| Rhede

Owen Ansah schlägt Weg nach Tokio ein

© Theo Kiefner
Die erste Hürde Richtung WM in Tokio hat Owen Ansah genommen. Beim Meeting-Klassiker in Rhede blieb der Deutsche 100-Meter-Meister am Sonntag mit 10,11 Sekunden unter der Bestätigungsnorm und kann sich über das World Ranking für die WM qualifizieren. Auch hinter dem Deutschen Rekordhalter wurde gejubelt.
Martin Neumann

Im Kurzsprint geht es nicht selten um Hundertstelsekunden. Nicht nur in großen Finals, sondern auch auf dem Weg dorthin. In den vergangenen Wochen lief Owen Ansah (Hamburger SV) der WM-Bestätigungsnorm über 100 Meter hinterher. 10,12 Sekunden sind gefragt, um sich über das World Ranking für die WM Mitte September in Tokio zu qualifizieren. Immer wieder fehlten dem Deutschen Meister ein paar Hundertstel. Bis Sonntagnachmittag, da blieb die Uhr beim 53. Internationalen Meeting in Rhede nach 10,11 Sekunden stehen. Eine Punktlandung.

Damit hat der Deutsche Rekordhalter einen wichtigen Schritt Richtung WM gemacht. Denn im World Ranking liegt er aktuell unter den Top 40 bei insgesamt 48 Tokio-Startplätzen. Sein Trainings- und Vereinspartner Lucas Ansah-Peprah hatte sich bereits mit der direkten WM-Norm von 10,00 Sekunden für die WM empfohlen. Nun könnte das HSV-Duo gemeinsam in Japans Metropole über 100 Meter dabei sein.

Benedikt Wallstein mit Bestzeit Zweiter

Nicht nur Owen Ansah hatte in Rhede Grund zum Jubeln. Auch Benedikt Wallstein (LAC Erdgas Chemnitz) machte einen großen Schritt in der persönlichen Entwicklung. Mit 10,24 Sekunden steigerte der 20-Jährige bei 1,0 Metern pro Sekunde Rückenwind seine Bestzeit um fünf Hundertstelsekunden. Dahinter folgte das Kölner Duo Joshua Hartmann (10,27 sec) und Marvin Schulte (beide ASV Köln; 10,30 sec). Zum Ende des Meetings gewann Benedikt Wallstein außerdem den Weitsprung mit neuer Bestleistung von 7,71 Metern. Für den Chemnitzer war es der erste Start in der Disziplin seit drei Jahren. Im Para-Wettbewerb war Paralympicssieger Markus Rehm (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 8,25 Metern mal wieder eine Klasse für sich.

Bei den Frauen war Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) eine Klasse für sich. Die Olympia-Dritte mit der Sprintstaffel ließ nach 11,20 Sekunden im Vorlauf im Finale 11,22 Sekunden (+1,9 m/sec) folgen. Rang zwei sicherte sich Tatjana Pinto (OWL Athletics) mit 11,34 Sekunde knapp vor dem U23-Duo Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01; 11,36 sec) und Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim; 11,38 sec). Über 200 Meter steigerte Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz) als Siegerin ihre Saisonbestzeit auf 23,16 Sekunden.

Maduka und Daalmann fliegen am weitesten

Im Dreisprung entschied ein Zentimeter über den Sieg. Das bessere Ende hatte Jessie Maduka (Cologne Athletics) für sich. Mit 13,74 Metern verwies sie Kira Wittmann (Hannover 96) auf Platz zwei. Im Weitsprung unterstrich Imke Daalmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) ihre aktuell starke Form. Mit 6,54 Metern steigerte die Deutsche Vizemeisterin ihre erst vor einer Woche bei der DM in Dresden aufgestellte Bestleistung um zwei Zentimeter.

Den besten Dreh im Hammerwurf fand Samantha Borutta (Eintracht Frankfurt). Die DM-Zweite gewann mit 69,11 Metern vor Yipsi Moreno. Die mittlerweile 44-Jährige startet seit Mai für Albanien und wurde mit 66,29 Metern Zweite. Für Kuba gewann sie dreimal WM-Gold sowie Olympia-Gold 2008. Schon 2000 in Sydney wurde Yipsi Moreno – acht Wochen nach der Geburt von Samantha Borutta – Olympia-Vierte.

Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik...

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