz.
Jörg Wenig

Äthiopiens Olympia-Zweite Tigst Assefa wird am 27. September zum Berlin-Marathon zurückkehren und will sich auf der schnellen Strecke den Weltrekord zurückholen. Die frühere Mittelstreckenläuferin hat den Berlin-Marathon bereits zweimal gewonnen und dabei jeweils für Furore gesorgt: 2022 verbesserte sich die Äthiopierin um fast 20 Minuten auf 2:15:37 Stunden, ein Jahr später brach sie den Weltrekord und trieb die Marke mit 2:11:53 Stunden in neue Dimensionen.

Die 29-jährige Olympia-Zweite, die 2025 auch bei der WM Silber gewann, ist die aktuelle Weltrekordlerin für reine Frauen-Rennen (ohne männliche Tempomacher). Tigst Assefa brach den Rekord zunächst 2025 in London mit 2:15:50 Stunden und verbesserte die Marke dann in diesem Frühjahr auf 2:15:41 Stunden. Ursprünglich wollte Tigst Assefa bereits im vergangenen Jahr wieder auf der superschnellen Strecke des Berlin-Marathons laufen, doch der Termin kollidierte mit der WM in Tokio (Japan). Nun will sie die schnelle Strecke nutzen, um sich den Weltrekord zurückzuholen, der inzwischen bei 2:09:56 Stunden steht.

„Ich freue mich sehr, dass ich drei Jahre nach meinem Weltrekordrennen 2023 die Chance habe, wieder in Berlin zu starten und danke den Veranstaltern, dass sie dies möglich gemacht haben. Es  wird wieder mein Ziel sein, den Weltrekord zu brechen. Ich hoffe, dass mich die Zuschauer antreiben werden“, sagte Tigst Assefa.

Weltmeisterin von 2023 und Vorjahressiegerin dabei

Amane Beriso ist eine weitere absolute Weltklasseläuferin aus Äthiopien, die in Addis Abeba auch eine Trainingspartnerin von Tigst Assefa ist. Die 34-Jährige sorgte beim Valencia-Marathon 2022 für Furore, als sie lange Zeit auf Weltrekordkurs lag und dann am Ende mit 2:14:58 Stunden die zum damaligen Zeitpunkt drittschnellste je gelaufene Zeit erreichte. Nach diesem Sieg gewann sie ein Jahr später auch den WM-Marathon in einem Hitzerennen in Budapest (Ungarn). Nach Verletzungsproblemen möchte sich Amane Beriso nun in Berlin zurückmelden.

Mit Rosemary Wanjiru wird am 27. September die Titelverteidigerin beim Berlin-Marathon an den Start gehen. Die 31-jährige Kenianerin war bereits 2022 ein sehr starkes Rennen in Berlin gelaufen. Damals wurde sie in ihrem Debüt auf Anhieb Zweite mit 2:18:00 Stunden. Ein halbes Jahr später gewann Rosemary Wanjiru den Tokio-Marathon. 2025 kehrte sie zum Berlin-Marathon zurück und gewann das Hitzerennen trotz extremer Erschöpfung in 2:21:05 Stunden. Die Kenianerin wird sicherlich versuchen, ihre Bestzeit von 2:16:14 Stunden auf der schnellen Berliner Strecke zu unterbieten.

Erstes großes Marathonrennen für Esther Pfeiffer

Esther Pfeiffer bestreitet in Berlin ihr erstes Marathonrennen gegen Weltklasse-Konkurrenz. 2023 hatte die inzwischen 28-Jährige ihr Debüt in Köln praktisch konkurrenzlos mit 2:37:00 Stunden gewonnen. Seitdem ist sie über die 42,195 Kilometer nicht mehr gelaufen, sondern hat sich auf Straßenlauf-Distanzen von zehn Kilometern bis zum Halbmarathon fokussiert.

Im März konnte sie sich beim Berliner Halbmarathon auf 67:25 Minuten verbessern. Damit setzt die Straßenlauf-Spezialistin ihre Entwicklung fort. Beim Hauptstadt-Rennen über die doppelte Distanz möchte sie mutig anlaufen und eine Top-Zeit anpeilen. 

„Der BMW Berlin-Marathon verspricht einmal mehr eine Veranstaltung der Superlative zu werden. Wir freuen uns über das hochklassige Elitefeld, das mit Athletinnen wie Tigst Assefa, Amane Beriso und der Titelverteidigerin Rosemary Wanjiru ein packendes Rennen verspricht. Auch aus deutscher Sicht ist bei Esther Pfeiffer eine spannende Leistungsentwicklung zu erwarten. Berlin bleibt damit eine Bühne für Rekorde, Emotionen und herausragende sportliche Geschichten“, sagte Race-Direktor Mark Milde.

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