Der DLV hat die Jahresbestenlisten der zurückliegenden Freiluftsaison in kompakten PDF-Übersichten veröffentlich. Aufgeführt werden jeweils die Top 50 im Jahr 2025 der Altersklassen M/W14 bis zu den Männern und Frauen, die in der Gesamtbetrachtung stärkere Leistungen zeigten als im Vorjahr.
Der Strich unter die Leichtathletiksaison 2025 kann endgültig gezogen werden. Denn der „Leistungsnachweis“ in Form der Top-50-Bestenlisten sind nun erschienen. Die Bestenlisten sind im kompakten PDF-Format gestaltet und decken die Altersklassen von der W/M14 bis hin zu den Männern und Frauen ab. Stand aller Leistungen ist der 14. Januar 2026.
Die Bestenlisten umfassen neben den zum internationalen Wettkampfprogramm zählenden Disziplinen die 1.000 und 3.000 Meter, den 5- und 10-Kilometer-Straßenlauf, das 5.000 Meter Bahngehen, die Mannschaftswertungen im Mehrkampf und den Halbmarathon. Die längste Strecke sind die 100 Kilometer. In die Listen aufgenommen wurden auch die Vereinsstaffeln über 4x100, 4x400 und 3x800 (Frauen) beziehungsweise 3x1.000 Meter (Männer). In den Jugend-Altersklassen wurden die Bestenlisten an deren Wettkampfprogramm angepasst. Für die 4x400 Meter Mixed liegt eine separate Bestenliste vor.
In der Mehrheit bessere Top-Leistungen
Obwohl die vergangene Saison ein „nacholympisches“ Jahr war und einige Leistungsträger nach den Olympischen Spielen in Paris ihre Karriere beendet haben, wurden in sehr vielen Disziplinen 2025 bessere Leistungen erzielt als im Jahr zuvor. Exakt in 18 von 32 Disziplinen waren die Frauen besser als 2024. Bei den Männern, bei denen mit den 1.000 Metern und dem Fünfkampf zwei Disziplinen mehr in die Bestenliste einfließen, sind es sogar 21 von 34 Disziplinen.
Blickt man auf die einzelnen Disziplinen, sind nicht nur arrivierte Athletinnen und Athleten an der Spitze zu finden. So standen erstmals 400-Meter-Läuferin Eisa Lechleitner (LAZ Ludwigsburg; 51,47 sec) und 800-Meter-Läufer Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen; 1:44,17 min) ganz oben in der Bestenliste. Beide übrigens mit schnelleren Zeiten im Vergleich zum Vorjahr.
Läufer nehmen Fahrt auf
Ohnehin haben sich die Laufdisziplinen im vergangenen Jahr äußerst positiv entwickelt. Nicht nur, was die Top-Zeiten angeht, sondern auch in der Breite. So blieben über 800 Meter der Frauen gleich drei Läuferinnen unter der prestigeträchtigen Zwei-Minuten-Marke. Bei den Männern unterbot ebenfalls ein Trio 1:45,50 Minuten. Über 5.000 Meter verbesserte Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) mit 12:53,63 Minuten nicht nur den deutschen Uralt-Rekord von Dieter Baumann, sondern führte auch ein Quartett an, das schneller als 13:15 Minuten lief.
Auch im Halbmarathon und Marathon durch Amanal Petros (Hannover 96), über 1.500 Meter durch Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig), über 3.000 Meter Hindernis durch Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) und über 10 Kilometer durch Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) gab es neue Einträge in die Rekordlisten. Ebenfalls in Spitze und Breite punkteten die Hürdensprinterinnen. Gleich acht Athletinnen jubelten über Zeiten unter 13 Sekunden.
Natürlich sind auch die Dauerbrenner in den Bestenlisten ganz oben vertreten. So führt die Weitsprung-WM-Zweite Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) zum achten Mal in Folge die deutsche Bestenliste an, Dreispringer Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) hat sogar zehn Top-Platzierungen komplettiert. Er steht seit 2016 unangefochten an der Spitze seiner Disziplin. Eine Ära in seiner Disziplin könnte auch Merlin Hummel (Eintracht Frankfurt) prägen. Mit 82,77 Metern – dem weitesten Wurf eines deutschen Hammerwerfers seit mehr als 25 Jahren – führt er die deutsche Bestenliste mit mehr als elf Metern Vorsprung an.
Foto: Frederik Ruppert ist ein Gesicht des Aufschwungs der deutschen Laufszene. Mit seinem deutschen Rekord über 3.000 Meter Hindernis (8:01,49 min) führt er die deutsche Bestenliste 2025 an.
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