| LM Göttingen Tag 2

Imke Onnen jubelt über WM-Norm und Landesrekord

Hochspringerin Imke Onnen hat am zweiten Tag der Niedersächsischen und Bremer Landesmeisterschaften in Göttingen mit übersprungenen 1,94 Metern für den sportlichen Glanzpunkt gesorgt.
Birte Grote

Dass am Ende ein Niedersachsenrekord und die WM-Norm für Doha (Katar) von 1,94 Metern stehen würden, hatten zu Wettkampfbeginn wohl die wenigsten Zuschauer erwartet – Imke Onnen (Hannover 96) selbst auch nicht. Mit einem Fehlversuch bei der Einstiegshöhe von 1,80 Metern und drei Versuchen für 1,84 Metern war sie in den Wettkampf gestartet.

„Ich hatte schon ein bisschen Panik, dass das heute gar nichts wird. Aber es gab ein Happy End, würde ich sagen“, lachte die Athletin hinterher. Die nächsten Höhen von 1,88 und 1,94 Metern bewältigte die Deutsche Hallenmeisterin dann gleich im ersten Versuch. Ihre Freiluft-Bestleistung stand bisher bei 1,93 Meter, in der Halle ist sie bei ihrem Titel-Gewinn in Leipzig 1,96 Meter hoch gesprungen.

Dass sie überhaupt in Göttingen startete, lag daran, dass das Soundtrack-Meeting in Tübingen wegen starken Regens abgesagt werden musste. „Wir haben uns dann ganz spontan für einen Start entschieden, da ich gemeldet war. Ich war nach einer siebenstündigen Fahrt erst nachts um 1:00 Uhr im Hotel in Göttingen. Da ist es noch überraschender, dass diese Höhe dabei herausgekommen ist“, erklärte Imke Onnen.

Ruth-Sophia Spelmeyer über 200 Meter

Die gleichen Umstände hatten Ruth-Sophia Spelmeyer nach Göttingen geführt. Da die 400 Meter jedoch schon am Samstag ausgetragen wurden, blieb nur ein Start außer Wertung über 200 Meter übrig. Hier gelang auf der Unterdistanz eine Saisonbestleistung in 23,72 Sekunden.

Für die Athletin vom VfL Oldenburg, die sich vor wenigen Wochen nach einer anderthalbjährigen Verletzungspause zurückgemeldet hatte, war es „ein Fingerzeig, dass es wieder in die richtige Richtung geht.“ Aktuell fehle es noch an der Routine. „Der Start war noch nicht optimal. Hintenraus wurde es dann besser. Ich brauche erst einmal wieder ein paar Wettkämpfe.“ Der Sieg ging in 23,63 Sekunden an Sandra Dinkeldein vom SV Werder Bremen, die sich auch über 100 Meter und mit der Sprintstaffel zur Siegerin küren konnte.

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