| Diamond League Doha

Premiere für DLV-Quartett, Gesa Krause holt weiter Schwung für die Hindernisse

© Gladys Chai von der Laage
Dreispringerin Caroline Joyeux, Langhürdlerin Eileen Demes, Langsprinterin Skadi Schier und Sprinter Robin Ganter starten am Freitag in Doha erstmals in einem Wettkampf der Diamond League-Kategorie, zum zweiten Mal nach 2023 in Chorzów ist Niklas Buchholz über die Hindernisse dabei. Erstmals seit 2016 stellt sich Gesa Krause über 1.500 Meter der Diamond League-Konkurrenz.
Jan-Henner Reitze

Die Station in Doha (Katar) hatte ursprünglich die Diamond-League-Saison Anfang Mai eröffnen sollen. Wegen des Iran-Kriegs wurde der Termin auf den kommenden Freitag (19. Juni) verlegt. Drei DLV-Athletinnen und ein DLV-Athlet starten dort erstmals in der aktuell höchsten Meeting-Kategorie des Wettkampfkalenders.

Dazu gehört zum Beispiel Dreispringerin Caroline Joyeux (LG Nord Berlin), die ihren Durchbruch in die internationale Spitze im vergangenen Sommer mit insgesamt sechs Wettkämpfen mit Weiten von 14,00 Metern oder mehr gefeiert hatte. In diesen Sommer ist die WM-Zehnte am vergangenen Freitag mit einem Sieg in Dresden und 13,73 Metern gestartet. Im Feld von Doha hat mit Olympiasiegerin Thea LaFond (Dominica) eine ihrer Gegnerinnen in Bestform sogar schon die 15 Meter übertroffen. Weltmeisterin Leyanis Pérez Hernandez (Kuba) fehlen noch zwei Zentimeter zu dieser Marke. 

Stadionrunde mit Eileen Demes und Skadi Schier

Auf der Stadionrunde stellen sich erstmals mit Hürden Eileen Demes (TV 1861 Neu-Isenburg) und ohne Hürden Skadi Schier (SCC Berlin) der starken Diamond-League-Konkurrenz. Eileen Demes hat im vergangen Sommer schon im B-Lauf des Finals in Zürich (Schweiz) Diamond-League-Atmosphäre erlebt. In diesem Sommer steht sie schon bei 55,07 Sekunden. Als Favoritin geht die WM-Dritte Emma Zapletalová (Slowakei) ins Rennen, die schon die Diamond-League-Stationen in Rabat (Marokko), Rom (Italien) und Oslo (Norwegen) gewonnen hat.

Skadi Schier hat ihre Bestzeit beim Goldenen Oval in Dresden auf 51,63 Sekunden verbessert. Zu den Athletinnen, mit denen sich die viermalige Deutsche Meisterin messen darf, zählen Olympiasiegerin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik) und Europameisterin Natalia Bukowiecka (Polen).

Niklas Buchholz trifft auf Soufiane El Bakkali

Mit Robin Ganter (MTG Mannheim) steht auch ein DLV-Athlet vor seiner Diamond-League-Premiere. Über 200 Meter trifft der Deutsche Hallenmeister unter anderem auf den Kubaner Reynier Mena, dessen Bestzeit bei 19,63 Sekunden steht. Der nächste DLV-Hindernisläufer, der sich dem zweimaligen Olympiasieger Soufiane El Bakkali (Marokko) stellt, ist WM-Finalist Niklas Buchholz (Franconia Athletics).

In ihrer Karriere schon reichlich Erfahrung in der Diamond League gesammelt und sogar schon einen Sieg gelandet hat Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier). Eher ungewohnt ist für die zweimalige Hindernis-Europameisterin aber die Strecke. Denn die 33-Jährige geht über 1.500 Meter an den Start. Über diese Strecke hat sie gerade erst in Pfungstadt ihre Bestzeit auf 4:04,74 Minuten gesteigert. Diese Marke dürfte schon wieder wackeln. Sechs Athletinnen im Feld sind schon unter 4:00,00 Minuten geblieben, die schnellste Bestzeit bringt die Äthiopierin Birke Haylom (3:53,22 min) mit.

Mutaz Barshim und Neeraj Chopra wollen sich zurückmelden

Auch ohne Weltrekordler Armand Duplantis (Schweden) sind fünf Athleten im Feld der Stabhochspringer, die schon 6,00 Meter oder mehr überquert haben. Darunter sind der WM-Zweite Emmanouil Karalis (Griechenland), der Olympia-Zweite und zweimalige Weltmeister Sam Kendricks (USA) und der Olympia-Vierte Ernest Obiena (Philippinen).

Vor Heimpublikum in Richtung der alten Stärke zurückfinden will nach Verletzungspause Hochspringer Mutaz Barshim (Katar), der zuletzt als Olympia-Dritter von Paris (Frankreich) mit 2,34 Metern geglänzt hatte und in diesem Sommer immerhin schon wieder 2,23 Meter übersprungen hat. Im Speerwurf kehrt der Olympiasieger von 2021 Neeraj Chopra (Indien) nach Rückenproblemen zurück und bekommt es gleich mit Rumesh Tharanga Pathirage (Sri Lanka) zu tun, der in Rom erstmals die 90-Meter-Marke übertroffen hatte.

Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus Doha beginnt am Freitag, 19. Juni um 18.45 Uhr. Zusammenfassungen werden im Anschluss an das Meeting auf sportschau.de und zdf.de veröffentlicht.

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