In Monaco am Freitag ist DLV-Hochspringer Tobias Potye erstmals seit drei Jahren wieder bei einem Diamond-League-Meeting dabei. Vor seiner nächsten Bewährungsprobe in der internationalen Spitze steht Hindernisläufer Niklas Buchholz.
Der Sommer 2023 war der bisher beste in der Karriere von Tobias Potye (Munich Athletics). Der Hochspringer überflog mit 2,34 Metern und 2,33 Metern die bisher größten Höhen seiner Karriere und belegte bei der WM in Budapest (Ungarn) den fünften Platz. Zuletzt in der Diamond League startete der 31-Jährige ebenfalls im Sommer 2023. Am kommenden Freitag (10. Juli) in Monaco (Monte Carlo) will sich der siebenmalige Deutsche Meister auf der Diamond-League-Bühne zurückmelden. Bei den „Tagen der Überflieger“ hatte der Münchner mit 2,30 Metern bewiesen, dass er wieder ganz große Sprünge drauf hat.
Im Feld sind drei weitere Athleten, die in diesem Sommer schon 2,30 Meter oder mehr überquert haben: Der Brite Kimani Jack und Sarvesh Anil Kushare (Indien) mit jeweils 2,31 Metern und der Jamaikaner Romaine Beckford (2,30 m). Angekündigt haben sich außerdem Hallen-Weltmeister Oleh Doroshchuk (Ukraine), der Sieger von Rom (Italien) und Doha (Katar) Matteo Sioli (Italien), sowie der Olympiasieger von 2021 Mutaz Barshim (Katar).
Niklas Buchholz mit Chance auf Bestzeit
In der laufenden Diamond-League-Saison hat Hindernisläufer Niklas Buchholz (Franconia Athletics) bereits als Sechster in Doha (Katar) überzeugt. Der WM-Finalist ist außerdem in Turku (Finnland; 8:15,27 min) schon nah an seine Bestzeit (8:14,05 min) aus dem vergangenen Sommer herangelaufen. Überraschungs-Weltmeister Geordie Beamish (Neuseeland) oder der WM-Dritte Edmund Serem (Kenia) gehören zu seinen Gegnern über 3.000 Meter Hindernis. Fünf Athleten im 5.000-Meter-Feld bringen Bestzeiten unter 12:50,00 Minuten mit. Über 3.000 Meter der Frauen sind Weltrekordlerin Faith Kipyegon (Kenia) und Hallen-Weltmeisterin Nadia Battocletti (Italien) am Start.
Das Meeting hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Topzeiten auf den Mittel- und Langstrecken gebracht. Zum Programm gehören diesmal auch die 1.000 Meter. Der Weltrekord über die zweieinhalb Runden besteht seit 1999. Der Kenianer Noah Ngeny lief damals 2:11,96 Minuten. Bisher schlugen alle Angriffe auf diese Bestmarke fehl, der Spanier Mohamed Attaoui lief im vergangenen Sommer in Trier in 2:12,25 Minuten nah an diese ran. Der Dritte der Hallen-WM über 800 Meter hat in Monaco starke Gegner, die eine noch schnellere Zeit möglich machen könnten: Zum Beispiel 800-Meter-Olympiasieger Emmanuel Wanyonyi (Kenia).
Gabby Thomas gegen Julien Alfred
Erstmals seit ihrem 200-Meter-Olympiasieg stellt sich Gabby Thomas (USA) wieder der Diamond-League-Konkurrenz, zu der unter anderem die Olympia-Zweite Julien Alfred (St. Lucia) gehört. Über 400 Meter bekommt es Olympiasiegerin Marileidy Paulino (Dominikanische Republik) mit den Jamaikanerinnen Dejanea Oakley und Nickisha Pryce zu tun, die auch schon unter 49 Sekunden geblieben sind.
Den nächsten Weltrekordversuch erhoffen sich die Veranstalter von Armand Duplantis (Schweden) im Stabhochsprung. Im Weitsprung haben mit Olympiasieger Miltiadis Tentoglou (Griechenland), Weltmeister Mattia Furlani (Italien), Hallenweltmeister Gerson Baldé (Portugal) und dem Weltjahresbesten Simon Ehammer (Schweiz) die aktuell stärksten Athleten dieser Disziplin zugesagt.
Im Speerwurf der Frauen möchte die Chinesin Yan Ziyi ihre Siegesserie nach souveränen Erfolgen in Xiamen (China), Oslo (Norwegen) und Paris (Frankreich) fortsetzen. Im Dreisprung trifft Weltmeisterin Leyanis Pérez (Kuba) unter anderem wieder auf Olympiasiegerin Thea LaFond (Dominica).
Die Meetings der Diamond League werden kostenpflichtig von sporteurope.tv übertragen. Der Stream aus Monaco beginnt am Freitag, 10. Juli um 19.45 Uhr. Auch die ARD überträgt das Meeting im Stream (Zugang z.B. per App auf dem Smart-TV) ab 20:00 Uhr live. Es kommentieren Tim Tonder und Ralf Scholt. Zusammenfassungen werden im Anschluss an das Meeting auf sportschau.de und zdf.de veröffentlicht.