| Cottbus

Imke Onnen und Christina Honsel starten in die Saison

© Gladys Chai von der Laage
Das Springermeeting in Cottbus lockt am Mittwoch wieder zahlreiche Top-Athleten in die Lausitz-Arena. Im Hochsprung peilen Imke Onnen und Christina Honsel einen gelungenen Saisoneinstand an. Das Stabhochsprung-Duo Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre hofft in einem starken Feld auf Saisonbestleistungen.
Ewald Walker

Es ist wieder „Flug-Zeit“: Am Mittwoch (28. Januar) steht bereits zum 22. Mal das Springermeeting in Cottbus auf dem Programm. In der Lausitz-Arena schwingen sich Hochspringerinnen und Stabhochspringer in die Lüfte und peilen den prestigeträchtigen Sieg an. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter erneut hochkarätige Felder zusammengestellt. So starten mit Imke Onnen (Cologne Athletics) und Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) die beiden deutschen Weltklasse-Hochspringerinnen in die Saison.

Wie es sich anfühlt, in Cottbus ganz oben zu stehen, weiß Christina Honsel. Vergangenes Jahr triumphierte sie als erste deutsche Hochspringerin in der Meetinggeschichte in der Lausitz. „Ihr müsst nach Cottbus, das ist eine wunderbare Atmosphäre“, warb die Wattenscheiderin im Anschluss. Für Christina Honsel war der Sieg in Cottbus der Auftakt für eine überragende Saison 2025. Sie verpasste als Vierte bei der Hallen-EM in Apeldoorn (Niederlande) nur knapp eine Medaille, siegte beim Diamond-League-Meeting in Lausanne und krönte ihre Saison mit dem ersten Zwei-Meter-Sprung in Heilbronn.

„Dafür trainiert man“ sagte die 28-Jährige, die mit dieser Höhe Rang drei in der Weltjahresbestenliste 2025 belegte. „Der Wettkampf war sehr wichtig, weil ich mich nach nicht so gutem Beginn durch den Wettkampf durchbeißen musste. Die Halle ist sehr schön, die Zuschauer dicht dran, die Stimmung dort ist der Wahnsinn", blickt Christina Honsel auf ihren Sieg mit 1,95 Metern im vergangenen Jahr zurück.

Deutsches Quartett hofft auf große Höhen

Auch für Imke Onnen hat das Meeting einen festen Platz im Wettkampfkalender. Sie ist bereits zum siebten Mal in Cottbus dabei. Die vierfache Deutsche Meisterin hat sich im vergangenen Sommer mit 1,98 Metern der begehrten Zwei-Meter-Marke genähert. „Das Ziel sind die zwei Meter“, sagte Mutter Astrid Fredebold-Onnen, die nach zwei Jahrzehnten die Tochter in neue Trainerhände gegeben hat. „Es ist toll, wie einen das Cottbuser Publikum anfeuert und nach oben treibt“, lobt auch Imke Onnen die Atmosphäre in der Lausitz-Arena. 

Das deutsche Quartett vervollständigen in Cottbus die 1,90-Meter-Springerinnen Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim). Favoritin auf den Sieg ist die Ukrainerin Yuliya Levchenko, die mit einer Bestleistung von 2,02 Metern nach Cottbus kommt und vergangenes Jahr wie Christina Honsel 2,00 Meter sprang. Nicht in Cottbus dabei ist die Weltrekordlerin: Yaroslava Mahuchikh (Ukraine) sagte ihren Start kurzfristig ab.

Als Publikumsliebling hat sich der US-Amerikaner Sam Kendricks in Cottbus etabliert. Der 33 Jahre alte Stabhochspringer hat bereits dreimal die Lausitz-Arena als Sieger verlassen. Mit seiner Bestleistung von 6,06 Meter ist der zweimalige Weltmeister der sechstbeste Stabhochspringer aller Zeiten. Allein der Meetingrekord in Cottbus fehlt in seiner Sammlung. Den hält der ebenfalls zum Starterfeld zählende Piotr Lisek (Polen) mit 5,92 Metern. 

Menno Vloon peilt nächsten Sieg an

Beim ISTAF Indoor am Samstag in Düsseldorf musste sich Sam Kendricks mit 5,70 Metern Menno Vloon (5,75 m) geschlagen geben. Der Hallen-Europameister aus den Niederlanden reist mit einer Bestleistung von 5,96 Metern an. Außerdem ist mit Ernest Obiena (Philippinen), der von Trainerlegende Vitaly Petrov gecoacht wird, ein weiterer Sechs-Meter-Springer in Cottbus dabei. Die deutschen Farben vertreten Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics). 

Das Duo möchte in Cottbus zu gern einige Zentimeter mehr bewältigen als am Samstag in Düsseldorf mit 5,55 Metern (Torben Blech) und 5,45 Metern (Bo Kanda Lita Baehre). „Das Stabhochsprungfeld lässt die Hoffnung auf einen neuen Meetingrekord zu“, sagt Athletenmanager Marc Osenberg. 

Die Lausitz-Arena wird mit 2.200 Fans sehr wahrscheinlich wieder ausverkauft sein. „Nach zwei Stunden war die Hälfte der Karten verkauft. Es gibt nur noch ein paar Restkarten“, freut sich Meetingchef Robert Sammler über das große Interesse. Er hatte nach 20 Jahren von Uli Hobeck die Leitung des Meetings übernommen. „Hier wird Tradition fortgesetzt“, so der ehemalige Meetingmacher. European Athletics überträgt das Meeting am Mittwoch ab 18:30 Uhr im Livestream.

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