Endspurt bei der U18-EM! Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ist mit 72 jungen Athletinnen und Athleten nach Rieti (Italien) gereist. Wie die DLV-Talente am Sonntag in den letzten Vorrunden abgeschnitten haben, lesen Sie hier.
LIVE-ERGEBNISSE LIVESTREAMS DAS DLV-TEAM
Weibliche U18
100 Meter Hürden | Halbfinale
13,04 Sekunden! Delisha Benelisa Domingos mit U18-Bestzeit Halbfinal-Schnellste
Für die U18-EM hatte sich Delisha Benelisa Domingos (TuS Lichterfelde) vorgenommen, ihre eigene deutsche U18-Bestzeit von 13,09 Sekunden zu knacken. Und das gelang ihr schon im Halbfinale! In 13,04 Sekunden dominierte sie ihr Rennen und war damit die schnellste der drei Halbfinal-Siegerinnen. Allerdings hinterließen auch die favorisierten Alessia Succo (Italien; 13,06 sec) und Nina Hejcíková (Slowakei; 13,08 sec) einen starken Eindruck.
Davon beirren lässt sich die Berlinerin aber ohnehin nicht so leicht. "Es bleibt dabei: Ich schaue nur auf mich", sagte sie nach ihrem Rennen. "Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass ich ganz bei mir bleiben konnte. Ich weiß jetzt fürs Finale: Ich kann's." Nach dem Rennen nahm sie erst einmal die Glückwünsche ihrer Familie entgegen und kündigte dann an, das deutsche Team noch etwas anzufeuern, bevor Körper und Geist für das Finale noch einmal runtergefahren werden.
Thalia Rabe (TV Gladbeck) zeigte mit 13,65 Sekunden eine ähnliche Leistung wie im Vorlauf – Platz sechs in ihrem Halbfinale. "Es war nicht ganz mein Wochenende", befand sie. "Aber es war mir eine Ehre, das Nationaltrikot zu tragen, ich hoffe, das klappt in Zukunft noch einmal. Und das Miteinander im deutschen Team ist ganz toll."
Medley-Staffel | Vorlauf
DLV-Quartett ergattert letztes kleines q
Zuerst sah es so aus, als sollte Sonja Schulte-Mäter (Eintracht Frankfurt), Lisa Fischer (TSG Niefern), Anne Charlotte Blesing (LG/VfL/SSG Bensheim), Sophie Liesigk (SC Magdeburg) das Finale verwehrt bleiben. Das Quartett lief in der Medley-Staffel mit Streckenabschnitten von 100, 200, 300 und 400 Meter in 2:10,04 Minuten auf Platz drei im dritten Vorlauf. Ein großes Q gab es nur für die Erstplatzierten. In Summe lagen die DLV-Sprinterinnen mit ihrer Zeit zunächst auf dem unglücklichen neunten Rang. Die Disqualifikation Irlands bescherte dem deutschen Team dann doch noch das letzte kleine q, drei Hundertstel vor Serbien. Klar die Schnellsten waren im Vorlauf die Tschechinnen mit 2:07,62 Minuten.
Männliche U18
110 Meter Hürden | Halbfinale
Luca Koch belohnt sich
Luca Koch hatte ein pfeilschnelles Halbfinale erwischt: Direkt neben dem Chemnitzer startete Eljahro Philipsen (Niederlande), der im Vorlauf mit 12,96 Sekunden eine neue europäische U18-Bestzeit aufgestellt hatte. Auch im Halbfinale trumpfte der Niederländer wieder groß auf: In 13,07 Sekunden gewann er das Rennen souverän. Dahinter schob sich der Rumäne Pavel Catalin Bunea mit nationaler U18-Bestzeit von 13,42 Sekunden knapp an Luca Koch vorbei, der in 13,43 Sekunden ebenfalls einen neuen Hausrekord verbuchte. Die deutsche U18-Bestzeit von Henrik Hannemann (LG Neumünster) verfehlte er nur um drei Hundertstel.
Die beiden weiteren Läufe musste der 16-Jährige noch abwarten, dann stand fest: Er darf im Finale ein drittes Mal bei dieser U18-EM ran! Seine Zeit war die sechstbeste der Halbfinalrunde. Nicht nach Wunsch verlief das Halbfinale für Jakob Windmüller (SC Frankfurt (Oder)). Mit 14,04 Sekunden blieb er bei Gegenwind von -1,0 Meter/Sekunde hinter seinen Erwartungen zurück. Für die Finalteilnahme hätte er seine Bestmarke von 13,80 Sekunden allerdings deutlich steigern müssen. Das letzte Finalticket sicherte sich der Franzose Orfeo Chandler in 13,56 Sekunden als Halbfinal-Zweiter, der zwei Hundertstel schnellere Belgier Jan Geirnaert wird als Halbfinal-Vierter hingegen nicht im Endlauf dabei sein.
Medley-Staffel | Vorlauf
Deutsche Sprinter mit der viertbesten Zeit im Finale
Nur die Laufsieger erhielten in der Medley-Staffel ein Direktticket ins Finale. So mussten die DLV-Sprinter nach ihrem Lauf zunächst zittern. Hinter Großbritannien (1:51,84 min) und Tschechien (1:52,11 min) liefen Sidwell Njikam (ABC Ludwigshafen), Fabian Wüst (Eintracht Duisburg), Lars Fischer (Eintracht Duisburg), Matthis Stümpfig (SSF Bonn) mit 1:54,13 Minuten als Dritte ins Ziel, eine Hundertstel vor Österreich. Nach allen drei Läufen stand dann fest: Die Zeit reicht locker, um ins Finale einzuziehen, zumal Großbritannien disqualifiziert wurde. Somit waren in der Vorrunde nur drei Staffeln schneller als das DLV-Quartett.