| EM 2026

Battocletti setzt Goldsammlung fort, Mikitenko läuft auf Rang 14

Vanessa Mikitenko im 5.000-m-Feld der EM 2026 in Birmingham © Jan Papenfuß
Die Italienerin Nadia Battocletti hat bei den Europameisterschaften in Birmingham ihren Titel über 5.000 Meter souverän verteidigt. Für Vanessa Mikitenko endete die EM-Premiere auf Platz 14.
Redaktion

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Etwa 4.000 Meter lang belauerte sich das Feld im 5.000-Meter-Finale der Frauen bei der EM in Birmingham (Großbritannien): Die wenigen kleinen Tempoverschärfungen waren sogleich gefolgt von Bremsmanövern. Erst als Europas Jahresbeste Maureen Koster (Niederlande) die Initiative ergriff und aufs Gas drückte, setzte sich auf den letzten beiden Runden eine etwa elfköpfige Spitzengruppe vom Rest der Konkurrenz ab. Die Niederländerin, die sich in dieser Saison auf 14:33,56 Minuten steigern konnte, sollte für diesen Vorstoß allerdings nicht belohnt werden: Sie ging als Sechste in 15:41,51 Minuten ohne Medaille aus.

Souverän auf das Podium lief dagegen die große Favoritin: Nadia Battocletti (Italien) heftete sich an die Fersen von Maureen Koster. Und 250 Meter vor dem Ziel stürmte sie dem Feld auf und davon: In 15:37,84 Minuten – einer Zeit, die in diesem taktischen Rennen nicht mehr als eine Radnotiz ist – holte sie sich zum zweiten Mal in Folge den Europameistertitel über 5.000 Meter. Zwei Jahre zuvor hatte sie bei ihrem Heimspiel in Rom Gold über 5.000 und 10.000 Meter gewonnen, auch in Birmingham strebt die 26-Jährige das Double an. Silber und Bronze gingen an Marta García (Spanien; 15:39,98 min) und Micol Majori (Italien; 15:40,65 min).

Die einzige deutsche Teilnehmerin Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier) feierte in Birmingham ein Jahr nach Silber bei der U23-EM ihre EM-Premiere im Kreis der Aktiven. Die 21-Jährige drehte ihre Runden im Mittelfeld, kämpfte sich einige Male auch weiter nach vorne – aber als es richtig schnell wurde, konnte sie dieses Mal noch nicht mithalten. Auf Rang 16 der Meldeliste angereist, kam sie schließlich nach 15:54,49 Minuten auf Platz 14 ins Ziel.

Stimme zum Wettbewerb

Vanessa Mikitenko (Silvesterlauf Trier):
Ich habe mich schon ein paarmal stürzen sehen und musste mich abfangen. Dieses Rennen hat mir gezeigt, dass es bei den Erwachsenen noch mal ganz anders abläuft. Ich bin sehr froh um diese Erkenntnis und das jetzt mal erleben zu dürfen. Ich hatte nicht erwartet, dass das Rennen so langsam wird – ich dachte mir: Das, was für die anderen langsam ist, ist für mich schnell. Ich habe auf der letzten Runde leider zu spät reagiert, gerne hätte ich noch die Zwei vor mir gekriegt. Daran werde ich arbeiten, das passiert mir beim nächsten Mal nicht mehr.
 

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