Weltklasse-Leichtathletik gab es am Sonntagabend bei der 41. Auflage des Init Indoor Meetings Karlsruhe. Wir haben für Sie in der Europahalle die Reaktionen der nationalen und internationalen Stars eingefangen.
Florian Bremm (Franconia Athletics)
Fünfter 3.000 Meter (7:40,39 min)
Kurz danach ist es schwer zu sagen, das alles einzuordnen. Das erste Gefühl jetzt gerade ist ehrlich gesagt ein kleiner Dämpfer. Nicht wegen der Zeit – damit kann ich mich anfreunden, auch insgesamt mit dem Rennen. Aber der Rennverlauf war ziemlich hakelig und nervig. Gefühlt haben viele Athleten um ich herum Mist gebaut, das Laufen war stellenweise wirklich unangenehm. Das hat Kraft gekostet, gehört aber auch dazu. Daran muss man sich gewöhnen. Ich bin gut in Form und freue mich auf die Deutschen. Meisterschaften.
Stefan Nillessen (Niederlande)
Sieger 3.000 Meter (7:38,48 min)
Ich bin wirklich glücklich. Es ist mein erstes Rennen in dieser Saison, daher wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten würde. Es war nicht ganz so, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte, aber es läuft wirklich gut, daher bin ich zufrieden mit meiner aktuellen Position. Es fühlt sich großartig an. Ich liebe die Atmosphäre hier wirklich. Die Halle ist relativ klein, aber das macht es eigentlich zu etwas Besonderem, weil die Zuschauer so nah sind. Man kann die Menge wirklich hören, die Energie spüren, und das gefällt mir sehr gut.
Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics)
Siebter Stabhochsprung (5,45 m)
Der Wettkampf war auf jeden Fall nicht so gut. Ich hatte mir auf jeden Fall mehr vorgestellt. Heute war es wieder schwierig, obwohl ich mich eigentlich ganz gut gefühlt habe. Direkt danach ist es immer schwer zu sagen, woran es gelegen hat. Am Ende muss man weitermachen. Solche Wettkämpfe gehören dazu, man nimmt die Baustellen auf dem Weg mit und schaut, woran es gelegen hat und was man besser machen kann. Es sind keine großen Dinge, aber schon ein paar Punkte. Ich war zuletzt auch ein bisschen krank, ich hatte mehrere Tage Fieber.
Johanna Martin (1. LAV Rostock)
Fünfte 400 Meter (52,56 sec)
Ich bin den Umständen entsprechend ganz zufrieden. Ich war letzte Woche leider krank, deshalb haben wir geguckt, was heute geht. Es war sehr, sehr schön, hier beim Gold-Meeting starten zu dürfen. Ich habe vor den Deutschen Meisterschaften jetzt keine Wettkämpfe mehr, da ich ja gerade Abi mache und Probeprüfungen habe. Das sind fünfstündige Prüfungen zur Vorbereitung aufs Abi, die aber nur als Klausur gelten. Das ist ganz schön anstrengend. Wenn das Training vorbei ist, so um 19 Uhr oder 19:30 Uhr, da will man eigentlich bald schlafen. Aber ich will ein gutes Abi machen, deshalb muss ich dann noch lernen. Jetzt stehen erst mal die Deutschen Meisterschaften an und dann muss ich schauen, ob ich noch schneller laufe oder nicht. Natürlich wäre es super und ich würde mich total freuen, wenn ich noch zur WM nach Polen darf, aber wenn es dieses Jahr noch nicht klappt, ist es auch nicht schlimm.
Bassant Hemida (Ägypten)
Siegerin 400 Meter (51,97 sec)
Ich bin sehr glücklich, denn dies ist das zweite Mal, dass ich die 52-Sekunden-Marke in der Halle geknackt habe! Normalerweise bin ich eine 100-und 200-Meter-Läuferin. Letztes Jahr kam ich hierher und belegte mit 52 Sekunden den fünften Platz, und dieses Jahr war ich so viel besser! Meine Vorbereitung war sehr gut. Ich habe mich etwa vier Monate lang auf diesen Moment vorbereitet, daher bin ich sehr glücklich, dass es sich ausgezahlt hat! Ich freue mich auf die Weltmeisterschaften in Polen, dort möchte ich die 51-Sekunden-Marke knacken. In Ägypten laufen wir normalerweise nicht in der Halle, daher bin ich hierher gekommen, um die Gelegenheit zu haben, in der Halle zu laufen.
Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Fünfte Hochsprung (1,84 m)
Mein Fazit von diesem Wochenende lautet: nicht schlecht. Ich bin sehr konstant gesprungen. Natürlich wäre ich gerne noch höher gesprungen. Ich habe mich eigentlich sehr gut gefühlt und deshalb habe ich auch gehofft, dass es noch ein bisschen höher geht. Aber es war auch nicht ganz so einfach: Dieser Switch von Weinheim, wo es ein sehr "bounciger" Boden ist, weil das in einer aufgebauten Halle ist, und dann hier. Das Training läuft eigentlich sehr gut. Jetzt gerade ist es natürlich sehr dosiert, weil so viele Wettkämpfe hintereinander anstehen, und wir haben jetzt gemerkt, dass der Anlauf noch nicht so konstant ist. Daran werden wir bis zu den Deutschen Meisterschaften noch arbeiten. Wir haben uns entschieden, bis dahin keinen Wettkampf mehr zu machen, sondern mehr in die Intensität zu gehen.
Christina Honsel (TV Wattenscheid 01)
Vierte Hochsprung (1,88 m)
Es hat sich sehr gut angefühlt, heute wieder am Anlauf zu stehen. Ich wusste nicht richtig, wo ich stehe. Beim ersten Wettkampf ist es immer ein "Reinkommen". Das hat sich in diesem Jahr echt nach hinten verschoben, weil ich den letzten Wettkampf absagen musste. Aber ich habe mich von Anfang an gut gefühlt und bin heute, glaube ich, ein bisschen unter Wert geblieben. Ich hatte im Dezember Pfeiffersches Drüsenfieber, das haut einen ja wirklich komplett raus. Ich durfte in der Zeit gar keinen Sport machen, mich nicht bewegen. Das ist natürlich nicht optimal für eine Vorbereitung. Aber ich bin sehr gut da rausgekommen. Zuletzt kamen dann noch die Rückenprobleme dazu. Dadurch konnte ich jetzt noch weniger Wettkämpfe bestreiten. Ich habe trotzdem gesagt, ich möchte eine Hallensaison machen. Ich fühle mich fit für die Deutschen Meisterschaften. Das wird dann mein nächster Wettkampf. Ich lasse die restliche Saison erst mal auf mich zukommen und schaue, ob es mit der Hallen-WM klappt.
Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen)
Sieger 800 Meter (1:46,17 min)
Ich glaube, es war einer der besten Wettkämpfe, die ich je gemacht habe – auch wegen der stärksten Konkurrenz, die ich bisher hatte. Ich habe mich ganz gut geschlagen. Ich glaube, dass ich sogar deutlich schneller laufen kann, als die 1:46.17. Mal sehen, wie schnell es wird, wenn das Rennen von Anfang an etwas schneller angelaufen wird. Heute freue ich mich auf jeden Fall mehr über den Sieg als über die PB. Es ist ein Gold-Meeting, das aktuell stärkste Hallenmeeting überhaupt, darüber freue ich mich sehr. Die nächsten Schritte der Saison sind klar: gesund bleiben.
Georgia Hunter-Bell (Großbritannien)
Siegerin 1.500 Meter (4:00,04 min)
Ich habe versucht, auf die Anzeigetafel zu schauen, um zu sehen, was los ist, aber ich wollte versuchen, das gesamte Rennen anzuführen. Als die Tempomacherin rausging, habe ich versucht, diese Position zu halten. Ich gewöhne mich langsam daran, vorne zu laufen, das ist neu für mich, ich wollte etwas anderes ausprobieren. Ich wollte die Weltbestzeit erreichen, ich wollte versuchen, unter 4 Minuten zu bleiben und zu gewinnen – also habe ich zwei von drei Zielen erreicht, ich habe gewonnen und die Weltbestzeit erreicht. Nächste Woche stehen die britischen Meisterschaften an, danach werde ich an einem schnellen Rennen in Lievin teilnehmen. Ich hoffe, dass ich bei den Weltmeisterschaften in Polen gut abschneiden werde.
Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler)
Siebte 1.500 Meter (4:06,06 min)
Das waren meine ersten nicht taktischen 1.500 Meter seit drei, vier Jahren. Ich wusste, wir haben sehr viel in dem Bereich gemacht und ich komme sehr von der Ausdauer gerade, aus einem vierwöchigen Trainingslager in Südafrika. Deshalb wusste ich, die PB soll auf jeden Fall fallen. Klar, ich wusste, dass die Mädels auf 4:00 Minuten anlaufen und das ist dann doch ein bisschen schnell für mich, aber ich glaube, die Pace hat am Ende so gut gepasst. Und ich konnte richtig gut hinterherlaufen und es war eigentlich relativ einfach, weil es eher ein "Time Trial" für mich war. Sobald es wehgetan hat, musste ich einfach nur durchziehen. Am Ende habe ich gar nicht auf die Zeit geguckt, wie wir durchgegangen sind, sondern ich bin einfach durch den Schmerz durch und dann hat es am Ende für eine coole Bestleistung gereicht. Ich glaube, damit kann ich zufrieden sein und gut in die nächsten 800-Meter-Rennen reingehen. Ich glaube, ich bin von der Trainingsbase her so gut wie noch nie. Und dann ist natürlich immer die Frage, wie gut kann man die Trainingsergebnisse im Wettkampf umsetzen. Ich hoffe, dass ich nächste Woche in Erfurt an das anknüpfen kann, was ich draufhabe. Dann kommt eigentlich nur noch die Hallen-DM. Ich mache keine Hallen-WM, das wäre ein bisschen spät und zu viel für die Outdoorsaison, die ja folgt. Ich weiß noch nicht, ob ich bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 800 oder 1.500 Meter laufen werde. Über 1.500 Meter hätte ich einen Titel zu verteidigen, aber jetzt schauen wir erst mal, wie Erfurt nächste Woche läuft.
Nele Weßel (Königsteiner LV)
Sechste 1.500 Meter (4:05,47 min)
Mir geht es sehr gut! Da ist Erleichterung, die jetzt abfällt. Und richtig große Freude, jetzt den ersten WM-Standard in der Tasche zu haben. Dann auch noch das Rennen mit Majtie teilen zu können, sie auch noch zu einer krassen Zeit gepusht zu haben, das ist toll. Wir haben uns unglaublich gern und jetzt so zusammen laufen zu können, ist richtig toll. Wir laufen schon seit der Jugend zusammen. Die Taktikvorgabe sah eigentlich genau so aus, wie wir gelaufen sind: Majtie und ich haben uns, ohne vorher gesprochen zu haben, die gleiche Taktik im Kopf zurechtgelegt, dass wir uns ans Ende des Feldes hängen und so lang wie es geht, mitlaufen. Und ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Natürlich habe ich dann gemerkt, so bei 250 vor Schluss, dass langsam die Tür vor mir aufgegangen ist, aber ich habe probiert, einfach weiter draufzubleiben und zu drücken, auch wenn die Beine dann doch ganz schön schwer geworden sind. Ich war in der Vorbereitung zweimal in Südafrika. Und natürlich haben wir auch drumrum viel zu Hause trainiert. Ich hatte aber auch noch einiges in der Uni zu tun. Dadurch, dass ich jetzt die Norm für die WM in der Tasche habe, richtet sich der Fokus jetzt primär auf die Vorbereitung dafür. Davor werde ich noch ein paar Rennen laufen, bei denen ich einfach Spaß haben will. Welche Strecke ich bei der Hallen-DM laufen werde, weiß ich noch nicht. Ich glaube, das entscheide ich danach, wie mir ist, wie die nächsten Wochen laufen.
Malaika Mihambo (LG Kurpfalz)
Vierte Weitsprung (6,45 m)
Der Wettkampf heute war in Ordnung. Körperlich habe ich mich nicht so gut gefühlt, von daher ist das Ergebnis okay. Aus diesem Wettkampf nehme ich ehrlicherweise nicht so viel mit, weil ich mich gar nicht richtig aus dem Wettkampf konzentrieren konnte. Ich habe mich einfach nicht gut gefühlt. Mit solchen Situationen im Wettkampf versucht man einfach das Beste daraus zu machen. Ich kann mir nicht vorwerfen, dass ich es nicht versucht hätte, aber es lief heute eben nicht rund.
Owen Ansah (Hamburger SV)
Dritter 60 Meter (6,55 sec)
Mir war klar, dass ich irgendwann meine PB aus dem Jahr 2023 knacken werde. Umso glücklicher bin ich, dass mir das direkt bei meinem ersten richtigen Wettkampf in dieser Hallensaison gelungen ist. Ich bin mega happy darüber. Schon im Vorlauf konnte ich zeigen, dass ich gut drauf bin, und in Finale habe ich das noch einmal untermauert. Genau das ist wichtig: konsistent zu sein und die Leistung dann auch wieder abrufen zu können.
Sondre Mogens Guttormsen (Norwegen)
Sieger Stabhochsprung (5,84 m)
Ja, ich bin sehr glücklich. Es war mein erster Sieg bei einem Gold-Meeting, daher freue ich mich sehr darüber. Aber es war ein langer Wettkampf, und ich musste mich erst einmal hineinarbeiten. Ich glaube, mir war erst bewusst, dass es gut lief, als ich mir den Sieg gesichert hatte. Die Atmosphäre war sehr gut, und die Zuschauer haben von Anfang bis Ende angefeuert.
Yaroslava Mahuchikh (Ukraine)
Siegerin Hochsprung (2,01 m)
Ich bin froh, dass ich wieder über zwei Meter gesprungen bin, aber natürlich wollte ich 2,04 m schaffen. Es war so knapp, besonders beim dritten Versuch. Aber ich bin froh, wieder auf internationalem Niveau zu sein und meine Saison in Europa zu beginnen. Ich weiß, dass ich in wirklich guter Form bin, also bin ich bereit, bei den Weltmeisterschaften in Polen zu kämpfen. Ich war den Winter über zu Hause und habe mit meiner Familie und meinen Freunden neue Energie getankt. Ich war so glücklich, mit ihnen zusammen zu sein. Normalerweise trainiere ich in Belgien, Deutschland und Portugal, also ziehen wir einfach von einem Ort zum anderen. Aber dieses Mal war ich mental etwas erschöpft, also haben wir beschlossen, uns zu Hause vorzubereiten. Die Situation zu Hause ist immer noch sehr schwierig, aber wir sind so stark und glauben an die Freiheit, dass wir dafür kämpfen. Jeder meiner Sprünge ist für die Menschen zu Hause in der Ukraine. Ich gebe mein Bestes, um sie glücklich zu machen.
Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald)
Siebte 3.000 Meter (9:02,12 min)
Mit der Zeit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das war ein hartes Rennen. Als ich die Startliste gesehen habe, wusste ich schon: Es ist entweder einer dieser magischen Tage, an denen ich super schnell mitrennen kann, oder es wird richtig hart hintenraus. Aber ich habe mir selbst das Versprechen gegeben zu finishen – und immerhin, das habe ich geschafft. Das Feld ist doch in allen Schritten weiter als ich, vor allen Dingen in der Halle, das ist nicht so meins. Es war schon von vornherein klar, dass die anderen ein Stückchen besser sind, aber wenn man vor Heimpublikum laufen kann, nimmt man es trotzdem mit. Ich war im Winter erst lang auf Langlaufskiern, deshalb fehlt mir auch noch die Spezifik. Aber ich hoffe, dass es mich verletzungsfrei durchbringt. Und ich glaube, die Grundlage stimmt auf jeden Fall. Das große Ziel diese Saison ist natürlich die EM in Birmingham, aber jetzt Schritt für Schritt. Ich nehme erst mal die Hallen-DM mit und dann laufe ich die DM über 10 Kilometer Straße.
Gabriela Debues-Stafford (Kanada)
Siegerin 3.000 Meter (8:35,94 min)
Ich bin glücklich. Ich bin letztes Jahr keine 3.000 Meter gelaufen. Es war also gut, wieder meinen Kampfgeist zu wecken. Und ein Sieg ist auch sehr befriedigend. Die Atmosphäre ist fantastisch, danke an das Publikum, das so richtig Stimmung gemacht hat! Als Nächstes laufe ich ein 1500-Meter-Rennen in Liévin, und dann werde ich sehen, ob ich an den Hallenweltmeisterschaften teilnehmen möchte oder nicht. Letztes Jahr war es eine lange Saison, daher werde ich darauf achten, mich für eine weitere lange Freiluftsaison zu schonen. Mein Ziel für die Freiluftsaison ist es, eine neue persönliche Bestleistung über 1.500 Meter zu erzielen. Ich möchte die 3:55 Minuten knacken und einen nordamerikanischen Rekord aufstellen. Also werde ich einfach weitermachen und sehen, wie viel schneller mich mein 30-jähriger Körper noch bringen kann!
Grace Stark (USA)
Siegerin 60 m Hürden (7,86 sec)
Es war ein großartiger Wettkampf auf einer schnellen Bahn. Das war mein erster Wettkampf hier, und mein Ziel war es natürlich, zu gewinnen. Ich habe es wirklich genossen und hoffe, wiederzukommen. Ich war noch nie zuvor hier, daher war es eine fantastische erste Erfahrung.
Emmanuel Eseme (Kamerun)
Sieger 60 Meter (6,54 sec)
Es ist meine Saisonbestleistung, also nehme ich das gerne! Ich wollte unter 6,50 Sekunden bleiben, aber 6,53 Sekunden ist immer noch gut für mich. Das ist also mein Ziel für die nächsten Rennen. Ich glaube, wenn ich das schaffe, wird die Hallen-Weltmeisterschaft ein Erfolg. Ich bin zum ersten Mal hier und muss sagen: Es ist fantastisch! Ich liebe es, in Deutschland anzutreten, das Publikum war so begeistert. Im Gegensatz zu letztem Jahr, als ich eine Achillessehnenverletzung hatte, konnte ich mich dieses Jahr gut vorbereiten. Die 60 Meter sind eine gute Vorbereitung für die 100 Meter im Freien. Ich habe letztes Jahr im Januar geheiratet und mein Sohn wurde im September geboren. Ich habe vor dem Finale mit ihnen gesprochen und ihnen gesagt, dass ich sie vermisse. Ich hoffe, mein Sohn ist stolz auf mich. Mein Ziel für den Sommer ist es, besser als letztes Jahr zu sein.
Rosina Schneider (TV Sulz)
Fünfte 60 Meter Hürden (8,02 sec)
Ich fahre zur Hallen-WM, ich kann es noch gar nicht glauben! Ich bin sehr glücklich. Das war natürlich ein Ziel für dieses Rennen. Es geht Stück für Stück weiter, ich habe mich jetzt in jedem Rennen ein bisschen verbessert. Ich bin sicher, dass bald eine Sieben vor dem Komma steht. Letztes Jahr zur selben Zeit waren wir einen Ticken schneller. Aber wir wollen zum Höhepunkt peaken, also wenn es um die Deutsche Meisterschaft geht oder die Hallen-WM. Das heißt, wir sind ein bisschen verzögert in dieses schnelle Training gemacht, haben aber den Auftakt gut geplant. Also wir haben immer zwei Wettkampfwochenenden, dann eine Pause. Jetzt habe ich wieder zwei Wettkampfwochenenden. Ich starte nächstes Wochenende in Erfurt. Aber wir haben die Saison ein bisschen auch auf meine Uni ausgerichtet. Ich schreibe morgen meine erste Prüfung, Rechtswissenschaften und Rechnungswesen in einer Prüfung. Ich habe heute Morgen noch gelernt, morgen auch noch mal – und zwischendurch jetzt Hallen-WM-Norm gelaufen, das ist verrückt. Mit der Zeitplanverschiebung konnte ich gut umgehen, weil ich vom Kopf her relativ ruhig bleiben kann. Es war schon eine sehr aufregende Stunde. Nächste Woche laufe ich in Erfurt, dann habe ich eine Woche frei, dann stehen die Deutschen Meisterschaften an. Dann hoffe ich, dass ich beim ISTAF in Berlin noch laufen kann, dann habe ich wieder eine Woche Pause und dann steht schon die Hallen-WM vor der Tür.
Larissa Iapichino (Italien)
Siegerin Weitsprung (6,84 m)
Nun, es fühlte sich nicht perfekt an, aber es ist noch sehr früh in der Saison. Ich bin froh, den Wettkampf gewonnen zu haben. Die Atmosphäre war fantastisch, wie immer bei Wettkämpfen in Deutschland. Die Menschen sind sehr sportbegeistert, haben Spaß und übertragen diese Energie auf uns Athleten. Meine Vorbereitung war gut, ich bin gesund geblieben und hatte keine Probleme. Mein nächster Wettkampf wird das Gold-Meeting in Torun sein, und dann geht es direkt weiter zur Hallen-WM. Ich war schon ein paar Mal dort, aber in den letzten Jahren nicht, daher wird es schön sein, vor der Weltmeisterschaft nach Torun zurückzukehren. Ich freue mich aber schon auf die Freiluftsaison, das ist mein Lieblingsabschnitt der Saison. Die Hallensaison dient nur dazu, eine Pause vom Training zu machen. Es wird wieder ein volles Jahr mit Diamond League, Europameisterschaften und Ultimate Championships
Azeddine Habz (Frankreich)
Sieger 1.500 Meter (3:33,36 min)
Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Rennen. Es war mein erstes Rennen in dieser Saison, daher war es mein Ziel, die Norm für die Hallenweltmeisterschaften zu erreichen. Mein Ziel für die Hallensaison ist es, eine WM-Medaille über 3.000 oder 1.500 Meter zu gewinnen.
Foto: Alexander Stepanov gewinnt in Karlsruhe souverän die 800 Meter in 1:46,17 Minuten.
Die kompletten Resultate finden Sie in unserer Ergebnisrubrik ...
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